Im Winter ziehen viele Vögel in südliche Gefilde, aber mindestens genauso viele Vögel bleiben zurück. Diese Vögel haben es mitunter recht schwer, ausreichend Nahrung zu finden, wenn die Landschaften mit Schnee und Eis bedeckt sind. Dementsprechend dankbar nehmen es die heimischen Vögel an, wenn ihnen etwas Futter zur Verfügung gestellt wird. Nun wird im Winter in Supermärkten, in Baumärkten, in Zoogeschäften und in Gartencentern Vogelfutter in den unterschiedlichsten Varianten angeboten. So gibt es beispielsweise Körnermischungen zum Streuen, Meisenknödel, Futterringe, Futterglocken oder Knabberstangen.

Allerdings deckt solches Vogelfutter nicht immer die Bedürfnisse aller heimischen Vögel ab. Insofern ist es durchaus sinnvoll, Vogelfutter selber zu machen, denn dadurch profitieren beide Seiten. So werden die Vögel mit wichtigem und hochwertigem Futter versorgt, während die Menschen mit lebendigem Treiben belohnt werden. Zudem eignet sich das Selbermachen von Vogelfutter hervorragend als Bastelprojekt für die ganze Familie an kalten, dunklen Herbst- und Winterabenden. Für diejenigen, die künftig Vogelfutter selber machen möchten, wird im Folgenden erklärt, wie es geht.

Vogelfutter selber machen – die benötigten Zutaten und Utensilien:

Um Vogelfutter herzustellen, werden als Grundzutaten

  • Pflanzenfett oder Rindertalg sowie
  • eine Futtermischung

benötigt. Die Basis für die Futtermischung können eine fertig gekaufte Körnermischung, Wellensittich- oder Kanarienvogelfutter bilden, die mit weiteren Zutaten ergänzt werden, oder die Futtermischung wird vollständig selbst angemischt. Hierfür werden Haferflocken mit gehackten Nüssen, Weizenschrot, Sonnenblumen- und Kürbiskernen oder anderen Pflanzensamen vermischt. Damit auch die Weichfutterfresser auf ihre Kosten kommen, kann die Futtermischung außerdem mit Rosinen, getrockneten Beeren und Früchten oder kleinen Apfelstückchen angereichert werden.

Je nachdem, ob das Vogelfutter als Futterglocke, als Futterkugel, als Meisenknödel oder als Futterplätzchen aufgehängt werden soll, werden als weitere Utensilien

  • kleine Tontöpfe oder leere Joghurtbecher, etwas Draht und dünne Äste,
  • etwas Schnur und ein Nagel oder eine Stricknadel oder
  • Netze von beispielsweise Knoblauch, Zwiebeln, Kartoffeln oder Orangen

benötigt. Bei den Obst- oder Gemüsenetzen ist jedoch wichtig, dass diese weiß, grün, gelb oder orange sind. Rote Netze eignen sich nicht, denn die Farbe Rot ist eine Alarmfarbe und würde die Vögel davon abhalten, das Futter zu fressen.

 

Vogelfutter selber machen – so geht‘s:

1.) Die Basis für das Vogelfutter bildet entweder gehärtetes Pflanzenfett oder Rindertalg. Rindertalg kann beim Metzger bestellt werden, handelsübliches Pflanzenfett erfüllt jedoch die gleiche Funktion. Das Fett wird in einen Topf gegeben und langsam geschmolzen. Das flüssige Fett sollte nun ganz leicht abkühlen und anschließend wird die Futtermischung hineingerührt. Als grobe Richtlinie für die Menge gilt, dass etwa doppelt soviel Körnermischung verwendet wird wie Fett. Insgesamt sollte dabei eine homogene Masse entstehen. Wie es nun weitergeht, hängt davon ab, in welcher Form das selbstgemachte Vogelfutter zum Einsatz kommen soll.

2.) Für eine Futterglocke werden kleine Tontöpfe oder auch leere Joghurtbecher verwendet, wobei letztere mit einem Loch im Boden versehen werden. Nun wird in jedes Gefäß ein dünner Ast gesteckt, an dem sich die Vögel später festklammern können. Der Ast sollte dabei etwa zehn Zentimeter aus dem Gefäß herausragen. Nun wird die Futter-Fett-Masse in die Töpfe oder Becher eingefüllt. Wenn die Masse abgekühlt und fest geworden ist, werden die Futterglocken mit einer Aufhängung aus Draht versehen und können aufgehängt werden. Das Ganze sieht dann in etwa so aus:

3.) Für Futterkugeln wird zunächst kurz abgewartet, bis die Futter-Fett-Masse etwas abgekühlt ist. Wenn das Fett beginnt, wieder fest zu werden, werden mit feuchten Händen kleine Mengen abgenommen und zu Kugeln gerollt. Beim Formen der Kugeln wird aber jeweils ein Stück Schnur in die Kugeln eingearbeitet, die später als Aufhängung dient. Wer möchte, kann die fertigen Kugeln nun noch in ein paar Körnern wälzen. Nach dem Erkalten können die Futterkugeln dann aufgehängt werden.

4.) Meisenknödel werden im Grunde genommen genauso hergestellt wie Futterkugeln. Allerdings wird hier keine Schnur eingearbeitet, sondern die Masse wird nur zu etwa vier bis sechs Zentimeter großen Kugeln geformt. Wenn die Masse fest geworden ist, werden die Kugeln dann in zurechtgeschnittene Obst- oder Gemüsenetze eingeschlagen und aufgehängt.

5.) Für Futterplätzchen wird die Futter-Fett-Masse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gegeben und glattgestrichen. Wenn die Masse beginnt, fest zu werden, werden mit Plätzchenformen oder einem Glas Plätzchen ausgestochen. Möglich ist aber natürlich auch, die Masse mit dem Messer in Würfel oder Rauten zu schneiden. Solange die Plätzchen noch weich sind, werden sie außerdem mit einem kleinen Loch versehen, das mithilfe eines Nagels oder einer Stricknadel hineingebohrt wird. Wenn die Plätzchen fest geworden sind, wird etwas Schnur durch die Löcher gefädelt und die Futterplätzchen können aufgehängt werden.

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Thema: Vogelfutter selber machen