Kartoffelpüree wird, je nach Region, auch als Kartoffelbrei, Kartoffelmus oder Kartoffelstampf bezeichnet. Auch wenn es teilweise zwar kleinere Unterschiede im Hinblick auf die Zubereitung und die verwendeten Zutaten gibt, so ist Kartoffelpüree grundsätzlich ein Brei aus gekochten und zerstampften Kartoffeln, die mit Milch und vielfach Sahne und Butter cremig gerührt sind. Kartoffelpüree wird in erster Linie als Beilage gegessen, bildet aber auch die Grundlage für einige andere Gerichte wie beispielsweise Kroketten.

Im Handel wird Kartoffelpüree als industriell hergestelltes Fertigprodukt angeboten. Dabei handelt es sich um ein Pulver, das mit Wasser und je nach Hersteller auch etwas Milch und Butter angerührt wird. Dass viele Kartoffelpüree aus der Tüte verwenden, erklärt sich vermutlich in der erhofften Zeitersparnis. Hinzu kommt, dass viele befürchten, es wäre recht schwierig und aufwändig, ein leckeres und lockeres Kartoffelpüree zuzubereiten. Diese Befürchtungen sind jedoch letztlich unbegründet, denn es dauert nicht lange und ist auch nicht sehr kompliziert, Kartoffelpüree zuzubereiten. Zudem kann Kartoffelpüree aus der Tüte geschmacklich keineswegs mit selbstgemachtem Kartoffelpüree mithalten. Es lohnt sich also wirklich, Kartoffelpüree selbst herzustellen und wie es geht, erklärt das folgende Rezept.

Kartoffelpüree selber machen – die Zutaten

Für etwa vier Portionen werden benötigt:

  • 1kg Kartoffeln
  • 150ml Milch
  • 100ml Schlagsahne
  • 50g Butter
  • Salz

 

Kartoffelpüree selber machen – die Zubereitung

1.) Zuerst werden die Kartoffeln geschält. Kleine Kartoffeln können im Ganzen gelassen werden, größere Kartoffeln werden halbiert oder geviertelt. Wichtig ist, dass die Kartoffeln oder die Kartoffelstücke ungefähr die gleiche Größe haben, damit sie später alle zur gleichen Zeit gar sind. Nun werden die Kartoffeln in einen Topf gegeben. In den Topf wird nun soviel warmes Wasser hinzugefügt, dass die Kartoffeln abgedeckt sind. Hinzu kommt eine ordentliche Prise Salz und dann werden die Kartoffeln etwa 20 Minuten lang gekocht, bis sie weich sind.

2.) Während die Kartoffeln kochen, wird ein zweiter Topf aufgesetzt. In diesen Topf werden die Milch und die Schlagsahne gegeben und einmal aufgekocht. Dann wird der Topf vom Herd genommen und die Butter wird zusammen mit einer Prise Salz in die Sahnemilch gegeben. Durch die Wärme schmilzt die Butter von alleine.

3.) Wenn die Kartoffeln weich sind, wird das Kochwasser abgeschüttet. Nun werden die Kartoffeln portionsweise in eine Kartoffelpresse gegeben und in die Sahne-Milch-Buttermischung gepresst. Wer keine Kartoffelpresse hat, kann die Kartoffeln auch mit einem Kartoffelstampfer zerstampfen.

4.) Nun muss das Kartoffelpüree nur noch cremig gerührt werden. Dies kann mit einem Kochlöffel oder einem Schneebesen erfolgen, wer möchte, kann auch das Handrührgerät verwenden. Ein Pürierstab ist allerdings ungeeignet, denn durch die schnellen Bewegungen tritt die Stärke aus den Kartoffeln aus und der Kartoffelbrei wird zäh und schleimig. Das aufgerührte Kartoffelpüree kann nun noch einmal mit Salz und eventuell etwas Muskat abgeschmeckt werden, danach wird es möglichst heiß serviert.

5.) Wer das Kartoffelpüree geschmacklich variieren möchte, kann beispielsweise etwas kleingeschnittenen Schnittluch, etwas Knoblauch, getrocknete Tomaten, Pilze oder Kräuter und Gewürze einarbeiten. Zudem kann das Kartoffelpüree mit gerösteten Zwiebeln oder in Butter gerösteten Semmelbröseln serviert werden. Sollte Kartoffelpüree übrig bleiben, kann es am nächsten Tag, ähnlich wie Kartoffelpuffer, in der Pfanne gebraten werden. Möglich ist außerdem auch, das Püree mit etwas Käse und gekochten Gemüsestücken zu vermischen, zu panieren und als Kartoffeltaler zu servieren.

Und hier noch eine Videoanleitung für selbstgemachtes Kartoffelpüree.

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Thema: Kartoffelpüree selber machen