Ein Mosaik ist ein Bild oder ein Muster, das sich, ähnlich wie ein Puzzle, aus vielen kleinen Einzelteilen zusammensetzt. Dabei kann es sich bei diesen Einzelteilen um Stücke aus Stein, Glas, Keramik, Porzellan, Holz, Metall oder auch Stoff und Papier handeln und die Einzelteile können sowohl verschiedene Farben als auch unterschiedliche Formen haben. Die Technik, kunstvolle Mosaike zu legen, ist schon seit dem Altertum bekannt und bis heute als Gestaltungs- und Dekorationsmöglichkeit überaus beliebt. So gibt es Mosaike in vielen unterschiedlichen Varianten, angefangen bei Wand- und Bodenbelägen über Gartenmöbel und Esstische bis hin zu Accessoires wie Bilderrahmen, Tabletts oder Blumentöpfen.

Es ist aber nicht unbedingt notwendig, fertige Mosaikarbeiten zu kaufen. Da die Technik an sich nicht allzu schwierig ist und sich auch der Materialaufwand in Grenzen hält, ist es durchaus möglich, Mosaike selber zu machen. Auf diese Weise können dann einfache Gegenstände zu ganz besonderen, kunstvollen Highlights werden. Gleichzeitig eignet sich die Technik aber auch hervorragend dazu, um abgenutzte oder nicht mehr ganz so schöne Gegenstände in neuem Glanz erstrahlen zu lassen und Materialien wie altes Geschirr, kaputte Spiegel oder Fliesenreste dekorativ weiterzuverarbeiten. Die folgende Anleitung erklärt nun, wie Mosaike angefertigt werden.

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Mosaike selber machen – das wird benötigt:

  • Mosaiksteinchen, Fliesen, Porzellan- oder Keramikgeschirr, Glas, Steine oder auch Muscheln
  • Mosaik-, Montage- oder Alleskleber
  • Fugenmasse und Schwamm
  • Schleifpapier, Grundierfarbe und Pinsel, Kreppklebeband, Hammer und PVAC-Kleber je nach Mosaikarbeit

 

Mosaike selber machen – so geht’s:

1. Den Untergrund vorbereiten

Ob und in welcher Form der Untergrund vorbereitet werden muss, hängt davon ab, worauf das Mosaik gelegt werden soll. Soll die Mosaikarbeit beispielsweise auf einer Tischplatte aus Holz, einem Tablett oder einem Bilderrahmen angefertigt werden, wird der Untergrund angeschliffen und meist mit weißer Farbe grundiert. Sollen empfindliche Materialien oder Gegenstände wie Tontöpfe und Pflanzkübel, die draußen stehen und durch Frost springen könnten, mit Mosaiken verziert werden, ist es sinnvoll, die Gegenstände zuerst zu versiegeln. Dazu wird PVAC-Kleber im Verhältnis 1:1 mit Wasser vermischt und sowohl auf der Innen- als auch auf der Außenseite aufgetragen.

 

2. Die Mosaiksteinchen vorbereiten und das Muster entwerfen

Im Handel gibt es fertige Mosaiksteinchen in unterschiedlichen Farben und Formen fertig zu kaufen. Möglich ist aber auch, die Mosaiksteinchen selbst herzustellen. Dabei können die Steinchen aus beispielsweise einfachen Fliesen, altem Geschirr oder einem kaputten Spiegel angefertigt werden. Dazu werden die jeweiligen Materialien in einen Sack oder eine alte Kissenhülle gegeben und mit einem Hammer zerschlagen. Der Sack hat dabei zwei Funktionen. Zum einen verhindert er, dass es zu Verletzungen durch herumfliegende Splitter kommen kann, zum anderen befinden sich die Stückchen alle in dem Sack und müssen nicht erst mühsam wieder zusammengesammelt werden. Eine andere Möglichkeit ist, die Materialien mit einer Zange auseinanderzubrechen, was vor allem dann Sinn macht, wenn die Steinchen in bestimmten Größen oder Formen benötigt werden. Als weitere Materialien für ein Mosaik eignen sich aber auch kleine Steine oder Muscheln.

Bevor das eigentliche Mosaik gelegt wird, ist es ratsam, zunächst ein Muster zu entwerfen. Dazu werden die Mosaiksteinchen auf einer Fläche ausgelegt und solange hin- und hergeschoben, bis das Muster den Vorstellungen entspricht. Es muss aber nicht unbedingt die gesamte Fläche ausgelegt werden, es reicht aus, nur ein kleines Stück auszuprobieren, um die Wirkung zu testen.

 

3. Das Mosaik legen

Sind alle Vorbereitungen abgeschlossen, kann die eigentliche Mosaikarbeit beginnen. Dazu wird jeweils eine kleine Fläche mit Klebstoff versehen und darauf werden die Mosaiksteinchen angeordnet. Als Klebstoff wird, passend zum jeweiligen Untergrund, Mosaik-, Montage- oder Alleskleber verwendet. Ob das Mosaik von der Mitte der Fläche zu den Rändern hin oder vom Rand aus in Richtung Mitte gelegt wird, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen, hängt aber auch ein wenig vom gewünschten Muster ab. Die Fläche wird nun nach und nach mit den Mosaiksteinchen beklebt und sollte anschließend einen Tag lang trocknen, damit der Kleber richtig abbinden kann.

 

Mosaike selber machen

 

4. Das Mosaik verfugen

Ist der Kleber durchgetrocknet, wird das Mosaik verfugt. Dazu wird die Fugenmasse wie auf der Verpackung angegeben angerührt. Fugenmasse gibt es im Baumarkt und im Hobbybedarf in unterschiedlichen Farben und auch in kleinen Mengen. Die angerührte Fugenmasse wird großzügig über die gesamte Fläche verteilt. Dann wird die überschüssige Fugenmasse zuerst mit einem feuchten Schwamm wieder abgenommen und die gesamte Fläche anschließend noch einmal mit einem nassen Schwamm gereinigt. Damit ist das selbstgemachte Mosaik fertig.

Und hier das Ganze noch einmal als Video.

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