Bauanleitung Hundehütte: Ein einfacher Bauplan

Aktualisiert am von Ömer Bekar

Infos zu Bauanleitung Hundehütte
Mit unserer Bauanleitung kannst Du in wenigen Schritten eine kuschelige Hundehütte für Deinen Vierbeiner bauen.

Auch wenn Dein Hund sehr aktiv ist und großen Spaß daran hat, draußen herumzutoben, mit Dir spazieren zu gehen und zu spielen, braucht er einen gemütlichen Liegeplatz. Zwar darf er vielleicht zusammen mit Dir auf die Couch. Doch so wie Du Dein Bett zum Schlafen hast, sollte auch Dein Hund einen Ort haben, an den er sich zurückziehen und bequem schlafen kann. Ein Hundehaus ist für diesen Zweck genau richtig. Und wie Du eine individuelle Hundehütte ganz speziell für Deinen vierbeinigen Freund anfertigen kannst, erfährst Du in dieser Bauanleitung.

Wenn Du Dich im Internet, in Zeitschriften und in Zoohandlungen umschaust, wirst Du viele schöne Ideen für dekorative und gemütliche Hundehütten finden. Allerdings sind die Bauanleitungen teilweise recht kompliziert oder ziemlich aufwändig. Manchmal brauchst Du spezielle Werkzeuge, damit Du die Anleitung umsetzen kannst. In anderen Fällen ist die Liste an Materialien sehr lang und das Hundehaus am Ende entsprechend teuer.

Trotzdem musst Du das Projekt nicht verwerfen oder doch eine fertige Hundehütte von der Stange kaufen. Wir zeigen Dir nämlich Schritt für Schritt, wie Du schnell, einfach und mit wenig Aufwand eine kuschelige Hundehütte selber bauen kannst.

Das Haus für Deinen Vierbeiner kannst Du sowohl in der Wohnung als auch draußen, im Garten aufstellen. Und ein paar Tipps, wie Du das DIY-Hundehaus abwandeln kannst, geben wir Dir ebenfalls mit auf den Weg.

Die richtige Größe für die Hundehütte

Zunächst einmal ist wichtig, dass Du die Hundehütte groß genug baust. Schließlich soll sich Dein Hund gerne in seine Hütte zurückziehen und es sich darin bequem machen können.

Nun gibt es Hunde aber in den verschiedensten Größen. Deshalb geben wir in unserem Bauplan keine Maße an. So musst Du nichts umrechnen, sondern kannst die Hundehütte von Anfang an mit Deinen eigenen Maßen bauen.

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Bleibt aber die Frage, wie Du die optimale Größe ermittelst. Dazu gehst Du am besten so vor:

  • Messe aus, wie groß die Fläche ist, wenn Dein Hund auf der Seite liegt und seine Beine von sich streckt. Rechne dann rundherum ein paar Zentimeter dazu. Damit hast Du das Maß für die Bodenfläche der Hundehütte.
  • Anschließend misst Du aus, wie hoch Dein Hund ist, wenn er steht. Auch hier fügst Du ein paar Zentimeter dazu. Dieser Wert entspricht der optimalen Höhe für das Hundehaus.

Das Material für die Hundehütte

Nachdem Du ermittelt hast, wie groß die Hundehütte werden soll, kannst Du das Material besorgen. Für das Hundehaus brauchst Du:

  • 4 x 4 cm starke Holzleisten
  • 18 mm starke Multiplexplatte als Bodenplatte
  • 4 Glattkantbretter, 3 cm dick und 15 bis 20 cm hoch
  • Holzschrauben
  • Holzleim
  • Farbe und Pinsel nach Wunsch

An Werkzeugen benötigst Du eine Säge, den Akkuschrauber und Schraubzwingen. Außerdem solltest Du Dir einen Bleistift und ein Maßband zurechtlegen. Wenn Deine Säge keine Winkeleinstellung hat, erleichtert Dir eine Gehrungslade den Zuschnitt. Zur Not geht es aber auch ohne.

Die Bauanleitung: Hundehütte selbst gebaut

In unserer Bauanleitung haben wir die Hundehütte offen konstruiert. So behält Dein Hund alles im Blick, wenn er in seinem Häuschen liegt. Wenn Dein Vierbeiner eine geschlossene Höhle bevorzugt, kannst Du das Dach und die Seiten natürlich auch schließen. Doch dazu später mehr. Fangen wir erst einmal an!

1. Schritt: die Vorder- und die Rückseite der Hundehütte bauen

Grafik 1 zu Hundehaus bauenFür die Vorder- und die Rückseite der Hundehütte baust Du je vier Holzleisten zu einem Gestell zusammen. Dabei verlaufen zwei Leisten gerade nach oben. Die beiden anderen Leisten ordnest Du diagonal an, so dass sie oben im rechten Winkel aufeinander treffen.

Schneide nun für die Vorderseite zuerst zwei Holzleisten zu. Diese beiden Leisten verleimst Du im 90-Grad-Winkel miteinander. Bis der Holzleim abgebunden hat, fixierst Du die Latten am besten mit einer Schraubzwinge.

Anschließend nimmst Du die beiden senkrechten Latten und richtest sie so aus, dass sie unten auf einer Höhe enden. Dann legst Du die verleimten Holzleisten auf. Nun kannst Du mit dem Bleistift übertragen, in welchem Winkel Du die senkrechten Latten abschneiden musst.

Nach dem Zuschnitt verbindest Du die senkrechten Latten und die Leisten für das Dach wieder mit Holzleim und fixierst sie mit Schraubzwingen.

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Auf die gleiche Art und Weise baust Du ein zweites Gestell, das die Rückseite der Hundehütte ergibt. Wenn Du diesen Arbeitsschritt fertig hast, ist der schwierigste Teil schon geschafft.

Übrigens: Du kannst die diagonalen Latten natürlich auch im 45-Grad-Winkel aufeinander treffen lasen. Nur musst Du dann die Enden von allen vier Holzleisten abschrägen. Setzt Du die Leisten oben stumpf aneinander, sparst Du Dir einen Zuschnitt.

2. Schritt: die Seiten miteinander verbinden

Ist der Holzleim trocken, kannst Du die Schraubzwingen entfernen. Danach verbindest Du die Vorder- und die Rückseite miteinander.

Dafür schneidest Du drei Holzleisten zu. Diese schraubst Du dann mit je zwei Schrauben dort fest, wo die Latten der Vorder- und Rückwand aufeinander treffen. Auf diese Weise entsteht das Gerüst und die Hundehütte ist allmählich zu erkennen. Gleichzeitig werden die verleimten Verbindungen durch die Schrauben zusätzlich fixiert.

Bevor Du die Schrauben eindrehst, solltest Du die Löcher aber unbedingt vorbohren. Sonst kann es passieren, dass das Holz splittert oder einreißt.

3. Schritt: das Gestell mit der Bodenplatte verschrauben

Grafik 2 zu Bauanleitung HundehütteAls nächstes stellst Du das Gerüst von der Hundehütte auf die Bodenplatte. So kannst Du kontrollieren, ob alles passt. Sollte die Bodenplatte irgendwo überstehen, sägst Du die Kante entsprechend weg. Hast Du die Multiplexplatte noch gar nicht zugesägt, kannst Du das Maß jetzt anzeichnen und den Zuschnitt erledigen.

Danach verschraubst Du das Gerüst mit der Bodenplatte. Am besten legst Du das Gerüst dafür vorsichtig auf die Seite. Dann kannst Du die Bodenplatte bequem von unten befestigen. Denke aber auch hier wieder daran, die Löcher vorzubohren.

4. Schritt: die Bretter einsetzen

Jetzt fehlen noch die Bretter. Sie verleihen der Hundehütte zusätzliche Stabilität. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass später das Polster nicht herausrutschen kann. Außerdem bieten sie Deinem Hund etwas Schutz.

Die drei Glattkantbretter sägst Du so zu, dass Du sie an den Seiten und an der Rückwand zwischen die senkrechten Streben einsetzen kannst. Anschließend verschraubst Du die Bretter mit den senkrechten Streben. Wenn Du möchtest, kannst Du sie zusätzlich auch von unten mit der Bodenplatte verschrauben.

5. Schritt: die Hundehütte lackieren

Die Bauarbeiten für die Hundehütte sind abgeschlossen. Nun ist der optische Feinschliff an der Reihe. Dafür kannst Du das Hundehaus in einer schönen Farbe streichen.

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Möchtest Du die Hundehütte draußen verwenden, solltest Du auf jeden Fall einen wetterfesten Lack nehmen, der das Holz versiegelt und vor der Witterung schützt. Bleibt die Hundehütte in der Wohnung, muss es nicht unbedingt ein Wetterschutzlack sein. Doch auch hier solltest Du zu einer Farbe greifen, die es ermöglicht, die Hundehütte ab und zu feucht auszuwischen.

Achte außerdem darauf, dass die Farbe keine bedenklichen Schadstoffe enthält. Eine Holzfarbe, die für Kinderspielzeug zugelassen ist, ist eine gute Wahl. Sollte Dein Hund mal an den Hölzern herumkauen, musst Du so keine Bedenken haben.

6. Schritt: die Hundehütte einrichten

Wenn die Farbe trocken ist, kannst Du die Hundehütte an ihren Platz stellen. Lege dann eine dicke Kuscheldecke, ein Hundekissen, ein Lammfell oder ein anderes Polster in die Hütte. Kommt dann noch das Lieblingsspielzeug Deines Vierbeiners dazu, wird er die Hütte bestimmt schnell annehmen.

Wenn Du möchtest, kannst Du eine Lichterkette um die obere Holzleiste wickeln. Sie spendet ein warmes, sanftes Licht und macht den neuen Liegeplatz noch gemütlicher.

Damit ist die selbstgebaute Hundehütte fertig!

Ein paar Anregungen, wie Du die Hundehütte abwandeln kannst

Unsere Bauanleitung lässt die Hundehütte offen. Dadurch hat Dein Hund einen freien Blick und kann die Umgebung jederzeit beobachten. Allerdings gibt es Tiere, die lieber in geschlossenen Boxen liegen.

Gehört Dein Hund dazu, kannst Du die Seiten und das Dach zum Beispiel mit Stoff schließen. Auch Lkw-Plane oder ein Duschvorhang eignen sich gut. Dadurch wird die Hundehütte gleichzeitig wetterfest. Genauso kannst Du die Seiten aber natürlich auch mit Holzbrettern verschalen und das Dach mit Dachpappe decken.

Ist die Hundehütte für den Garten gedacht, ist eine isolierte Bodenplatte besser. Dafür kannst Du eine Styroporplatte zuschneiden und auf die Multiplexplatte legen. Darüber befestigst Du eine zweite, dünne Holzplatte als Liegefläche. So ist die Hundehütte von unten isoliert und weder Feuchtigkeit noch Kälte schlagen auf die Liegefläche durch.

Um die Unterseite der Bodenplatte zu schützen, kannst Du eine Folie unter die Hundehütte legen oder Holzbalken als Füße anschrauben. Eine andere Möglichkeit ist, dass Du die Hütte auf eine Europalette stellst. Ist die Palette größer als das Hundehaus, kannst Du eine durchgehende Platte auf die freie Fläche schrauben. So hat Dein Hund eine Hütte mit Veranda.