Bauanleitung Sandkasten: Bauanleitung mit Infos und Tipps

Infos zur Bauanleitung Sandkasten
Ein DIY Sandkasten lässt Kinderherzen höher schlagen – und macht den Heimwerker stolz.

Buddeln, Sandkuchen backen, Burgen bauen, Bahnen für Murmeln oder Spielzeugautos anlegen: So ziemlich jedes Kind spielt gerne im Sandkasten. Und wenn der Sandkasten dann auch noch ein echtes Einzelstück ist, das der Papa oder die Mama extra für den Nachwuchs gebaut hat, ist die Freude doppelt groß. Schließlich ist so eine Buddelkiste viel cooler als irgendein gekauftes Exemplar oder der schnöde Sandkasten auf dem Spielplatz. Dabei ist es auch gar nicht so schwierig, einen Sandkasten anzufertigen. Wir zeigen Dir in dieser Bauanleitung, wie Du schnell und einfach einen Sandkasten bauen kannst.

Wie bei so ziemlich allen DIY Projekten sind Deiner Kreativität auch beim Sandkastenbau kaum Grenzen gesetzt. So kannst Du dem Sandkasten eine ausgefallene Form verleihen oder ihn mit verschiedenen Extras ausstatten. Außerdem kannst Du unterschiedliche Materialien verarbeiten.

Am Ende zählt aber, dass Dein Sprössling Spaß an seinem kleinen Spielparadies hat. Und an diesem Punkt sind Kids oft genügsamer, als gedacht. Andersherum sind nicht alle Eltern versierte Handwerker. Wir zeigen Dir deshalb eine Bauanleitung für einen schlichten Sandkasten, die Du auch dann problemlos nacharbeiten kannst, wenn das Heimwerken nicht unbedingt zu Deinen größten Stärken zählt. Also, legen wir los!

Die Überlegungen vorab

Bevor Du damit anfängst, den Sandkasten zu bauen, solltest Du Dir über ein paar Dinge Gedanken machen. Das gilt vor allem für den richtigen Standort, die Größe und das Material. Denn diese Punkte musst Du mit einbeziehen, wenn Du später dabei bist, das Bauprojekt umzusetzen.

Der Standort vom Sandkasten

Kinder spielen oft lange und ausgiebig in ihrem Sandkasten. Der richtige Standort ist deshalb von großer Bedeutung. Wichtig dabei ist zum einen, dass der Sandkasten an einem Platz steht, den Du gut einsehen kannst. Positionierst Du den Sandkasten zum Beispiel in der Nähe der Terrasse oder vor dem Wohnzimmer- oder Küchenfenster, hast Du Deinen Nachwuchs immer im Blick.

Zum anderen ist ein schattiges Plätzchen optimal. Draußen im Sandkasten spielen Kinder schließlich vor allem in der warmen Jahreszeit. Doch in der prallen Sonne sollten sie sich möglichst nicht aufhalten und schon gar nicht für längere Zeit. Direkt unter einem Baum ist aber auch keine gute Idee. Denn so würde ständig das Laub im Sandkasten liegen. Gut wäre also ein Standort, auf den zum Beispiel vom Haus Schatten fällt. Ansonsten kannst Du Dir mit einem Sandkasten-Dach, einem Sonnensegel oder einfach einem Sonnenschirm behelfen.

Zudem sollte der Sandkasten auf einer Fläche stehen, auf der Regenwasser gut abfließen kann. Rasen ist hier gut geeignet. Aber auch eine Fläche, die mit Pflastersteinen ausgelegt ist, funktioniert. Eine geschlossene Betonfläche hingegen ist nicht optimal.

Die Größe des Sandkastens

Neben dem Standort ist eine weitere wichtige Frage, wie groß der Sandkasten werden soll. Natürlich spielt hier auch eine Rolle, wie viel Platz Du zur Verfügung hast. Trotzdem solltest Du den Sandkasten nicht zu klein planen. Die Spielfläche sollte so groß sein, dass Dein Nachwuchs Burgen bauen und Sandkuchen backen kann. Ist der Sandkasten gerade einmal 1 m x 1 m groß, wird es schon knapp, wenn Dein Kind mit seinen Spielsachen darin spielt. Kommt dann noch Besuch, wird es schnell zu eng.

Ratsam ist deshalb, den Sandkasten mit 1,5 bis 2 m langen Seiten zu bauen. So hat Dein Kind ausreichend Platz, um ausgiebig in dem Sandkasten zu spielen. Was die Höhe angeht, so solltest Du mindestens 20 cm, besser 30 cm planen. Damit ist sichergestellt, dass Dein Nachwuchs auch ordentlich buddeln kann.

Das Holz für den Sandkasten

Weil der Sandkasten draußen steht und dadurch der Witterung ausgesetzt ist, solltest Du ein widerstandsfähiges Holz wählen. So kannst Du zum Beispiel Bretter aus Fichte oder Tanne nehmen. Etwas teurer, dafür aber auch langlebiger, sind Lärche und Douglasie.

Tipp: Du kannst Dich im Baumarkt in der Abteilung mit den Terrassendielen umschauen. Dort findest Du Bretter und Hölzer, die sich gut für den Außenbereich eignen.

Kaufst Du imprägniertes Holz, dann achte ein bisschen darauf, wie und womit die Hölzer imprägniert sind. Für den Sandkasten sollte es eine Imprägnierung sein, die möglichst keine Schadstoffe enthält.

Die Materialliste für den Sandkasten

Hast Du die Planungen abgeschlossen, kannst Du Dich dem Sandkastenbau widmen. Die Materialliste richtet sich natürlich danach, wie groß Du den Sandkasten bauen willst. Für einen 2 x 2 m großen Sandkasten brauchst Du folgende Materialien:

  • 8 Holzdielen, 200 x 30 x 2 cm, für die Rahmen
  • 4 Holzdielen, 200 x 20 x 2 cm, als Abdeckung
  • 2 Kanthölzer, 200 x 5 x 5 cm
  • Unkrautvlies, 200 x 200 cm
  • Holzschrauben

Möchtest Du den Sandkasten kleiner oder größer bauen, musst Du die Materialliste entsprechend anpassen.

An Werkzeugen kommen die Stich- oder Kappsäge, der Akkuschrauber mit verschiedenen Aufsätzen, die Wasserwaage, der Zollstock und der Bleistift zum Einsatz. Außerdem brauchst Du einen Spaten und einen Hammer. Je nachdem, welches Holz Du verarbeitest, solltest Du außerdem ein Holzschutzmittel samt Pinsel zur Hand haben.

Die Bauanleitung für den Sandkasten

Unser Sandkasten besteht aus zwei Rahmen. Dazwischen sitzen Kanthölzer, die die Konstruktion stabilisieren und gleichzeitig zusätzliche Auflagepunkte für die Sitzbretter bilden. Abgedeckt werden die beiden Rahmen mit Brettern, die als Sitzfläche und als Ablagefläche dienen. Hier aber die Bauanleitung für den Sandkasten Schritt für Schritt!

1. Schritt: die Fläche abstechen

Steht der Sandkasten auf einer Rasenfläche, solltest Du zuerst die Fläche markieren und den Rasen hier abstechen. Für unseren Sandkasten hebst Du den Rasen dabei gut 2 x 2 m groß und 5 bis 10 cm tief aus.

Das Abstechen bewirkt, dass der Sandkasten später stabil steht und gut mit dem Untergrund verankert ist. Außerdem gewinnst Du so ein paar Zentimeter mehr Tiefe. Und das Abstechen hat als positiven Nebeneffekt, dass Du kleinere Höhenunterschiede auf der Fläche gut ausgleichen kannst.

2. Schritt: die Bretter imprägnieren

Sind Deine Hölzer nicht imprägniert oder möchtest Du auf Nummer sicher gehen, solltest Du jetzt ein Holzschutzmittel auftragen. Je nach Holzart gibt es dafür spezielle Mittel, für Douglasie beispielsweise bekommst Du ein Douglasienöl.

Die Hölzer vor dem Zusammenbau zu imprägnieren, ist deshalb sinnvoll, weil Du später beim fertigen Sandkasten an viele Stellen nicht mehr herankommst. Trage das Holzschutzmittel dabei sorgfältig und eher großzügig auf allen Seiten und Kanten der Hölzer auf.

3. Schritt: den Außenrahmen bauen

Grafik zur Anleitung für den SandkastenbauNachdem die Vorarbeiten abgeschlossen sind, kann der eigentliche Bau vom Sandkasten beginnen. Dafür nimmst Du vier Holzdielen, stellst sie zum Quadrat auf und schraubst sie zusammen.

Damit die Hölzer nicht reißen, solltest Du die Löcher dabei vorbohren, bevor Du die Schrauben eindrehst.

Hast Du den Rahmen fertig, stellst Du ihn auf die abgestochene Fläche. Mit dem Hammer und der Wasserwaage kannst Du den Rahmen nun gerade ausrichten.

4. Schritt: die Kanthölzer anbringen

Als nächstes nimmst Du die Kanthölzer und sägst sie in acht 40 cm lange Stücke. Anschließend schlägst Du die Kanthölzer vor dem Holzrahmen in den Boden. Dabei positionierst Du je ein Kantholz in jeder Ecke und ein weiteres Kantholz jeweils mittig auf jeder Seite.

Je nachdem, wie der Boden beschaffen ist, wirst Du die Löcher für die Kanthölzer vielleicht vorher ausheben müssen. Treibe die Hölzer dann soweit in die Erde, dass sie bündig mit dem Rahmen abschließen.

Passt alles, kannst Du den Rahmen von außen mit den Kanthölzern verschrauben. Die Kanthölzer stabilisieren die ganze Konstruktion. Außerdem entstehen so Auflagepunkte für die spätere Sitzfläche.

5. Schritt: den Innenrahmen bauen

Nun geht es mit dem inneren Rahmen weiter. Die Bretter dafür musst Du zuschneiden. Messe deshalb aus, wie lang die vier Seiten sein müssen, damit Du den Rahmen vor den Kanthölzer aufstellen kannst.

Hast Du die Maße ermittelt, sägst Du die Dielen entsprechend zu. Anschließend stellst Du sie wie vorhin beim äußeren Rahmen zum Quadrat auf und verschraubst sie miteinander.

Bevor Du den Innenrahmen montierst, legst Du den Sandkasten mit einem Unkrautvlies aus. Das Vlies hält Unkraut und auch kleine Tierchen vom Sandkasten fern. Außerdem sorgt es dafür, dass sich die Erde und der Sand später nicht miteinander vermischen. Und es verhindert, dass Dein Nachwuchs zu tief gräbt.

Dann stellst Du den Innenrahmen in den Sandkasten und richtest ihn aus. Anschließend verschraubst Du auch den Innenrahmen wieder mit den Kanthölzern.

6. Schritt: die Sitzbretter montieren

2. Grafik zu Bauanleitung SandkastenJetzt fehlt noch die Abdeckung, die gleichzeitig die Sitzfläche ergibt. Dafür montierst Du die 20 cm breiten Dielen auf die Rahmenkonstruktion. Dabei kannst Du die Bretter stumpf aneinandersetzen. Wenn Du möchtest, kannst Du die Dielen aber auch auf Gehrung sägen.

So oder so musst Du zuvor die Maße ermitteln. Das geht am besten, indem Du die Bretter lose auflegst und entsprechend anzeichnest. Die Bretter kannst Du so auflegen, dass sie bündig mit dem Innenrahmen abschließen. Oder Du montierst die Dielen mittig auf die Rahmen. Dann haben sie zu beiden Seiten hin etwas Überstand.

Die Sitzbretter verschraubst Du von oben mit den Rahmen und den Kanthölzern. Achte dabei darauf, dass Du die Schrauben gut im Holz versenkst. Es dürfen nirgends scharfe oder spitze Kanten überstehen, an denen sich Dein Nachwuchs verletzen könnte.

Wenn die Sitzbretter montiert sind, ist der Sandkasten fertig!

Tipp: Wenn der Sandkasten nicht in Betrieb ist, kannst Du ihn mit einer Plane vom Autoanhänger abdecken. So kommen keine Verschmutzungen hinein und die Katze verwechselt den Sandkasten auch nicht mit ihrem Katzenklo.

Die benötigte Menge Sand für den Sandkasten

Auch wenn der Bau schnell erledigt ist, fehlt noch eine ganz wichtige Sache, die den Sandkasten überhaupt erst zum Sandkasten macht: der Sand.

Spielsand für den Sandkasten bekommst Du im Baustoffhandel, im Baumarkt und im Gartencenter. Doch bevor Du den Sand kaufen kannst, musst Du wissen, wie viel Material Du überhaupt brauchst. Die Menge rechnest Du aus, indem Du die Grundfläche mit der Einfüllhöhe multiplizierst.

Nimm also noch einmal den Zollstock zur Hand und messe das Innenmaß von Deinem Sandkasten aus. Wenn Du nun die Länge mit der Breite multiplizierst, hast Du die Grundfläche. Diesen Wert multiplizierst Du dann mit der Höhe, in der der Sandkasten mit Sand befüllt werden soll.

Ein Beispiel: Angenommen, Du hast einen quadratischen Sandkasten mit 160 cm langen Innenseiten gebaut. Und der Sandkasten soll 25 cm tief mit Sand befüllt werden. Also rechnest Du:

1,6 m x 1,6 m x 0,25 m = 0,64 m3

Bestellst Du den Sand beim Baustoffhändler, wirst Du die Menge auf- oder abrunden müssen. Möchtest Du den Sand nicht lose, sondern abgepackt in Säcken kaufen, bringt Dich das Volumen aber nicht weiter. Stattdessen brauchst Du dann das Gewicht.

Einen einheitlichen Richtwert gibt es bei Sand nicht, denn das Gewicht hängt von der Beschaffenheit ab. Bei trockenem Sand, so wie er für Sandkästen in Säcken abgepackt ist, kannst Du aber von etwa 1,8 Tonnen pro Kubikmeter ausgehen. Folglich musst Du Dein Volumen mit diesem Gewicht multiplizieren.

Mit dem Beispiel oben rechnest Du somit: 1,8 t x 0,64 m3 = 1,152 t = 1.152 kg

Spielsand ist meist in Säcken zu 25 kg abgepackt. Für unseren Beispiel-Sandkasten würde das bedeuten, dass Du 1.152 kg : 25 kg = rund 46 Säcke Sand besorgen musst. Das ist ganz schön viel. Besorgst Du den Sand lose beim Baustoffhändler, dürftest Du deutlich billiger davonkommen.

Über admin 6 Artikel
Autor: Ömer Bekar