Zuckerpaste wird auch Fondant genannt und bezeichnet eine weiche, formbare Masse aus Zucker, die bei der Herstellung von verschiedenen Süßwaren, Kuchen und Torten zum Einsatz kommt. So wird die Zuckerpaste beispielsweise zum Überziehen von Gebäck, Pralinen und Konfekt, zum Formen von Figuren als essbare Dekoration auf Torten und Kuchen und auch als Basis für Füllungen verwendet. Zudem werden aus der Zuckerpaste die sogenannten Fondants hergestellt. Hierbei handelt es sich um Süßigkeiten, die ganzjährig als Pfefferminztaler, zu Ostern meist in Form von Spiegeleiern und Küken und zu Weihnachten üblicherweise als Kringel angeboten werden.

Fondant gibt es in zwei Varianten fertig zu kaufen, nämlich zum einen als Trockenfondant in Pulverform, das dann die Basis für Glasuren und Füllungen bildet, und zum anderen ähnlich wie Marzipanrohmasse in Blöcken. Genauso ist aber auch möglich, die Zuckerpaste selbst herzustellen. Im Folgenden werden drei unterschiedliche Basisrezepte dafür vorgestellt. Die Zuckerpasten können nach der Herstellung dann mit verschiedenen Aromen versetzt oder mit Lebensmittelfarben eingefärbt werden. Damit die selbstgemachte Zuckerpaste nicht austrocknet oder zu schnell fest und rissig wird, sollte sie jedoch immer nur in Portionen verarbeitet und ansonsten in einem Gefäß oder Klarsichtfolie eingewickelt luftdicht aufbewahrt werden.

1. Rezept: Zuckerpaste selber machen ohne Gelatine

Diese Zuckerpaste wird zubereitet aus:

  • 1kg Puderzucker
  • 60ml Glukosesirup
  • 2 Eiweiß
  • etwas Pflanzenfett oder Glycerin

Zuerst wird der Sirup leicht erwärmt. In der Zwischenzeit wird der Puderzucker in eine große Schüssel gesiebt. Dann werden der Sirup und die beiden Eiweiß zu dem Zucker gegeben. Mit einem Kochlöffel werden die Zutaten nun zuerst gut miteinander verrührt und anschließend mit den Händen zusammengeknetet. Wenn sich die Zutaten miteinander verbunden haben, wird die Zuckerpaste auf die Arbeitsfläche gegeben. Dann werden die Hände mit etwas Pflanzenfett oder Glycerin eingefettet und anschließend wird die Zuckermasse solange geknetet, bis eine weiße, glatte und geschmeidige Zuckerpaste entstanden ist. Die fertige Zuckerpaste kann nun noch mit Aromen versehen oder mit Lebensmittelfarbe eingefärbt werden, dann wird sie bis zur Weiterverarbeitung luftdicht verpackt.

 

2. Rezept: Zuckerpaste selber machen mit Gelatine

Für eine selbstgemachte Zuckerpaste mit Gelatine werden benötigt:

  • 900g Puderzucker
  • 110ml Ahornsirup
  • 15g Gelatine in Pulverform
  • 60ml kaltes Wasser
  • 15ml Glycerin
  • 4 Esslöffel Kokosfett

Zuerst wird die Gelatine in einem Topf gegeben, mit dem kalten Wasser verrührt und für zehn Minuten zum Quellen beiseite gestellt. Anschließend wird der Sirup zu der Gelatine hinzugefügt und die beiden Zutaten werden bei kleiner Hitze und unter ständigem Rühren solange erwärmt, bis sich die Gelatine vollständig aufgelöst hat. Dann werden das Kokosfett und das Glycerin hinzugegeben und ebenfalls unter Rühren geschmolzen. Als nächstes wird der Puderzucker in die Gelatinemischung geschüttet. Mit einem Kochlöffel oder dem Handrührgerät werden die Zutaten erst gut miteinander vermischt, anschließend wird die Masse auf die Arbeitsfläche gegeben und mit den Händen geknetet. Dabei muss solange geknetet werden, bis eine geschmeidige, glatte Masse entstanden ist. Ist die Masse zu weich, wird zusätzlich Puderzucker eingearbeitet. Die fertige Zuckerpaste wird dann luftdicht verpackt und für eine Stunde in den Kühlschrank gegeben. Danach kann die selbstgemachte Zuckerpaste portionsweise verarbeitet werden, indem sie auf der mit Puderzucker bestäubten Arbeitsfläche ausgerollt und wie gewünscht geformt wird.

 

3. Rezept: Zuckerpaste selber machen mit Marshmallows

Für diese Variante der Zuckerpaste werden benötigt:

  • 1kg Puderzucker
  • 450g Marshmallows
  • 3 Esslöffel Wasser

Zuerst werden die Marshmallows zusammen mit dem Wasser in ein mikrowellengeeignetes Gefäß gegeben. Wichtig dabei ist aber, darauf zu achten, dass das Gefäß tatsächlich mikrowellengeeignet ist und den hohen Temperaturen standhält. Viele Gefäße halten nämlich nur Temperaturen bis zu 150 Grad aus und würden beim Schmelzen der Marshmallows beschädigt werden. Zum Schmelzen der Marshmallows wird die Mikrowelle für etwa 30 Sekunden eingeschaltet. Danach werden die Marshmallows kontrolliert und für weitere 30 Sekunden erhitzt. Meist reicht dies schon aus, ansonsten werden die Marshmallows erneut erhitzt. Zum Kontrollieren wird aber auf jeden Fall ein Kochlöffel oder ein ähnlicher Gegenstand verwendet. Einige Marshmallows behalten nämlich auch dann ihre Form, wenn sie bereits geschmolzen und dementsprechend heiß sind. Wer keine Mikrowelle oder kein geeignetes Mikrowellengeschirr hat, kann die Marshmallows zusammen mit dem Wasser auch über einem heißen Wasserbad schmelzen.

Nun wird eine Hälfte des Zuckers zu den geschmolzenen Marshmallows geschüttet und gut damit verrührt. Die zweite Hälfte des Zuckers wird auf die Arbeitsfläche gesiebt. Dann wird die Marshmallow-Zuckermasse auf die zweite Zuckerhälfte gegeben und die Zutaten werden mit den Händen solange miteinander verknetet, bis eine glatte, geschmeidige Masse entstanden ist. Die Zuckerpaste wird dann zu einer Kugel geformt und bis zur weiteren Verarbeitung luftdicht verpackt. Etwas leichter lässt sich die Zuckerpaste übrigens formen und ausrollen, wenn die jeweils benötigte Menge ganz leicht in der Mikrowelle erwärmt wird.

https://www.youtube.com/watch?v=p9rlJeJsJR0

Und wer noch ein Beispiel braucht, der darf sich das obige Video anschauen.

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Thema: Zuckerpaste selber machen