Schon seit jeher gelten lange, gepflegte Haare als Inbegriff für Weiblichkeit und Schönheit. Leider ist es aber oft ein langer und aufwändiger Weg bis zur perfekten Langhaarfrisur. Dies liegt zum einen daran, dass Haare nur rund einen Zentimeter pro Monat wachsen und zumindest die Spitzen regelmäßig nachgeschnitten werden müssen. Zum anderen können unterschiedlichste Faktoren dazu führen, dass die Haare kraftlos, matt und strähnig wirken.

Zu diesen Faktoren gehören einerseits Umwelteinflüsse und Folgen von chemischen Behandlungen, andererseits der Lebensstil, Stress und auch die natürliche Veranlagung. All dies macht eine entsprechend intensive Pflege erforderlich. Deutlich schneller lässt sich der Traum von einer langen Mähne durch Haarverlängerungen erfüllen. Was sich dahinter verbirgt, welche Methoden es gibt und ob es möglich ist, Haarverlängerungen selber zu machen, wird im Folgenden erklärt.

Haarverlängerungen selber machen?

Bei einer Haarpracht, die länger halten und möglichst natürlich aussehen soll, ist es nicht unbedingt empfehlenswert, Haarverlängerungen selber zu machen. Professionelle Anbieter verfügen nicht nur über die erforderliche Ausstattung und das fachliche Know-how, sondern stimmen die Strähnen exakt auf das Eigenhaar ab. Zudem sind in den meisten Fällen Korrekturschnitte und teils auch Farbanpassungen erforderlich.

Wer hingegen nur eine kurzfristige Haarverlängerung möchte, beispielsweise zu einem besonderen Anlass, kann diese durchaus selber machen. Die einfachste Methode hierfür sind die sogenannten Clip-In-Extensions. Hierbei handelt es sich um Haarsträhnen, die am oberen Ende mit einer Klammer ausgestattet sind. Dadurch können die Strähnen, die es sowohl aus Echt- als auch aus Kunsthaar und in vielen Farbkombinationen gibt, einfach im Eigenhaar festgeklemmt werden. Und wie eine Haarverlängerung mit solchen Clip-In-Extensions aussieht, zeigt dieses Video:

https://www.youtube.com/watch?v=umBECMG__cE

 

Was sind Haarverlängerungen überhaupt?

Von einer Haarverlängerung wird gesprochen, wenn das Eigenhaar mithilfe von Echt- oder Kunsthaarsträhnen verlängert oder verdichtet wird. Im Englischen werden Haarverlängerungen als Hair Extensions bezeichnet. Für die meisten Methoden muss das Eigenhaar eine Länge von 8 bis 10cm aufweisen, damit stabile und nicht sichtbare Verbindungen erstellt werden können. Zudem dürfen die eigenen Haare nicht zu strapaziert oder brüchig sein, denn andernfalls würden sie das Gewicht der Haarverlängerungen nicht aushalten. Eine qualitativ hochwertige Haarverlängerung kennzeichnet sich dadurch, dass die Verbindungsstellen nicht zu sehen sind und die Frisur im Ganzen natürlich wirkt. Zudem sollten weder die eigenen Haare noch die Strähnen angegriffen werden und die Strähnen sollten sich problemlos und ohne Schäden wieder entfernen lassen. Üblicherweise hält eine Haarverlängerung zwischen drei und sechs Monaten. Danach sind die eigenen Haare so weit gewachsen, dass die Haarverlängerungen entfernt werden müssen. Aber auch während des Tragens sollte einmal im Monat ein Korrekturschnitt erfolgen. Die Pflege der Haare bleibt ansonsten weitestgehend gleich.

 

Welche Methoden von Haarverlängerungen gibt es?

Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Methoden, die sich aber grundsätzlich in zwei große Gruppen einteilen lassen. Zum einen gibt es warme Methoden, bei denen mit Hitze gearbeitet wird, um das Eigenhaar mit den Haarverlängerungen zu verschmelzen. Meist wird Keratin als Verbindungsstoff verwendet und um die Verbindungen wieder zu lösen, kommen alkoholähnliche Substanzen zum Einsatz. Zum anderen gibt es kalte Methoden. Hierbei erfolgt die Verbindung mechanisch mithilfe von Metall- oder Kunststoffhülsen. Um die Verbindungen zu lösen, werden die Hülsen entfernt. Je nach Technik werden dabei entweder einzelne Strähnen oder sogenannte Tressen, mehrere Zentimeter breite Strähnen, verarbeitet. Zu den am häufigsten angewandten Methoden gehören folgende:

1.) Bellargo-Methode. Hier werden die Strähnen mit winzigen Hülsen an den eigenen Haaren verwendet. Gearbeitet wird dabei mit Wärme und meist wird diese Methode bei Haarverlängerungen aus unbehandeltem europäischem Schnitthaar angewandt. Generell gehört diese Methode zu den schonenden Methoden, denn es kommen keine chemischen Substanzen oder metallischen Teile zum Einsatz.

2.) Klebe-Methode. Diese wird auch als Bonding-Methode bezeichnet und hier werden die Haarsträhnen mit dem Eigenhaar verklebt. Üblicherweise bestehen die Strähnen dabei aus europäischem oder indischem Schnitthaar, das zuvor behandelt wurde. Der Nachteil an dieser Methode besteht darin, dass die Haarsträhnen mit speziellen Lösungsmitteln entfernt werden müssen.

3.) Air-Pressure-Methode. Bei dieser Methode kommt ein spezielles Gerät zum Einsatz, das die Strähnen mit dem Eigenhaar verbindet. Die Vorteile dieses Verfahrens liegen darin, dass die extrem flachen Verbindungsstellen kaum zu sehen sind und mehrere Strähnen gleichzeitig angebracht werden können, was den Zeitaufwand erheblich senkt. Nachteilig ist allerdings die oft reduzierte Haltbarkeit.

4.) Metallhülsen-Methode. Hier entsteht die Verbindung, indem kleine Metallhülsen mit einer Zange fest zusammengepresst werden. Diese Methode gehört zu den preisgünstigeren Methoden, hat aber den Nachteil, dass sowohl die Haarsträhnen als auch das Eigenhaar beim späteren Aufbrechen und Lösen der Metallhülsen beschädigt werden können.

5.) Kunsthaar-Methode. Diese Methode ist die kostengünstige Methode, da hier kein Echthaar, sondern Kunsthaar verwendet wird. Die Strähnen werden dazu mit einem Thermokleber am Eigenhaar befestigt. Um die Strähnen zu entfernen und Kleberückstände zu beseitigen, sind jedoch spezielle Lösungsmittel erforderlich.

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