Wer vor einem Zeitschriftenregal steht, wird schnell feststellen, dass es eigentlich keinen Themenbereich gibt, mit dem sich nicht auch mindestens eine Zeitschrift beschäftigt. Angefangen beim Fernsehprogramm über Klatschblätter bis hin zu Fachzeitschriften oder Zeitschriften zu Themen wie Garten, Kinder, Mode, Tiere, Autos oder Heimwerken sollte sich für jeden Geschmack die richtige Zeitschrift finden lassen. Nun gibt es aber auch Situationen, in denen es eine gute Idee sein kann, eine Zeitschrift selber zu machen. Ein typisches Beispiel hierfür sind jene Zeitungen und Zeitschriften, die anlässlich des Abiturs erstellt werden.

Aber zu einem Geburtstag oder zu einer Hochzeit werden gerne persönliche Zeitschriften erstellt. Dabei können diese Zeitschriften in zwei Varianten verwendet werden. Zum einen ist es möglich, nur eine Zeitschrift anzufertigen, die dem Geburtstagkind oder dem Brautpaar dann als ganz persönliches Geschenk überreicht und sicher auch noch lange Zeit nach dem Ereignis für eine schöne Erinnerung und ein Schmunzeln sorgen wird. Zum anderen können mehrere Zeitschriften hergestellt werden, die dann gegen eine geringe Gebühr an die Gäste verkauft werden und so ein zusätzliches Geldgeschenk ergeben. Für diejenigen, die auch einmal eine Zeitschrift selber machen möchten, erklärt die folgende Anleitung, wie es geht.

Eine Zeitschrift selber machen – so geht’s:

1. Die Inhalte und die Gliederung festlegen

Am schönsten ist die selbstgemachte Zeitschrift natürlich, wenn sie wie eine echte Zeitung aufgemacht ist. So können die Inhalte in Rubriken wie beispielsweise Geschichten aus dem Alltag, Klatsch und Tratsch, Reiseberichte, Umfragen zu aktuellen Themen, Haushalts- und Gesundheitstipps, Einrichtungsratgeber sowie Mode- und Stylingberatung aufgeteilt sein. Zudem sollten ein Portrait mit kommentierten Fotos, das Horoskop, ein Kreuzworträtsel und Leserbriefe nicht fehlen.

 

2. Die Zeitschrift herstellen

Die einfachste Möglichkeit, um eine Zeitschrift selber zu machen, besteht darin, die einzelnen Seiten am Computer zu erstellen. Dabei können die Texte in jedem beliebigen Textverarbeitungsprogramm geschrieben und die Seiten anschließend durch Fotos und Grafiken ergänzt werden. Besonders professionell sieht die Zeitschrift dabei aus, wenn die Seiten wie bei einer echten Zeitschrift in mehrere Spalten aufgeteilt sind. Auch hierfür ist aber keine spezielle Software erforderlich, denn über diese Funktion verfügt jedes Textverarbeitungsprogramm. Im Word beispielsweise funktioniert die Einteilung in Spalten so:

Die fertigen Seiten können nun ausgedruckt werden. Damit die Herstellung aber nicht ganz so teuer wird, reicht es aus, die Seiten nur einmal auszudrucken. In einem Copy-Shop können die Ausdrucke dann kopiert werden. Dabei sollten die Seiten im Copy-Shop am besten im Format DIN A3 angefertigt und die Blätter von beiden Seiten bedruckt werden. Das bedeutet, auf ein Blatt werden jeweils vier Seiten der Zeitschrift ausgedruckt. Dadurch kann die Zeitschrift später nämlich wie eine richtige Zeitschrift gebunden werden. Wichtig in diesem Fall ist aber, auf die richtige Anordnung der Seiten zu achten.

Wer nicht mit dem Computer arbeiten möchte, kann die Seiten aber selbstverständlich auch von Hand herstellen. Dazu können die Texte geschrieben und Bilder sowie Fotos einfach aufgeklebt werden. Die fertigen Seiten können dann ebenfalls in einem Copy-Shop in der benötigten Anzahl kopiert werden.

 

3. Die Zeitschrift binden

Wurden die Seiten der Zeitschrift auf Blätter im Format DIN A3 ausgedruckt, werden die Blätter nun in der Mitte gefaltet und ineinander gelegt. Anschließend kann die Zeitschrift mit dem Tacker zusammengeheftet werden.

Wurden die Seiten als normale Seiten im Format DIN A4 ausgedruckt oder soll die Zeitschrift ein anderes Format haben, werden die einzelnen Seiten exakt übereinandergelegt. Mit einer Nadel oder einem Nagel werden nun etwa einen halben Zentimeter vom linken Rand entfernt kleine Löcher durch den Papierstapel gestochen. Dann wird ein Faden auf eine Nadel aufgefädelt und die Seiten werden zusammengenäht. Dazu wird die Nadel von der Rückseite aus durch das oberste Loch gestochen. Anschließend wird der Faden durch das nächste Loch auf die Rückseite geführt, durch das folgende Loch dann wieder nach vorne geholt und immer so weiter, bis das letzte Loch erreicht ist. Hier wird der Faden fest verknotet und abgeschnitten. Um die Bindung zu verdecken, kann dann noch ein schmaler Streifen Tonkarton, Folie oder ein farbiger Klebestreifen über den Rand geklebt werden.

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