Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Möglichkeiten, wie einfache, schlichte Shirts durch einen Aufdruck in echte Designer-Stücke verwandelt werden können. Die vermutlich einfachste Variante besteht darin, ein Motiv, ein Muster oder einen Spruch auf sogenannte Bügeltransferfolie ausdrucken und diese Folie dann auf das Shirt aufzubügeln. Da die Folie aber recht steif ist und die Drucke meist schon nach wenigen Waschgängen deutlich an Farbe verloren haben, sind echte Drucktechniken oft die bessere Wahl. Hinzu kommt, dass das Gestalten von solchen Drucken sehr viel mehr Spaß macht, als nur eine bedruckte Folie auf das Shirt aufzubügeln. Aber auch bei den Drucktechniken gibt es mehrere unterschiedliche Möglichkeiten, die im Folgenden erklärt werden sollen.

Die Vorbereitungen für bedruckte Shirts zum selber machen

Unabhängig davon, welche Drucktechnik zum Einsatz kommt, sind die grundlegenden Vorbereitungen letztlich immer gleich. Zunächst sollte das Shirt, das bedruckt werden soll, gewaschen werden. Zudem sollte die Arbeitsfläche mit einer Folie oder zumindest mehreren Lagen Zeitungspapier abgedeckt sein, damit keine unschönen Farbflecken zurückbleiben. Ist das Shirt aus eher dünnem Stoff, sollte außerdem Karton oder Folie in das Shirt gelegt werden. Dadurch sind die Vorder- und die Rückseite voneinander abgetrennt und es ist sichergestellt, dass sich die Farbe nicht ungewollt auf die Gegenseite durchdrückt. Daneben sollte etwas Pappe oder Papier bereit liegen, um darauf erste Probedrucke anfertigen zu können.

 

Die unterschiedlichen Drucktechniken

Der selbstgemachte Druck kann nun mithilfe unterschiedlicher Techniken erfolgen:

1. Schablonen

Wird das Shirt mithilfe von Schablonen bedruckt, wird die jeweilige Schablone auf das Shirt aufgelegt und mit Klebestreifen fixiert. Anschließend werden die Innenflächen der Schablonen vorsichtig mit Textilfarben ausgefüllt. Schablonen gibt es in unterschiedlichen Größen und Formen fertig zu kaufen, genauso können die Schablonen aber auch aus Folie oder festem Karton selbst angefertigt werden. Eine ausführliche Anleitung für den Druck mit Schablonen gibt es hier:

 

2. Kartoffeldruck

Der Kartoffeldruck ist eine recht einfache, aber sehr effektive Drucktechnik, die viele sicher noch aus ihren Kindertagen kennen. Für den Kartoffeldruck werden neben dem Shirt mindestens eine Kartoffel, Textilfarben, ein Pinsel zum Auftragen der Farben und Messer für den Zuschnitt der Kartoffeln benötigt. Der Kartoffeldruck geht dann so:

Zuerst wird die Kartoffel vorbereitet. Große Kartoffeln werden dazu halbiert, bei kleinen Kartoffeln wird eine Scheibe abgeschnitten, so dass eine gerade Fläche entsteht. Nun müssen die Schnittflächen kurz antrocknen.

Jetzt wird die Kartoffel zu einem Stempel weiterverarbeitet. Dazu wird das jeweilige Motiv mit einem Filzstift auf die Schnittfläche aufgezeichnet und anschließend mit einem Messer ausgeschnitten. Das Motiv, das aufgedruckt werden soll, bleibt dabei als erhabene Fläche stehen.

Wenn auch diese Schnittflächen kurz angetrocknet sind, werden die erhabenen Flächen mit Farbe eingestrichen und der Kartoffelstempel wird auf das Shirt gedrückt.

 

3. Drucken mit unterschiedlichen Materialien

Es gibt unterschiedliche Materialien, die als Stempel verwendet werden können. Hierzu gehören beispielsweise Gräser, Blätter, Steine, Federn oder auch Gardinen, Spitzen und Bordüren. Die Vorgehensweise beim Druck ist dann wie folgt:

Der jeweilige Stempel wird auf eine Unterlage gelegt und mit eher dickflüssiger Farbe eingestrichen. Um die Konturen zu erhalten, wird die Farbe dabei immer von innen nach außen aufgetragen. Insgesamt sollte aber nur sparsam mit der Farbe umgegangen werden, da vor allem filigrane Stempel wie beispielsweise Federn oder Spitzen ansonsten recht schnell verkleben.

Nun wird der Stempel mit der eingestrichenen Seite nach unten auf das Shirt gelegt und vorsichtig mit einem Blatt Papier abgedeckt.

Dann wird am besten mit der Handkante über das Papier gestrichen und das Motiv so auf das Shirt übertragen.

Nach dem Andrücken werden Papier und Stempel vorsichtig wieder entfernt.

 

4. Drucken mit Schnüren und Bändern

Für diese Drucktechnik werden neben dem Shirt und Stofffarben Schnüre oder Kordeln, ein kleines Holzbrett oder feste Pappe und wasserfester Kleber benötigt.

Zuerst wird der Stempel angefertigt. Dafür wird das gewünschte Motiv, beispielsweise eine Spirale, auf das Holzbrettchen oder die feste Pappe aufgezeichnet. Die vorgezeichneten Linien werden nun mit Klebstoff nachgefahren und darauf wird die Schnur befestigt. Wichtig dabei ist aber, dass die Schnur in nur einer Lage aufgeklebt wird. Nun muss der Kleber vollständig trocknen, wobei ratsam ist, das Motiv während der Trocknung gleichmäßig zu beschweren.

Wenn der Kleber trocken ist, kann mit dem Druck begonnen werden. Dazu wird die Schnur erst ganz leicht mit klarem Wasser angefeuchtet, weil sie so die Farbe besser aufnimmt. Anschließend wird die Schnur mit Farbe eingestrichen und der Stempel fest auf das Shirt gepresst.

Thema: Bedruckte Shirts zum selber machen

Fun Shirts selber machen

Neben normalen T-Shirts gibt es auch die sogenannten Fun-Shirts. Diese kennzeichnen sich durch witzige, mitunter freche oder provokante Aufdrucke in Form von Bildern oder Sprüchen. Nun gibt es die Fun-Shirts in den unterschiedlichsten Varianten fertig zu kaufen, mit einigen wenigen Handgriffen ist es aber auch möglich, seine Fun-Shirts selber machen. Dies macht nicht nur sehr viel Spaß, sondern bietet auch den Vorteil, dass die Shirts exakt nach den eigenen Ideen, Vorstellungen und Wünschen gestaltet werden können.

Einige Anregungen für eher sexy Fun-Shirts finden sich beispielsweise hier:

Und wie es möglich ist, ein einfaches T-Shirt in ein chices Fun-Shirt zu verwandeln, erklärt die folgende Anleitung.

 

Materialliste für ein selbstgemachtes Fun-Shirt

  • 1 einfaches T-Shirt
  • farblich passendes Nähgarn
  • Nähmaschine oder Nadel
  • Stift oder Schneiderkreide
  • Schere
  • Bügeltransferfolie oder Stoffmalfarben

 

So wird das Fun-Shirt gemacht

1. Schritt: das T-Shirt umschneidern

a.) Die Basis für das Fun-Shirt bildet ein einfaches T-Shirt, das durchaus auch etwas älter oder schon etwas abgenutzt sein darf. Dieses T-Shirt wird nun nämlich in eine neue Form gebracht. In dieser Anleitung wird es zu einem kurzen Shirt mit breiten Trägern umgeschneidert, grundsätzlich sind der Phantasie aber keine Grenzen gesetzt. Umgearbeitet wird das T-Shirt folgendermaßen:

b.) Zuerst wird das T-Shirt flach ausgebreitet. Mit einem Stift oder einer Schneiderkreide werden nun die neuen Konturen des Shirts aufgezeichnet. In diesem Beispiel wird der Ausschnitt vergrößert, indem er tiefer und in eckiger Form gearbeitet wird. Anstelle der Ärmel werden breite Träger aufgezeichnet und das Shirt wird von unten her gekürzt.

c.) Nachdem alle Linien aufgezeichnet sind, wird das Shirt zugeschnitten. Soll der Rücken anders gestaltet sein als die Vorderseite, werden die beiden Seiten natürlich nacheinander gearbeitet. Ansonsten können beide Stofflagen auf einmal zugeschnitten werden.

d.) Nun müssen die neuen Kanten versäubert werden. Dazu werden die Kanten am Saum, an den Armausschnitten und am Halsausschnitt so umgeklappt, dass sie auf der Innenseite des Shirts liegen. Um die Kanten zu fixieren, können Sie mit Stecknadeln festgesteckt werden, meist reicht es aber aus, sie lediglich umzubügeln.

e.) Die neuen Kanten werden nun nur noch festgenäht und damit sind die Änderungsarbeiten auch schon fertig.

 

Fun shirts selber erstellen

 

2. Schritt: das Motiv gestalten

Damit das Shirt nun zu einem Fun-Shirt wird, braucht es ein entsprechendes Motiv oder einen witzigen Spruch. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen können das Motiv oder der Spruch auf sogenannte Bügeltransferfolie gedruckt werden. Diese Folie wird wie normales Papier mit dem Drucker bedruckt und anschließend auf das Shirt aufgebügelt. Bei hellen Textilien wird eine transparente Folie verwendet, die nicht exakt zugeschnitten werden muss, weil sie auf dem Shirt kaum sichtbar ist. Allerdings ist der Stoff an dieser Stelle etwas steifer. Für dunkle Textilien wird eine weiße Folie verwendet, durch die der Hintergrund nicht durchscheint. Diese Folie sollte aber recht genau zugeschnitten werden, weil sonst der unbedruckte weiße Rand zu sehen ist.

Die andere Möglichkeit besteht darin, das Motiv oder den Spruch mit Textilmalfarben zu gestalten. Dabei kann das Motiv frei Hand vorgezeichnet und dann mit den Farben ausgemalt werden oder es wird eine Schablone verwendet. In diesem Fall wird die Schablone auf den Stoff aufgelegt und die Innenflächen werden mit Farbe ausgefüllt.

Thema: Fun Shirts selber machen