Eine Collage ist ein Bild, das sich aus unterschiedlichen Materialien zusammensetzt. Das bedeutet, das Bild wird nicht nur mit Farben gemalt, sondern es werden verschiedenste andere Materialien integriert. Diese Materialien werden auf den Malgrund aufgeklebt und entweder in ihrer ursprünglichen Form belassen oder übermalt, so dass sie ganz oder anteilig mit Farbe bedeckt sind. Bei der Gestaltung von Collagen sind der Phantasie und Kreativität keine Grenzen gesetzt und es gibt kaum einen Gegenstand, der sich nicht auch für eine Collage eignen würde. Vor allem wenn mit größeren, kompakten Elementen gearbeitet wird, ist aber wichtig, einen entsprechend stabilen Malgrund auszuwählen.

Collage selber machen – die benötigten Materialien:

  • Wer eine Collage selber machen möchte, benötigt zunächst einen Malgrund. Bei dem Malgrund kann es sich beispielsweise um Malkarton, eine Leinwand oder auch eine Holzplatte handeln. Der Malgrund muss aber stabil genug sein, um die aufgeklebten Gegenstände trägen zu können. Neben dem Malgrund werden Farben benötigt. Für eine Collage sind Acrylfarben hervorragend geeignet, denn sie können auf verschiedenen Materialien vermalt werden.
  • Für den Farbauftrag können Pinsel, Malmesser, Bürsten, Schwämme oder auch die Finger und Hände verwendet werden. Wer den Malgrund strukturieren möchte, kann mit Strukturpaste arbeiten, die gleichzeitig auch den Klebstoff für kleine, leichte Gegenstände ersetzen kann. Größere und schwerere Gegenstände werden mit Montage- oder mit Alleskleber befestigt.
  • Als weitere Materialien für die Collage werden die Gegenstände benötigt, die in das Bild integriert werden sollen. Hier sind der Phantasie und Kreativität grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Als Gegenstände für die Collage eignen sich beispielsweise Verpackungsmaterialien wie Kartonstücke, Papier, Alufolie, Zeitungen, Styroporverpackungen, Eierschachteln oder Obstnetze. Daneben können Naturmaterialien wie Äste, Steine, Blätter, Muscheln, Schneckenhäuser, Getreidekörner, Kaffeebohnen, Erbsen oder Reis verwendet werden.
  • Aber auch Deckel von Schraubgläsern oder Konservendosen, Metallgitter, Stoffstücke, Geschenkbänder, Schnüre, leere Tuben, Wattebäusche, Verbandmaterialien, Besteck oder Glas- und Porzellanscherben lassen sich hervorragend in eine Collage integrieren. Außerdem können Bilder, Grafiken, Fotos, Zeitungsausschnitte oder Notenblätter verarbeitet werden.

 

Collage selber machen – so geht‘s:

1.) Zuerst wird der Malgrund grundiert. Dabei kann die Grundierung einfarbig ausfallen, möglich ist aber auch, einen farbigen Hintergrund zu gestalten. Dabei können die ersten Gegenstände schon in den Hintergrund eingearbeitet werden. Werden leichte, dünne Gegenstände wie Blätter, Seidenpapier oder Obstnetze in die noch feuchte Farbe gelegt und mit dem Pinsel festgedrückt, saugen sie sich mit der Farbe voll. Dadurch entsteht eine interessante Struktur und gleichzeitig haften die Gegenstände auf dem Untergrund. Interessant kann es aber auch aussehen, wenn Elemente wie Schnüre, Wollfäden oder dünne Bänder einfach auf den feuchten Malgrund geworfen werden, so dass sie sich selbst in Form legen. Daneben kann der Hintergrund auch mit Strukturpaste geformt oder in die noch feuchten Farben können Materialien wie Sand, Salz oder Reiskörner gestreut werden. Die Farbflächen selbst können Muster erhalten, indem ein oder mehrere Farbkleckse aufgetragen und mit Kämmen, Bürsten oder Gabeln ineinandergezogen werden.

2.) Ist die erste Schicht getrocknet, können weitere Farben vermalt und weitere Gegenstände aufgeklebt werden. Bei einer Collage gibt es dabei grundsätzlich zwei unterschiedliche Möglichkeiten. Zum einen kann ein normales Bild gemalt werden. Nach dem Trocknen werden dann unterschiedliche Elemente auf das Bild aufgeklebt, die die gemalten Bildteile ersetzen. Wird beispielsweise eine Landschaft gemalt, kann ein Baumstamm mit einem aufgeklebten Holzstück oder Ast gestaltet werden, bei einem Haus kann das Dach durch ein Obstnetz eine interessante Struktur erhalten und die Wolken am Himmel können aus aufgeklebter Watte geformt werden. Zum anderen kann ein mehr oder weniger abstraktes Bild gestaltet werden. Dazu werden unterschiedliche Gegenstände wie zerknülltes Papier, Fotos, Zeitungsausschnitte oder drapierte Stoffreste beliebig auf dem Malgrund angeordnet und festgeklebt. Die Elemente können dann die Hauptelemente des Bildes auf einem farbigen Untergrund sein oder mit den Acrylfarben vollständig oder anteilig übermalt werden, so dass ein reliefartiges Bild entsteht. Die nächste Schicht wird dann jeweils aufgetragen und gestaltet, wenn die darunterliegende Schicht getrocknet ist.

3.) Sind alle Elemente aufgeklebt, kann das Bild ausgearbeitet werden, indem kleine Schattierungen gemalt und Farbakzente gesetzt werden. Insgesamt sollte bei Collagen aber nicht mit zu vielen Farben gearbeitet werden, weil das Bild sonst schnell zu unruhig wirkt und die einzelnen Bildelemente nicht mehr richtig zur Geltung kommen. Die fertige Collage sollte zum Abschluss dann mit einer Schicht Klarlack versiegelt werden. Klarlack sorgt für eine matte oder glänzende Bildoberfläche und schützt sowohl die Farben als auch die aufgeklebten Materialien vor Beschädigungen, Staub und Verschmutzungen.

Eine recht einfach gestaltete Collage kann dann beispielsweise so aussehen.

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