Die Technik, Wände und auch andere Gegenstände wie beispielsweise Möbel oder Textilien mit Schablonenmalereien zu verzieren, ist keineswegs neu. Schon vor langer Zeit wurden Malermeister und deren Gesellen damit beauftragt, kunstvolle Ornamente und Muster mithilfe von Schablonen auf die Wände zu bringen. Einige Zeit lang schien diese Handwerkskunst dann etwas in Vergessenheit geraten zu sein, bis sie vor einigen Jahren eine echte Renaissance erlebte. Heute werden Schablonen in verschiedenen Größen und Formen und mit den unterschiedlichsten Motiven und Mustern angeboten.

Bei einigen Anbieter ist es außerdem möglich, Schablonen nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen in Auftrag zu geben. Dazu können eigene Bilder, Motive, Namen oder Sprüche eingereicht werden, die dann weiterverarbeitet als gebrauchsfertige Schablone nach Hause geliefert werden. Aber genauso ist es möglich, seine Wandschablonen selber zu machen. Dies ist nicht sonderlich schwer und sicherlich auch kostengünstiger, als Schablonen nach den eigenen Wünschen anfertigen zu lassen.

Wandschablonen selber machen – die benötigten Materialien:

  • Um Wandschablonen selbst anzufertigen, werden lediglich drei Dinge benötigt, nämlich
  • das Trägermaterial für die Schablone,
  • ein Schneidwerkzeug und
  • ein Motiv.

Als Trägermaterial kommen unterschiedliche Materialien in Frage. Die kostengünstigste Möglichkeit wäre normaler Pappkarton. Der Nachteil von Pappkarton ist allerdings, dass dieser recht schnell durchweicht und sich nicht reinigen lässt. Daher kann die Schablone nur wenige Male verwendet werden. Hinzu kommt, dass es vor allem bei dickerem Pappkarton schwierig ist, die Innenflächen sauber auszuschneiden, ohne dass die Kanten ausfransen oder es zu Knicken kommt. Besser geeignet ist festere, stabile Folie. Diese ist zwar teuer als Pappkarton, lässt sich aber sehr viel einfacher zuschneiden und da Folie abgewischt werden kann, ist die Schablone problemlos mehrfach verwendbar. Daneben besteht die Möglichkeit, eine laminierte Schablone anzufertigen. Dabei wird das Motiv auf normales Papier ausgedruckt oder aufgemalt und das Papier anschließend laminiert. Auch laminierte Schablonen lassen sich leicht reinigen und können mehrfach verwendet werden.

Als Schneidwerkzeug sind ein Teppichmesser oder ein Skalpell am besten geeignet. Sie schneiden sowohl Pappkarton als auch Folie und laminiertes Papier und ermöglichen saubere Schnitte auch in den Ecken. Alternativ kann auch eine Schere verwendet werden, allerdings kann das Schneiden von dickerem Karton mit einer Schere recht mühsam werden und auch das saubere Ausschneiden von Ecken kann schwierig sein.

Welches Motiv verwendet wird, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. Fotos oder andere bunte Bilder müssen jedoch zuerst schablonentauglich bearbeitet werden, indem sie in Schwarz-Weiß-Graphiken mit scharfen Kontrasten umgewandelt werden. Zudem sind Motive mit vielen kleinen Details für den Zuschnitt von Hand nur bedingt geeignet.

 

Wandschablonen selber machen – so geht‘s:

Das Anfertigen von Wandschablonen ist im Grunde genommen in zwei Arbeitsschritten erledigt:

1.) Das Motiv auf das Trägermaterial übertragen. Wie das Motiv auf das Trägermaterial übertragen wird, hängt davon ab, um welches Trägermaterial es sich handelt. Wird Papier verwendet, das anschließend laminiert wird, kann das Motiv direkt auf das Papier gedruckt oder natürlich auch von Hand aufgezeichnet werden. Gleiches gilt, wenn die Schablone aus einer bedruckbaren Folie angefertigt wird. Wird Pappkarton für die Schablone verwendet, wird das Motiv entweder von Hand auf den Pappkarton gemalt oder das Motiv auf Papier aufgedruckt und das Papier anschließend auf den Pappkarton geklebt. Bei einer Folie, die nicht bedruckt werden kann, wird das Motiv ebenfalls auf Papier ausgedruckt. Das Papier wird anschließend unter die Folie gelegt und das Motiv mit einem wischfesten Stift nachgezeichnet.

2.) Die Innenflächen des Motivs ausschneiden. Ist das Motiv auf das Trägermaterial übertragen, werden die Innenflächen des Motivs sorgfältig ausgeschnitten. Alle die Flächen, die herausgeschnitten werden, sind später die Flächen, die auf der Wand zu sehen sind. Wichtig ist daher, möglichst exakt zu arbeiten. Werden beispielsweise die Ecken nicht sauber ausgeschnitten oder wird versehentlich über die jeweiligen Linien hinausgeschnitten, führt dies zu unsauberen, ausgefransten Konturen. Sind alle Innenflächen ordentlich ausgeschnitten, ist die selbstgemachte Wandschablone auch schon fertig.

 

Wandschablonen selber machen

 

Um das Motiv nun auf die Wand zu übertragen, wird die Wandschablone an der gewünschten Stelle angelegt und mit etwas Malerkrepp befestigt. Durch das Befestigen sind beide Hände frei und die Schablone kann nicht verrutschen. Nun wird wenig Farbe mit einem Pinsel oder einem Schwamm aufgenommen und die Innenflächen werden vorsichtig mit Farbe ausgetupft. Dabei wird das Malwerkzeug immer gerade in die Flächen getupft, damit möglichst keine Farbe unter die Schablone gelangt. Sind alle Innenflächen ausgefüllt, wird die Wandschablone wieder entfernt.

Und hier noch ein Video, das zeigt, wie Schablonen richtig ausgemalt werden.

Thema: Wandschablonen selber machen