Wurst gibt es in unterschiedlichen Varianten. So gibt es beispielsweise dünne, in einzelne Portionen abgeteilte Wurst, die roh, gekocht, gebraten oder gegrillt gegessen wird. Daneben gibt es Wurst, bei der die Wurstmasse in Därme, Blasen oder Mägen abgefüllt, gegart, geräuchert oder getrocknet und anschließend in dünne Scheiben geschnitten als Aufschnitt verwendet wird. Außerdem gibt es Wurst in Dosen sowie Wurst, die wie beispielsweise Leber- oder Teewurst eine streichfähige Konsistenz hat.

Verkauft wird Wurst in Metzgereien und in jedem Supermarkt, entweder frisch aufgeschnitten oder in einzelnen Portionen verpackt. In aller Regel wird Wurst aus Fleisch hergestellt, wobei je nach Wurstsorte Geflügel, Schweine-, Rind-, Kalb- oder Lammfleisch verwendet und mit verschiedenen weiteren Zutaten und Gewürzen vermengt wird.

Als vegetarische Alternative gibt es aber auch Wurst aus Tofu. Nun ist die Wurstherstellung insgesamt recht aufwändig und erfordert einige Erfahrung und Übung, damit die Wurst später weder fad noch überwürzt ist. Zudem lohnt sich der Aufwand auch im Hinblick auf die Arbeit und Kosten oft nicht. Andererseits gibt es durchaus Rezepte, die es ermöglichen, recht einfach und mit wenigen Mitteln leckere Wurst in Form von Aufschnitt herzustellen. Hiervor profitieren dann insbesondere diejenigen, die unter Allergien leiden, selbst über die Inhaltsstoffe ihrer Wurst entscheiden wollen oder sich einfach etwas Besonderes gönnen möchten. Wer nun also auch einmal seine Wurst selber machen möchte, findet im Folgenden zwei Rezeptvorschläge dafür.

1. Rezeptvorschlag: Bratenaufschnitt aus Schweinefleisch

Die Zutaten:

  • 1kg Schweinefleisch
  • 250ml Öl
  • 4 Knoblauchzehen
  • 12 Pfefferkörner

frische Kräuter und Gewürze nach Wunsch, beispielsweise Chili, Lorbeerblätter, Piment, getrocknete Tomanten, Thymian, Rosmarin, Oregano und Basilikum

 

So wird’s gemacht:

Bereits am Vortag wird die Marinade für das Fleisch vorbereitet. Dazu wird das Öl in ein Gefäß gegeben und mit den gewünschten Kräutern und Gewürzen vermischt. Dabei kann die Zusammenstellung ganz nach dem eigenen Geschmack erfolgen. Die Marinade wird dann abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank gestellt, damit das Öl die Aromen gut aufnehmen kann. Am nächsten Tag wird das Fleisch trocken getupft und in einen großen Gefrierbeutel gegeben. Dann wird die Marinade ebenfalls in den Gefrierbeutel gefüllt und das Fleisch mindestens sechs Stunden lang mariniert.

Nun wird der Backofen auf 110 Grad vorgeheizt. Dann wird eine Pfanne aufgesetzt, darin werden gute zwei Esslöffel der Marinade erwärmt und das Fleisch anschießend von allen Seiten kräftig angebraten. Wenn das Fleisch rundherum braun ist, wird es mit Salz und Pfeffer gewürzt. Wer möchte, kann das Fleisch noch in klein gehackten Kräutern oder in Pfeffer wälzen. Dann wird das Fleisch in eine Auflaufform gesetzt und eine gute Stunde lang im Ofen gegart. Wenn die Druckprobe ergibt, dass das Fleisch den gewünschten Gargrad erreicht hat, wird der Backofen ausgeschaltet. Das Fleisch bleibt aber in dem ausgeschalteten Backofen, bis es vollständig ausgekühlt ist. Danach kann es aufgeschnitten und als Brot- oder Brötchenbelag gegessen werden.

 

2. Rezeptvorschlag: Luftgetrockneter Schinken aus Rindfleisch

Die Zutaten:

  • 1 kg Rindfleisch, möglichst mager
  • 50g Salz
  • 1 Teelöffel Pfeffer
  • ½ Teelöffel Cayennepfeffer
  • 8 Wachholderbeeren
  • 1 Lorbeerblatt
  • 40ml Kümmelschnaps

 

So wird’s gemacht:

Zuerst wird das Fleisch mit kalten Wasser abgespült und trocken getupft. In einer kleinen Schale werden dann das Salz, der Pfeffer und der Cayennepfeffer miteinander vermischt und mit dieser Mischung wird das Fleisch eingerieben. Dabei kann das Fleisch durchaus etwas kräftiger massiert werden, damit die Gewürze gut in das Fleisch eindringen. Nun wird das Fleisch in ein Steingut-, Ton- oder Keramikgefäß gelegt, mit den Wachholderbeeren und dem in kleine Stücke gebrochenen Lorbeerblatt bestreut und mit dem Schnaps übergossen. Dann wird das Fleisch mit einem kleinen Holzbrett abgedeckt, mit einem Stein oder einem anderen schweren Gegenstand beschwert und für acht Tage an einen kühlen, trockenen Ort gestellt. Während das Fleisch mariniert, sollte es aber einmal täglich umgedreht werden.

Nach acht Tagen wird das Fleisch aus der Marinade genommen und trocken getupft. Dann wird es in ein sauberes Tuch eingeschlagen und für etwa zwei Monate zum Trocknen aufgehängt. Das Trocknen klappt am besten auf dem Dachboden, ist aber auch in der Speisekammer möglich. Zum Servieren wird der getrocknete Schinken dann am besten in hauchdünne Scheiben geschnitten.

Und hier noch eine Videoanleitung zum Selbermachen von Wurst und Schinken.

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Thema: Wurst selber machen