Wenn von Pizza gesprochen wird, so ist damit in aller Regel die Pizza Napoletana gemeint, also jene Pizza mit Wurzeln in der neapolitanischen Küche, die aus einem dünnen Fladenbrot aus Hefeteig besteht und mit diversen Zutaten herzhaft belegt ist. Diese Pizzavariante ist heute auf der ganzen Welt bekannt, nahezu überall erhältlich und überaus beliebt. Die Geschichte der Pizza selbst ist schon recht alt, auch wenn die Vorläufer der uns heute bekannten Pizza etwas anders zubereitet wurden.

Lange Zeit gab es dann die Legende, dass die erste Pizza, die unserer heutigen Pizza entspricht, erstmals am 11.Juni 1889 von einem Pizzabäcker namens Raffaele Esposito in der Pizzeria Brandi in Neapel zubereitet worden sein soll. Seinerzeit soll er den Auftrag erhalten haben, eine Pizza für König Umberto I. und dessen Frau Margherita zuzubereiten. Er soll die Pizza daraufhin mit roten Tomaten, weißem Mozzarella und grünem Basilikum und damit mit Zutaten in den italienischen Nationalfarben belegt haben. Diese Pizza ist bis heute als Pizza Margherita bekannt und bildet die Basis für unzählige weitere Pizza-Varianten. Allerdings belegten Historiker, dass die Königin schon früher Pizzas bei anderen Pizzabäckern bestellt hatte, 1880 gab es dazu sogar einen Zeitungsartikel. Dass Eposito für den Pizzabäcker gehalten wurde, der erstmals für die Königin Pizza gebacken hatte, liegt schlichtweg daran, dass er der einzige Pizzabäcker war, der die Empfangsbestätigung des Hofes aufgehoben hatte.

Während bei uns die Pizza Napoletana die Pizza ist, die allgemein mit Pizza gemeint ist, gibt es in Italien noch einige weitere traditionelle Pizzasorten. Eine hiervon ist die Pizza Romana, bei der es sich um eine sehr dünne, knusprige Pizza handelt, die normalerweise auf einem Blech gebacken wird. Eine andere Pizzasorte ist die Pizza Genovese, die eine eher dicke Pizza mit einem typischen Fladenbrot als Teig ist. Aus den USA schließlich stammt eine Pizzavariante, die auch als Pfannenpizza bezeichnet wird und sich durch ihren dicken, lockeren Boden und den reichhaltigen Belag kennzeichnet.

Viele, die zu Hause Pizza essen möchten, greifen oft Fertigprodukte zurück. Dabei gibt es einerseits den Pizzateig samt Sauce als Fertigprodukt und andererseits bereits belegte Pizzas im Kühl- und im Tiefkühlregal, die zu Hause dann nur noch gebacken werden muss. Dabei ist es gar nicht schwer oder aufwändig, Pizza selber zu machen, und der Geschmack von selbstgemachter Pizza ist um Längen besser als der von Fertigpizza. Wer also künftig Pizza selber machen möchte, findet im Folgenden das Grundrezept dafür.

Pizza selber machen – die Zutaten

Für den Teig:

  • 250g Weizenmehl
  • 125ml lauwarmes Wasser
  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • Salz und Pfeffer

 

Für die Sauce:

  • 1 Dose geschälte Tomaten
  • Tomatenmark
  • 1 Knoblauchzehe
  • Pizzagewürz, Paprikapulver, Salz, Pfeffer und Zucker

Für den Belag können die Zutaten ganz nach Wunsch und Geschmack zusammengestellt werden. Neben Mozzarella kann es sich dabei beispielsweise um Parmesan, Salami, Schinken, Pilze, Oliven, Peperoni, Paprika und anderes Gemüse, Thunfisch, Kapern, Sardellen oder Ananas handeln.

 

Pizza selber machen – die Zubereitung

1. Den Teig zubereiten.

Für den Teig werden zuerst das Mehl und die Trockenhefe in einer Schüssel miteinander vermischt. Anschließend werden ein halber Teelöffel Salz, je eine Prise Pfeffer und Zucker, das Öl und das Wasser hinzugefügt. Dann werden die Zutaten kräftig geknetet, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entstanden ist. Der Teig wird nun mit etwas Mehl bestäubt, mit einem sauberen Tuch abgedeckt und zum Ruhen beiseite gestellt. Der Teig sollte mindestens eine halbe Stunde lang gehen, noch besser ist es aber, wenn er mehrere Stunden lang gehen kann.

Nun wird ein Backblech mit Backpapier ausgelegt oder sehr dünn mit Öl bestrichen. Der aufgegangene Teig, der sein Volumen deutlich vergrößert haben sollte, wird jetzt noch einmal gut durchgeknetet und anschließend auf einer bemehlten Arbeitsfläche möglichst dünn ausgerollt. Dann wird der Teig auf das Backblech gelegt und bis zur weiteren Verarbeitung wieder mit einem Tuch abgedeckt.

 

2. Die Sauce zubereiten.

Ganz klassisch wird der Pizzateig nicht mit einer Sauce bestrichen, sondern lediglich mit Tomatenscheiben belegt. Da die Pizza so aber recht trocken werden kann, wenn sie in einem normalen Backofen gebacken wird, ist es ratsam, eine Tomatensauce zuzubereiten. Für die Sauce werden die geschälten Tomaten in kleine Stücke geschnitten und zusammen mit dem Saft in eine kleine Schüssel gegeben. Dann wird die Sauce mit etwas Tomatenmark, einer fein gehackten Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer, Pizzagewürz und einer Prise Zucker abgeschmeckt. Die fertige Sauce wird nun gleichmäßig auf dem Pizzateig verteilt.

 

3. Die Pizza belegen und backen.

Jetzt wird der Backofen auf 225 Grad vorgeheizt. Dann kann die Pizza wie gewünscht belegt werden. Hier sind der Phantasie tatsächlich kaum Grenzen gesetzt, so dass jeder den Belag so zusammenstellen kann, wie er ihm am besten schmeckt. Die fertig belegte Pizza wird dann auf der untersten Schiene etwa 25 Minuten lang gebacken.

Und hier die Zubereitung von selbstgemachter Pizza noch einmal als Videoanleitung.

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Thema: Pizza selber machen