Wer trotz der großen Auswahl im Handel nicht das passende Pflegeprodukt findet, empfindliche oder zu Allergien neigende Haut hat, nicht so viel Geld für hochwertige Produkte ausgeben kann oder will oder seine Kosmetikprodukte einfach nicht fertig kaufen möchte, kann sich seine Naturkosmetik problemlos auch selber machen. Das Selbermachen von Naturkosmetik ist eigentlich recht einfach, aber damit alles wie gewünscht gelingt, müssen einige Grundregeln beachtet werden. Dabei klingen die Grundregeln im ersten Moment fast schon selbstverständlich und banal, geraten aber vermutlich gerade deshalb immer wieder in Vergessenheit. Hier daher zunächst die wichtigsten Grundregeln beim Selbermachen von Naturkosmetik:

Die verwendeten Arbeitsutensilien müssen absolut sauber und am besten desinfiziert sein. Dies mag zwar übertrieben erscheinen, aber schon kleinste Verunreinigungen können dazu führen, dass sich Keime rasant vermehren und das Kosmetikprodukt dadurch innerhalb kürzester Zeit unbrauchbar wird.

Das Wasser, das bei der Herstellung verwendet wird, muss immer abgekocht sein. Durch das Abkochen werden eventuelle Keime abgetötet und auch Zusatzstoffe wie beispielsweise Kalk oder Chlor verfliegen.

Gerade am Anfang sollten die Rezepte möglichst genau eingehalten werden. Dies gilt insbesondere für die Wassermenge und die Fettphase, denn nur so ist sichergestellt, das das Produkt die richtige Konsistenz hat. Die Wirk- und Zusatzstoffe hingegen können variiert werden, solange die Gesamtmenge in etwa gleich bleibt.

Das Selbermachen von Kosmetik ist nicht nur ein schönes und nützliches, sondern auch ein überaus interessantes Hobby, das ein Stück weit auch entspannend wirken soll. Aus diesem Grund sollte genügend Zeit und Ruhe für die Herstellung eingeplant werden. Es geht also nicht nur darum, nur schnell irgendwelche Zutaten zusammenzurühren, sondern die Herstellung sollte bewusst erfolgen. Dadurch ist gleichzeitig auch sichergestellt, dass keine Zutaten vergessen, in der falschen Menge hinzugefügt oder nicht richtig verrührt werden.

Mit dem folgenden Rezept wird nun eine Idee für diejenigen vorgestellt, die Naturkosmetik selber machen möchten, aber noch wenig Erfahrung haben. Es geht dabei um ein Gesichtswasser, das für jeden Hauttyp geeignet ist und trotz der hochwertigen Zutaten sehr viel weniger kostet als vergleichbare Produkte im Handel.

 

Zutaten für das selbstgemachte Gesichtswasser

Das Gesichtswasser besteht aus selbstgemachter Kräutertinktur und Aloe Vera Saft. Für die Kräutertinktur werden Wasser, Alkohol und Kräuter benötigt. Als Alkohol kann Weingeist oder spezieller Alkohol aus der Apotheke verwendet werden, genauso eignet sich aber auch gewöhnlicher, geschmacksneutraler Wodka. Im Hinblick auf die Kräuter entscheidet der persönliche Geschmack über die Wahl. Dabei können durchaus gewöhnliche Küchenkräuter verwendet werden, wobei bei unreiner Haut vor allem mediterrane Kräuter sehr gut geeignet sind.

 

So wird das Gesichtswasser gemacht

1. Schritt: die Kräutertinktur herstellen

Für die Kräutertinktur werden 70ml abgekochtes Wasser mit 30ml Alkohol vermischt. Mit dieser Mischung werden dann die Kräuter übergossen. Die Menge der Kräuter hängt dabei von den verwendeten Kräutern ab. Allerdings müssen die Kräuter nicht abgewogen werden, sondern es werden so viele Kräuter verwendet, dass diese mit der Alkohol-Wasser-Mischung gerade so bedeckt sind. Die Tinktur muss nun mindestens fünf, maximal 20 Tage lang bei Raumtemperatur ziehen. Dabei wird die Tinktur jeden Tag kräftig durchgeschüttelt, damit sich die Wirkstoffe optimal verteilen.

Nachdem die Tinktur gezogen hat, wird sie durch einen Kaffeefilter gegossen. Die Kräuter, die in dem Filter zurückbleiben, werden gut ausgedrückt und damit ist die Kräutertinktur fertig. In einer dunklen Flasche hält sich die Tinktur im Kühlschrank etwa ein halbes Jahr lang. Daher kann durchaus eine größere Menge als Vorrat hergestellt werden.

 

2. Schritt: das Gesichtswasser herstellen

Für das Gesichtswasser werden nun 50ml Kräutertinktur und 50ml Aloe Vera Saft in eine Flasche gegeben. Die Flasche wird dann kräftig geschüttelt und damit ist das Gesichtswasser auch schon fertig. Möglich dabei ist, das Mischungsverhältnis von Tinktur und Aloe Vera Saft zu variieren. Da der Alkohol das Gesichtswasser konserviert, sollte der Anteil der Tinktur aber immer mindestens 30 Prozent ausmachen.

https://www.youtube.com/watch?v=LP-w2gcfXiU

Und wer zum Gesichtswasser noch eine Gesichtsmaske für unreine Haut selber machen möchte, findet hier ein Rezept dafür.

Thema: Gesichtswasser selber machen