Spätzle sind Teigwaren aus der schwäbischen und alemannischen Küche und werden entweder als Beilage oder als eigenständiges Gericht serviert. Zu den Klassikern unter den Gerichten mit Spätzle gehören beispielsweise Linsen mit Spätzle und Würstchen oder der Gaisburger Marsch, ein Eintopfgericht. Am bekanntesten dürften jedoch Käsespätzle sein, mit Käse und abgeschmälzten Zwiebeln geschichtete Spätzle, die traditionell mit Blattsalaten als Beilage serviert werden. Der Teig für die Spätzle besteht aus Mehl, Eiern, Salz und Wasser oder Milch.

Als Grundregel gilt dabei, dass pro Portion 100g Mehl und ein Ei verwendet werden, wobei immer eine Portion mehr als benötigt zubereitet wird. Damit wird ein Spätzleteig aus ähnlichen Zutaten hergestellt wie ein Nudelteig, ist allerdings sehr viel weicher. Aus diesem Grund wird Spätzleteig auch nicht ausgerollt, sondern die Spätzle werden direkt in kochendes Salzwasser geschabt oder gehobelt.

Nun gibt es mittlerweile Spätzle natürlich auch fertig zu kaufen, entweder frisch in der Kühltheke oder getrocknet im Nudelregal. Wer allerdings einmal selbstgemachte Spätzle probiert hat, wird vermutlich nie mehr industriell hergestellte Spätzle essen wollen. Grundsätzlich ist es auch nicht so schwer, Spätzle selber zu machen, auch wenn das Schaben ein wenig Übung erfordert. Es gibt allerdings auch kleine Tricks, die angewandt werden können, wenn jemand Spätzle selber machen möchte. Welche Zutaten nun konkret benötigt und wie Spätzle zubereitet werden, erklärt das folgende Rezept.

Spätzle selber machen – die Zutaten:

Für 4 Portionen werden benötigt:

  • 500g Mehl
  • 5 Eier
  • 150 bis 200ml lauwarmes Wasser
  • 1 Prise Salz

 

Spätzle selber machen – die Zubereitung:

1.) Die Zutaten werden in eine Schüssel gegeben und miteinander verrührt. Dann wird der Teig solange gerührt und geschlagen, bis er Blasen wirft. Traditionell wird der Teig dabei mit den Händen oder mit einem Kochlöffel aus Holz bearbeitet. Auch wenn es für viele schwäbische Hausfrauen nicht in Frage käme, kann der Teig aber grundsätzlich auch mithilfe eines Handrührgerätes hergestellt werden. Der Teig hat die richtige Konsistenz, wenn er ohne zu reißen langsam und zäh von einem Löffel fließt. Ist der Teig zu weich, wird noch etwas Mehl eingearbeitet, ist er zu fest, wird etwas Wasser hinzugefügt. Etwas lockerer werden die Spätzle übrigens, wenn ein Teil des Leitungswassers durch Mineralwasser ersetzt wird.

2.) Nun werden die Spätzle gegart. Dazu wird ein großer Topf aufgestellt und mit reichlich Wasser befüllt. Wenn das Wasser kocht, wird eine gute Portion Salz hinzugefügt. Klassisch wird eine Portion Teig nun auf ein Holzbrett gestrichen. Das Holzbrett wird dann kurz in das kochende Wasser getaucht und der Teig wird mit einem Schaber oder mit dem Messerrücken, der ebenfalls in das Wasser getaucht wurde, in dünnen Streifen direkt in das kochende Wasser geschabt. Mit etwas Übung sieht das so aus:

3.) Vor allem bei den ersten Versuchen werden die Spätzle vermutlich etwas größer sein. Dies sieht dann zwar nicht mehr ganz so schön aus, ist für den Geschmack aber ohne Bedeutung. Eine andere Möglichkeit ist, die Spätzle mit einem Spätzlehobel zuzubereiten. Dieser wird auf den Topf aufgesetzt, der Teig wird eingefüllt und anschließend durch Hin- und Her-Bewegungen ins Wasser gehobelt. Grundsätzlich ist aber auch denkbar, andere Küchengeräte für die Spätzlezubereitung einzusetzen. So kann der Teig beispielsweise in eine Kartoffelpresse gefüllt und ins Wasser gepresst werden oder der Teig wird in ein etwas gröberes Sieb gefüllt und durchgestrichen. Unabhängig vom verwendeten Gerät gilt aber immer, dass es regelmäßig in das heiße Wasser getaucht werden sollte, damit der Teig nicht daran festklebt.

4.) Die Spätzle sind fertig, wenn sie an der Wasseroberfläche schwimmen. Dann werden die Spätzle mit einer Schaumkelle aus dem Wasser genommen und zum Abtropften in ein Sieb gegeben. Nach dem Abtropfen werden sie kurz in Butter geschwenkt und möglichst heiß serviert.

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Thema: Spätzle selber machen