Kinder haben oft eine lange Wunschliste, wenn es um Spielsachen geht, aber nicht immer hält die Begeisterung so lange an, wie gedacht und erhofft. So kann das neue Spielzeugauto schon nach recht kurzer Zeit gar nicht mehr so interessant sein und die erst kürzlich gekaufte Puppe ist plötzlich gar nicht mehr angesagt. Bei einem Puzzle können wie von Geisterhand mehrere Teile verschwunden sein und beim Bastelkasten sind die wesentlichen Bauteile schon nach kurzer Zeit alle aufgebraucht. Nun sind Spielsachen aber mitunter recht teuer, so dass es sich vermutlich die wenigsten Eltern leisten können und wollen, ständig für Nachschub zu sorgen.

Es ist aber auch gar nicht notwendig, dauernd neue Spielsachen zu kaufen, denn viele Spiele lassen sich problemlos selbst anfertigen. Ein Beispiel hierfür ist der Spieleklassiker Memorie, für den nur sehr wenige Materialien benötigt werden. Da dieses Spiel recht einfach anzufertigen ist, können die Kinder miteinbezogen werden und so kann erst gemeinsam gebastelt und anschließend zusammen gespielt werden. Beim selbstgemachten Memorie ist es dann auch nicht so schlimm, wenn plötzlich eine Karte verschwunden ist, denn die Karten können jederzeit nachgebastelt werden.

Memorie selber machen – das wird benötigt:

  • Fotokarton oder ein anderer, stabiler Bastelkarton
  • Motive
  • Klebstoff
  • Lineal und Bleistift
  • Teppichmesser, Skalpell, Papierschneidemaschine oder scharfe Schere

 

Memorie selber machen – so geht‘s:

1. Die Spielkarten anfertigen

Zuerst werden die Spielkarten für das Spiel angefertigt. Wie viele Kartenpaare hergestellt werden, kann natürlich selbst gewählt werden, aber damit mehrere Spieler mitspielen können und eine Spielrunde nicht gleich wieder zu Ende ist, sollten es schon genügend Paare sein. Zudem sollte eine ungerade Anzahl an Paaren hergestellt werden. Dadurch ist nämlich sichergestellt, dass es auf jeden Fall einen Gewinner gibt, auch wenn nur zwei Spieler spielen. Das Originalspiel enthält 33 Kartenpaare und diese Anzahl hat sich auch bewährt.

Aus dem Fotokarton oder einem anderen stabilen Bastelkarton werden nun also die benötigten Karten ausgeschnitten, beispielsweise 7 x 7cm groß. Wichtig dabei ist, möglichst exakt zu arbeiten und natürlich Fotokarton in nur einer Farbe zu verwenden, denn auf der Rückseite müssen die Karten später alle absolut gleich aussehen.

 

2. Die Karten gestalten

Sind die Quadrate alle zugeschnitten, können die Karten gestaltet werden. Dazu können Motive auf Papier gemalt oder gedruckt, ausgeschnitten und auf die Karten geklebt werden. Möglich ist auch, die Karten zu bestempeln oder mit Aufklebern zu gestalten. Werden Gegenstände auf die Karten geklebt, ist aber wichtig, dass diese nicht abstehen, denn ansonsten wäre das Motiv auch bei umgedrehter Karte zu erkennen. Mit welchen Motiven die Karten gestaltet werden, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. So können einfache Motive aufgemalt oder schöne Bilder aus Zeitschriften oder Katalogen ausgeschnitten werden. Möglich ist aber auch, die Karten mit Fotos zu versehen oder das Spiel unter ein bestimmtes Motto zu stellen, beispielsweise Blumen, Tiere oder Buchstaben. Wichtig ist lediglich, dass immer ein Kartenpaar, also zwei Karten mit dem gleichen Motiv angefertigt werden.

 

Memorie selber machen

 

3. Spielen!

Sind die Karten alle fertig, kann auch schon gespielt werden. Dazu werden die Karten mit der Rückseite nach oben auf der Spielfläche verteilt. Reihum darf nun jeder Spieler jeweils zwei Karten aufgedeckten. Findet er ein Kartenpaar, darf er diese Karten wegnehmen und zwei weitere Karten aufdecken. So wird weitergespielt, bis keine Karten mehr übrig sind. Gewonnen hat der Spieler, der die meisten Kartenpaare gefunden hat.

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