Bei Pop Art handelt es sich um eine Kunstrichtung, die Mitte der 1950er-Jahre unabhängig voneinander in den USA und in England aufgekommen ist. In den 1960er-Jahren gehörte die Pop Art zu den bedeutsamsten künstlerischen Ausdrucksformen in Nordamerika und in Europa. Charakteristisch für die Pop Art ist die reine, klar definierbare und fotorealistische Darstellung der Motive, die meist aus dem Alltag, der Werbung, den Massenmedien oder der Kosumwelt stammen. Die Motive werden häufig großformatig und ähnlich wie Plakate ohne Tiefe, dafür aber in klaren Farben dargestellt.

Viele Künstler arbeiten dabei ausschließlich mit Primärfarben sowie Weiß und Schwarz, wobei schwarze Farbe oft auch zur Umrandung der Motive verwendet wird. Insgesamt verknüpft Pop Art Kunst und Realität miteinander, was bedeutet, dass banale Alltagsgegenstände realistisch, aber gleichzeitig kunstvoll und teils verfremdet dargestellt werden. Einige Beispiele für Klassiker aus dem Bereich Pop Art sind hier zu sehen:

Viele dieser Klassiker sind natürlich auch als Kunstdrucke und Poster erhältlich, aber es ist auch möglich, Pop Art selber zu machen. Wie dies auch weniger geübten Hobby-Künstlern gelingt, erklärt die folgende Anleitung.

Pop Art selber machen – das wird benötigt:

  • Motiv, beispielsweise aus einem Buch, einer Zeitschrift, dem Internet, in Form eines Fotos oder selbst entworfen
  • Kohlepapier
  • Malblock oder Leinwand als Malgrund
  • Bleistift
  • Acrylfarben und Pinsel

 

Pop Art selber machen – so geht‘s:

1.) Zuerst wird eine Schwarz-Weiß-Kopie von dem ausgewählten Motiv angefertigt. Dabei wird die Vorlage gleichzeitig auch vergrößert, so dass die Kopie das Motiv in der Größe zeigt, in der es auch auf dem Malgrund zu sehen sein wird. Welches Motiv ausgesucht wird, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen, für ein Pop Art-Bild sind aber eher einfache, klare definierte Gegenstände aus dem Alltag am besten geeignet.

2.) Nun wird das Motiv auf den Malgrund übertragen. Dazu wird erst das Kohlepapier auf den Malblock oder die Leinwand gelegt und darauf dann die Kopie positioniert. Nun wird das Motiv mit einem Bleistift nachgezeichnet. Anschließend können die Kopie und das Kohlepapier entfernt werden. Eine andere Variante, um Motive zu übertragen, ist die Rastermethode. Hierbei werden die Vorlage und der Malgrund in Quadrate aufgeteilt. Nach und nach werden die Quadrate der Vorlage dann auf den Malgrund übertragen. Da es sich bei Pop Art-Motiven aber um eher einfache Motive handelt, ist das Kopieren mittels Kohlepapier die schnellere und einfachere Lösung.

3.) Jetzt wird das übertragene Motiv gestaltet. Dazu werden zunächst die Konturen mit schwarzer Farbe nachgezeichnet und die Innenflächen anschließend in klaren Farben ausgemalt. Dabei kann das Bild bunt gestaltet werden, möglich ist aber auch, das gesamte Bild in nur einer Farbe in unterschiedlichen Farbabstufungen auszumalen. Diese Vorgehensweise erinnert zugegebenermaßen ein wenig an das Ausmalen von Bildern in Malbüchern für Kinder, aber sie erweist sich als äußerst effektiv, wenn es darum geht, Pop Art selber zu machen.

4.) Besonders schön sieht es aus, wenn nicht nur ein Bild, sondern mehrere Bilder gestaltet werden. Dazu wird das gleiche Motiv in der gleichen Form auf mehrere Malgründe übertragen. Anschließend wird jedes Motiv anders ausgemalt. Dabei können die gleichen Farben verwendet, aber auf dem Bild unterschiedlich angeordnet werden. Alternativ ist möglich, jedes Bild in nur einer Farbe in unterschiedlichen Farbtönen auszumalen, beispielsweise ein Bild in Blau-, eines in Rot-, eines in Grün- und eines in Gelbtönen. Eine dritte Möglichkeit wäre, die Bilder alle identisch, aber mit verschiedenen Farbarten auszumalen, neben Acrylfarben beispielsweise mit Kreide, Filzstiften und Buntstiften. Die Bilder können anschließend nebeneinander, übereinander oder zu einer Gesamtfläche angeordnet werden.

Thema: Pop Art selber machen