Nudeln sind bei Kindern wie bei Erwachsenen gleichermaßen beliebt, unabhängig davon, ob die Nudeln als Hauptgericht mit einer Sauce, als Beilage anstelle von Kartoffeln oder Reis oder als Einlage in einer Suppe verwendet werden. Dabei gibt es Nudeln in den unterschiedlichsten Formen, beispielsweise als lange, kurze, schmale oder breite Nudeln, in Form von Spiralen, Schleifen, Hörnchen oder kleinen Röhrchen, als Blätter für Lasagne oder gefüllt als Ravioli und Tortellini. Zudem gibt es Nudeln mit und ohne Ei, aus Mehl und Grieß, rot, grün und schwarz eingefärbt oder auch als Vollkornnudeln.

Trotz dieser großen Auswahl kann es sich jedoch lohnen, seine Nudeln selber zu machen. Dies ist deutlich einfacher als vielfach gedacht und geschmacklich schlagen selbstgemachte Nudeln die meisten gekauften Nudeln um Längen. Wer Nudeln selber machen möchte, kann unterschiedliche Rezepte verwenden. Grundsätzlich gilt aber immer, dass die verwendeten Zutaten Raumtemperatur haben sollten. Eine Nudelmaschine hingegen ist nicht unbedingt erforderlich. Sie macht es zwar einfacher, den Teig gleichmäßig auszurollen und zu schneiden, mit einem einfachen Nudelholz und einem Messer oder einem Pizzaschneider funktioniert die Nudelherstellung aber genauso gut. Im Folgenden werden nun drei Rezepte für Nudeln zum Selbermachen vorgestellt. Die angegeben Mengen reichen dabei jeweils für etwa 4 Portionen.

1. Rezept: Nudelteig ganz klassisch

Für einen einfachen Nudelteig in klassischer Zubereitung werden verwendet:

  • 400g Mehl
  • 4 Eier
  • Salz
  • etwas Wasser oder Öl bei Bedarf

Zuerst werden das Mehl, die Eier und eine ordentliche Prise Salz grob miteinander vermischt. Dann wird der Teig solange kräftig geknetet, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entstanden ist, der nicht mehr klebt. Dies dauert gute zehn Minuten lang und ist eigentlich auch der anstrengendste Teil der Nudelherstellung. Sollte der Teig zu hart und krümelig sein, kann etwas Wasser hinzugefügt werden. Einige Köche verwenden anstelle von Wasser lieber Öl, weil der Teig durch das Öl geschmeidiger wird. Wenn der Teig fertig geknetet ist, wird er abgedeckt und sollte etwa eine halbe Stunde lang bei Zimmertemperatur ruhen. Dann wird der Teig dünn ausgerollt. Für Nudeln sollte der Teig dabei möglichst dünn ausgerollt werden, für gefüllte Nudelgerichte wie Ravioli oder Tortellini wird er 1 bis 2mm dick ausgerollt. Anschließend wird der Teig wie gewünscht verarbeitet und schließlich in reichlich Salzwasser gegart. Die Kochzeit hängt davon ab, wie die Nudeln geformt sind, wie dick der Teig ist und wie bissfest die Nudeln sein sollen. Insgesamt ist die Kochzeit bei frischen Nudeln aber sehr viel kürzer als bei gekauften, getrockneten Nudeln.

 

2. Rezept: Nudelteig mit Mehl und Grieß

Für dieses Rezept werden benötigt:

  • 300g Mehl
  • 200g Grieß
  • 3 Eier
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Salz

In einer Schüssel werden zuerst die Eier mit dem Öl und dem Salz verrührt. Anschließend werden das Mehl und der Grieß miteinander vermischt und ebenfalls in die Schüssel gefüllt. Nun werden die Zutaten erst in der Schüssel gut miteinander vermengt und anschließend auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem glatten, geschmeidigen Teig verknetet. Wenn der Teig abgedeckt kurz geruht hat, wird er dünn ausgerollt, zu der gewünschten Nudelsorte weiterverarbeitet und anschließend in reichlich Salzwasser gekocht.

 

3. Rezept: Nudelteig ohne Ei

Wer Nudeln ohne Ei zubereiten möchte, benötigt dafür:

  • 250g Mehl
  • 150g Grieß
  • 4 Esslöffel Öl
  • 1 Teelöffel Salz
  • etwa 150ml Wasser

Für den Nudelteig werden das Mehl, der Grieß und das Salz miteinander vermischt und auf die Arbeitsfläche gegeben. Dann wird eine Mulde hineingedrückt und in die Mulde werden das Öl und etwa ¾ des Wassers gegossen. Dann werden die Zutaten kräftig miteinander verknetet, bis ein glatter Teig entstanden ist, der nicht mehr klebt. Wenn der Teig zu hart und zu krümelig ist, wird schluckweise das restliche Wasser hinzugefügt. Insgesamt darf der Teig aber nicht zu weich werden. Der fertige Nudelteig wird nun in Frischhaltefolie eingewickelt und muss bei Zimmertemperatur 15 Minuten lang ruhen. Dann wird der Teig dünn ausgerollt und wie gewünscht verarbeitet. Vor dem Kochen sollten die Nudeln dann noch einmal 15 Minuten lang ruhen, anschließend werden sie in Salzwasser gegart. Sollen die Nudeln nicht gleich gekocht werden, können sie auch auf einem Geschirrtuch ausgebreitet und getrocknet werden.

https://www.youtube.com/watch?v=0wK5ZmxJc1E

Und hier noch ein Rezept für rot eingefärbte Nudeln.

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Thema: Nudeln selber machen