Heute sind Daumenkinos zwar vielleicht nicht mehr ganz so populär, aber dennoch haben Kinder wie Erwachsene nach wie vor viel Spaß daran. Ein Daumenkino ist im Grunde genommen eine Aneinanderreihung von Einzelbildern, die einen kurzen Film ergeben, wenn die Blätter schnell durchgeblättert werden. Damit dies gelingt, wird das Daumenkino an der linken Seite festgehalten und auf der rechten Seite mit dem Daumen durchgeblättert.

https://www.youtube.com/watch?v=VIIm_7CpmZE

Heute werden Daumenkinos eher selten zum Kauf angeboten, aber es spricht nichts dagegen, sein Daumenkino selber zu machen. Dies macht nicht nur Spaß, sondern auf diese Weise kann jeder zum Filmemacher werden. Im Internet finden sich zahlreiche Vorlagen für Daumenkinos, die ausgedruckt, angemalt und zum Daumenkino zusammengebaut werden können. Aber genauso ist es möglich, sein Daumenkino komplett selbst zu basteln. Dies ist eigentlich nicht sonderlich schwer, erfordert allerdings ein wenig Zeit und Geduld.

 

Daumenkino selber machen – das wird benötigt:

  • Ton- oder Bastelkarton
  • Schere
  • Lineal und Bleistift
  • Tacker und Klebeband
  • Motiv für die Geschichte

 

Daumenkino selber machen – so geht‘s:

1.) Bei einem Daumenkino setzt sich die Geschichte aus einzelnen Bildern zusammen, die erst durch das schnelle Blättern zu einem Film werden. Damit der Film jedoch flüssig abläuft, unterscheiden sich die einzelnen Bilder jeweils nur minimal voneinander. Anders ausgedrückt bedeutet das, dass für ein Daumenkino viele Bilder angefertigt werden müssen, auf denen sich die Figuren oder die Szenen jeweils kaum bewegen oder verändern.

2.) Eine Möglichkeit, um ein Daumenkino selber zu machen, wären Fotos. Hierfür kann ein kurzes Video gedreht werden. Mithilfe der Videoprint-Funktion der Digitalkamera kann nun ein Indexbild mit möglichst vielen kleinen Bildern erstellt werden, die sich aus den Videostandbildern der aufgenommenen Videosequenz ergeben. Diese Bildern können nun ausgedruckt, zugeschnitten und in der richtigen Reihenfolge zu einem Daumenkino angeordnet werden.

3.) Eine andere Möglichkeit ist, das Daumenkino aus selbstgemalten Bildern anzufertigen. Dies lässt sich recht einfach umsetzen, indem zunächst ein Hintergrundbild gemalt wird. Dieses Hintergrundbild wird dann mehrere Male auf den Foto- oder Bastelkarton kopiert und der Karton anschließend in entsprechend große Rechtecke zerschnitten. Nun wird ein weiteres Motiv aufgemalt. Dieses Motiv wird das Element der Geschichte, das sich bewegt. Dabei kann es sich bei dem Motiv beispielsweise um eine Person, ein Tier, ein Fahrzeug oder einen anderen Gegenstand handeln. Dieses Motiv wird nun ebenfalls kopiert und ausgeschnitten. Anschließend wird das Motiv auf die Rechtecke mit der Hintergrundszene geklebt. Dabei wird das Motiv so angeordnet, dass es sich pro Bild jeweils nur um wenige Millimeter bewegt. Wem es schwerfällt, sich den Ablauf des Films vorzustellen und wer die Rechtecke nicht ständig probeweise durchblättern möchte, um zu überprüfen, ob die Anordnung stimmt, kann sich mit einer Hilfslinie oder mit Hilfspunkten behelfen. Diese können ganz dünn mit Bleistift auf die Rechtecke gezeichnet werden. Durch die Linie oder die Punkte ist klar, wo das Motiv positioniert werden muss und später können die Markierungen wieder vorsichtig wegradiert werden. Bei einem Daumenkino, das einen Hubschrauber in Bewegung zeigt, könnten die Rechtecke mit Hilfslinie beispielsweise so aussehen:

 

Daumenkino selber machen

 

4.) Sind alle Rechtecke fertig, werden sie zum Daumenkino zusammengesetzt. Dafür werden die Rechtecke in der richtigen Reihenfolge übereinander gestapelt und am linken Rand mit Tuckernadeln zusammengeheftet. Um die Tackernadeln zu verdecken, kann noch ein Klebestreifen über den Rand geklebt werden. Damit ist das selbstgemachte Daumenkino dann auch fertig und der Film kann gestartet werden.

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