Autor: Ömer Bekar

Schon 1572 beauftragte der Alchimist Leonhard Thurneysser die Grimnitzer Glashütte damit, eine Schneekugel anzufertigen. Diese Schneekugel ist die erste bekannte Schneekugel, aber anders als heute bestanden die Schneeflocken seinerzeit noch aus Glas. Auch wenn sich die verwendeten Materialien mittlerweile verändert haben, haben Schneekugeln nichts von ihrer Beliebtheit eingebüßt. Bis heute sind Kinder wie Erwachsene fasziniert von der kleinen Welt in der Schneekugel, die sich durch leichtes Schütteln in eine Landschaft mit sanft umher fliegenden Flocken verwandelt.

Schneekugeln gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten fertig zu kaufen, beispielsweise ganz klassisch mit winterlichen und weihnachtlichen Motiven und Kunstschnee oder auch als Fotokugeln mit buntem Glitter. Wer jedoch eine ganz persönliche und individuelle Schneekugel gestalten möchte, kann recht einfach und kostengünstig seine Schneekugel selber machen. Dafür werden nur wenige Materialien benötigt und wie es geht, erklärt die folgende Anleitung.

Eine Schneekugel selber machen – das wird benötigt:

  • 1 Schraubglas, beispielsweise ein Honig-, Konfitüre- oder Gurkenglas
  • destilliertes Wasser
  • Glyzerin
  • Kunstschnee, Glitter oder Eierschalen
  • Dekomaterialien nach Wunsch, beispielsweise Kunststofffiguren, ein Foto oder selbstgebastelte Figuren aus Fimo oder Knete
  • Heißkleber, wasserfester Klebstoff oder Silikon

 

Eine Schneekugel selber machen – so geht‘s:

1. Schritt: das Innenleben der Schneekugel gestalten

Das Innenleben der Schneekugel wird in dem Deckel des Schraubglases befestigt. Dabei können für die Schneekugel die unterschiedlichsten Elemente verwendet werden. Möglich ist beispielsweise, kleine Kunststofffiguren zu verwenden oder eine Landschaft aus Fimo zu formen. Genauso ist aber auch möglich, ein Foto in die Schneekugel zu integrieren. In diesem Fall ist aber wichtig, das Foto wasserfest zu machen, weshalb ein Foto laminiert werden muss. Das Innenleben der Schneekugel wird nun mit Heißkleber, wasserfestem Klebstoff oder Silikon im Deckel festgeklebt. Eine andere Möglichkeit ist, eine Bodenplatte aus Knete zu formen und die Figuren und Zierelemente hier hineinzudrücken. Beim Gestalten und Fixieren des Innenlebens sind zwei Punkte aber sehr wichtig. Zum einen dürfen die Elemente nicht allzu groß sein und sollten möglichst mittig in dem Deckel platziert werden, damit es später keine Berührungspunkte zwischen den Zierelementen und dem Glas gibt. Zum anderen müssen die Zierelemente fest und sicher in dem Deckel befestigt sein, denn wenn die Schneekugel geschüttelt wird, dürfen sie sich nicht lösen.

 

Schneekugel selber machen

 

2. Schritt: Wasser und Schneeflocken einfüllen

Das Glas für die Schneekugel muss absolut sauber sein, bevor es befüllt wird. Daher sollte es sicherheitshalber noch einmal gründlich gespült werden. Dann werden destilliertes Wasser und Glycerin im Verhältnis 1:1 vermischt und in das Glas gegeben. Außerdem werden nun auch die Flocken in das Glas geschüttet, die später herumwirbeln werden. Bei diesen Flocken kann es sich um Schneepulver, um Glitter oder um kleine Streuteile handeln. Eine kostengünstige Alternative wären zerkleinerte Eierschalen von hart gekochten Eiern.

 

3. Schritt: die Schneekugel zusammensetzen

Sind der Deckel und das Glas vorbereitet, kann die Schneekugel auch schon zusammengesetzt werden. Dazu wird der Deckel auf das Glas gesetzt und fest zugeschraubt. Wichtig ist, dass der Deckel wirklich dicht abschließt, denn ansonsten würde das Wasser wieder herauslaufen. Dann wird das Glas umgedreht und damit ist die selbstgemachte Schneekugel auch schon fertig.

Wer kein Schraubglas verwenden möchte, kann im Bastelbedarf auch leere Schneekugeln kaufen und wie die Schneekugeln dann gemacht werden, ist hier zu sehen.

Thema: Schneekugel selber machen