Zu einer Hochzeit gehört eine Hochzeitstorte unbedingt dazu. Dabei handelt es sich bei Hochzeitstorten vielfach um regelrechte Kunstwerke, die so manches Mal fast zu schade sind, um sie anzuschneiden. Sehr häufig werden Hochzeitstorten mehrstöckig angefertigt, wobei die Torten sowohl klassisch rund als auch eckig oder herzförmig sein können. Rund um die Hochzeitstorte ranken sich dabei viele Bräuche und Mythen. So gilt das gemeinsame Anschneiden der Torte als Symbol für die erste gemeinsame Handlung als Eheleute. Dem Brauch nach wird dabei derjenige, dessen Hand oben liegt, auch in der Ehe die führende Rolle haben.

Zudem besagt die Legende, dass Bräute besser keine Hochzeitstorten selber machen sollten, denn wenn sie schon für die Hochzeit kochen und backen, werden sie auch während des Ehelebens immer arbeiten müssen. Dennoch muss eine Hochzeitstorte natürlich nicht gekauft werden, sondern kann auch ein ganz besonderes und sehr persönliches Geschenk an das Brautpaar sein. Dabei nimmt das Selbermachen einer Hochzeitstorte zwar einige Zeit in Anspruch, aber meisterliche Konditorkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich, wie das folgende Rezept für eine dreistöckige Hochzeitstorte zum Selbermachen beweist.

Eine dreistöckige Hochzeitstorte zum Selbermachen – die Zutaten:

  • 3 Packungen Wiener Tortenboden (mit jeweils 3 Böden pro Packung)
  • 2 Päckchen Puddingpulver Vanille
  • 1 Liter Milch
  • 1 Liter frische Schlagsahne
  • 100 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 1 kleines Glas Erdbeermarmelade
  • verschiedene Elemente zum Verzieren der Torte, beispielsweise Schokoladenherzen, Zuckerblüten, Marzipanrosen, Zuckerperlen, ein Brautpaar als Figur usw.; möglich sind aber auch Nüsse, Krokant oder Kokosraspel

 

So wird die Hochzeitstorte gemacht:

1.) Als erstes wird der Pudding gekocht, der später der Hauptbestandteil der Creme wird, aber für die weitere Verarbeitung ausgekühlt sein muss. Für den Pudding werden von dem Liter Milch sechs Esslöffel Milch abgenommen. Diese sechs Esslöffel Milch werden dann mit dem Zucker und dem Puddingpulver sorgfältig glattgerührt. In einem Topf wird die übrige Milch nun zum Kochen gebracht. In die kochende Milch wird anschließend das angerührte Puddingpulver eingerührt. Nachdem der Pudding einmal aufgekocht hat, wird er in eine Schüssel umgefüllt und zum Abkühlen kaltgestellt. Damit sich keine Haut auf dem Pudding bildet, wird er mit Frischhaltefolie abgedeckt.

2.) Während der Pudding auskühlt, werden die Tortenböden vorbereitet. Da jede Packung drei Tortenböden enthält, sind insgesamt neun Tortenböden vorhanden. Drei der Tortenböden bleiben so wie sie sind. Die anderen Tortenböden werden rundherum abgeschnitten, damit sich später eine dreistöckige Torte ergibt. Als Schablonen können übrigens entsprechend große Teller oder Schüsseln verwendet werden. Drei der Böden werden rundherum so abgeschnitten, dass sie etwa 3cm kleiner sind als die ursprüngliche Größe. Die drei letzten Tortenböden werden rundherum noch einmal um weitere 3cm verkleinert.

3.) Nun wird die Schlagsahne zusammen mit dem Sahnesteif und dem Vanillezucker steifgeschlagen. Fünf Esslöffel der Sahne werden dann vorsichtig unter den kalten Pudding gehoben.

4.) Jetzt wird die Hochzeitstorte zusammengesetzt. Dazu wird einer der drei großen Böden auf eine Tortenplatte gestellt. Dieser Boden werden nun zuerst mit einer sehr dünnen Schicht Erdbeermarmelade und anschließend mit einer Schicht der Puddingcreme bestrichen. Auf diesen Boden wird dann der zweite große Boden gesetzt und wieder mit Erdbeermarmelade und Puddingcreme versehen. Dann folgt der letzte große Boden, danach die drei mittleren Böden und zum Schluss die drei kleinen Böden. Zwischen den Böden wird dabei immer erst etwas Erdbeermarmelade und darauf etwas Puddingcreme verteilt.

5.) Die fertig zusammengesetzte Torte wird nun rundherum mit der Sahne verkleidet. Um die Sahne glattzustreichen, eignet sich eine Palette am besten. Wer keine Palette hat, kann aber auch auf einen Tortenheber oder ein breites Messer zurückgreifen.

6.) Die eigentliche Torte ist damit fertig und wird jetzt, wie es sich für eine Hochzeitstorte gehört, verziert. Bei der Verzierung sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt und mit Nüssen, Kokosraspeln, Krokant oder Schokostreuseln kann genauso gearbeitet werden wie mit beispielsweise Zuckerblumen, Zuckerperlen, frischen Erdbeeren, Schokoladenherzen oder Rosen und Figuren aus Marzipan. Letztere können übrigens auch selbst geformt werden. Dafür werden 200g Marzipanrohmasse mit 100g Puderzucker verknetet, nach Wunsch mit Lebensmittelfarbe eingefärbt und geformt. Die geformten Blumen und Figuren müssen dann etwa eine Stunde lang trocknen und können anschließend auf die Torte gesetzt werden.

Und ganz viele Ideen und Anregungen, wie die Hochzeitstorte dekoriert werden kann, gibt es hier.

Thema: Hochzeitstorten selber machen