Perlen gehören zu den klassischen und sehr beliebten Materialien für Schmuckstücke wie Ohrringe, Armbänder, Ringe und natürlich auch Ketten. Dabei gibt es Perlen in sehr vielen unterschiedlichen Varianten, angefangen bei echten Perlen über Kunstperlen bis hin zu Perlen aus beispielsweise Glas, Holz, Knetmasse, Ton oder Kunststoff.

Die meisten, die Perlenketten selber machen möchten, wählen die klassische Variante. Diese besteht darin, die Perlen auf einen Schmuckdraht oder einen Nylonfaden aufzufädeln. Um zu verhindern, dass die aufgefädelten Perlen verrutschen oder aneinander reiben, werden vielfach kleine Knoten zwischen die Perlen gesetzt oder es wird mit Quetschperlen gearbeitet.

Letztere Variante wird auch als Crimpen bezeichnet und auch angewandt, um Kettenverschlüsse sicher und professionell zu befestigen. Die klassische Art und Weise, um eine Perlenkette anzufertigen, gestaltet sich so:

In der folgenden Anleitung wird eine etwas andere Variante von einer Perlenkette vorgestellt. Anders als bei gewöhnlichen Perlenketten werden die Perlen hier nämlich nicht aufgefädelt, sondern in einem transparenten Kunststoffschlauch präsentiert.

Materialliste für die Perlenkette

  • 1 transparenter Kunststoffschlauch; wie lang die Kette gearbeitet wird und in welchem Durchmesser der Schlauch gewählt wird, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen
  • 1 Stück dünnes Gummiband, etwas länger als der Schlauch
  • 2 große Perlen oder Kugeln; diese müssen so groß sein, dass sie gerade noch in den Schlauch passen
  • 2 kurze Drahtstücke
  • 1 Kettenverschluss
  • Miniperlen
  • Seitenschneider, Zange und evt. Klebstoff

 

So wird die Perlenkette gemacht

1. Schritt: den Schlauch vorbereiten

Im ersten Schritt wird der Schlauch als Basiselement der außergewöhnlichen Perlenkette vorbereitet. Dazu werden zuerst die beiden großen Perlen oder Kugeln beidseitig mit Ösen ausgestattet. Dies erfolgt, indem jeweils ein kurzes Drahtstück durch eine Perle geschoben wird. An den Seiten wird der Draht dann mithilfe der Zange zu kleinen, stabilen Ösen gebogen. Wer den Draht nicht vollständig selbst biegen möchte, kann alternativ auch Kopfnadeln verwenden.

An einer der Ösen wird nun das Gummiband befestigt. Anschließend wird das Gummiband durch den Kunststoffschlauch geschoben und die große Perle in die Öffnung des Schlauches gedrückt. Wer möchte, kann die Perle zusätzlich mit etwas Klebstoff fixieren. Auf der Gegenseite wird nun die zweite große Perle an dem Gummiband befestigt. Da das Gummiband die Kette stabilisieren soll, muss das Gummiband aber zuvor straff gespannt und entsprechend gekürzt werden. Die zweite Perle wird nun aber noch nicht in die Schlauchöffnung gesteckt, denn zuerst muss der Schlauch noch befüllt werden.

 

Perlenketten selber machen

 

2. Schritt: den Schlauch befüllen und die Perlenkette fertig stellen

Der vorbereitete Schlauch wird nun mit den kleinen Miniperlen befüllt. Dies gelingt am einfachsten mit einem kleinen Trichter, wobei hierfür auch ein Stück Papier zu einer kleinen Tüte gerollt werden kann. Wenn der Schlauch mit den Miniperlen aufgefüllt ist, wird auch die zweite große Perle in die Schlauchöffnung geschoben.

Nun fehlt nur noch der Kettenverschluss. Dieser wird an den beiden Ösen angebracht, die an den großen Perlen vorhanden sind und aus dem Schlauch herausragen. Die einfachste Variante wäre dabei ein Verschluss in S-Form, der einfach nur in die beiden Ösen eingehängt wird. Genauso kann aber mithilfe der Zange natürlich auch ein klassischer Kettenverschluss befestigt werden. In diesem Fall werden die Ösen an den großen Perlen erneut leicht aufgebogen, die Verschlussteile eingefädelt und die Ösen dann wieder zusammengedrückt.

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