In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich die Fotografie sehr verändert. Während in längst vergangenen Zeiten nur zu ganz besonderen Anlässen ein Fotograf aufgesucht oder bestellt wurde, folgte eine Zeit, in der Fotoapparate zu einem Produkt wurden, das sich nahezu jeder leisten konnte. Bestückt mit einem Film und teils noch mit einem Blitzwürfel zum Aufstecken begann allmählich die Zeit, in der alle möglichen Ereignisse und Gegenstände als Fotos festgehalten wurden. Nach und nach haben sich dann auch die Fotoapparate weiterentwickelt und digitale Aufnahmen durchgesetzt. Heute werden im Privatbereich vor allem Digitalkameras verwendet, für schnelle Schnappschüsse zwischendurch kommt aber oft auch einfach das Handy zum Einsatz.

Auch ohne große Vorkenntnisse oder professionelle Ausstattung kann heutzutage somit jeder Fotos selber machen. Geht es um spezielle Fotos wie beispielsweise Bewerbungsfotos, die ersten Fotos vom Nachwuchs oder Fotos als Erinnerungsstücke an besondere Anlässe wie die Hochzeit, sollte zwar besser auf professionelle Hilfe zurückgegriffen werden. Bei anderen Fotos wie Urlaubsfotos oder Schnappschüssen bei der Familiefeier hingegen reicht die vorhandene Kamera völlig aus. Dennoch gibt es auch hier einige Tipps und Tricks, die beachtet werden sollten, damit die selbstgemachten Fotos gelingen und den Augenblick tatsächlich eindrucksvoll einfangen.

Fotos selber machen – die 5 wichtigsten Tipps und Tricks

Gerade wenn bei einem Ausflug, im Urlaub oder bei einer Party Fotos gemacht werden, muss es oft recht schnell gehen. Schließlich bleibt selten die Zeit, um stundenlang nach den optimalen Einstellungen zu suchen. Allerdings sind Schnappschüsse, die eher zufällig entstanden sind, meist ohnehin schöner als inszenierte Fotos. Zudem soll das Fotografieren immer auch noch Spaß machen und nicht in mühselige Arbeit für den Hobby-Fotografen und die Fotomotive werden. Aber es gibt einige kleine Tipps und Tricks, die schnell umzusetzen sind und zu schönen Fotos verhelfen können:

1.) Vor allem im Urlaub werden gerne Strandbilder geschossen, auf denen neben dem hellen, feinsandigen Strand auch Palmen, das türkisblaue Wasser und der strahlend blaue Himmel zu sehen sind. Auf dem entwickelten Foto wirken die Farben dann aber oft deutlich blasser und weit weniger paradiesisch als in der Realität. Hier kann helfen, die Einstellungen zu verändern. Viele Digitalkameras verfügen über die Möglichkeit, die Kamera auf bestimmte Umgebungen abzustimmen. Bei Strandaufnahmen bewährt sich dabei die Einstellung für Schnee am besten, denn dadurch verändert die Kamera die Helligkeitseinstellungen und die Farben werden intensiver eingefangen.

2.) Ein typischer Fehler, den viele Hobby-Fotografen machen, ist, dass der Zoomfaktor viel zu hoch eingestellt wird. Auch bei qualitativ hochwertigen Kameras kann der Zoom das Bild unscharf werden lassen. Besser ist daher, auf den Zoom zu verzichten und stattdessen näher an das Bildmotiv heranzutreten. Zudem kann das Foto später so zugeschnitten werden, dass das jeweilige Objekt groß zu sehen ist. Dies setzt aber scharfe Aufnahmen voraus.

3.) Ein weiterer häufiger Fehler ist, dass die meisten nur im Stehen fotografieren. Vor allem wenn Kinder oder Objekte fotografiert werden, die kleiner oder niedriger sind als der Fotograf, kann sich der Höhenunterschied aber nachteilig auf die Proportionen auswirken. Daher kann es den Versuch wert sein, beim Fotografieren auch einmal in die Hocke zu gehen oder sich sogar auf den Bauch zu legen, um das Motiv dadurch auf gleicher Augenhöhe aufzunehmen. Solche Aufnahmen haben aber noch einen anderen positiven Effekt. Durch die gleiche Augenhöhe und die Nähe ist das Objekt klar und scharf zu sehen, während der Hintergrund ganz leicht unscharf wird. Dadurch erhalten die Fotos Tiefe.

4.) Vermutlich wissen die meisten, dass es schwer ist, gute Fotos zu schießen, wenn gegen die Sonne fotografiert wird. Dies lässt sich allerdings nicht immer vermeiden. Wird gegen die Sonne fotografiert, sollte die freie Hand daher wie ein Schirm über das Objektiv gehalten werden. Befindet sich die Lichtquelle im Rücken, kann es wiederum passieren, dass das Objekt sehr dunkel wirkt und unschöne Schatten zu sehen sind. Hier kann Abhilfe geschaffen werden, indem das Foto mit eingeschaltetem Aufhellblitz gemacht wird. Wird im Dunkeln fotografiert, muss eine recht lange Belichtungszeit eingestellt werden. Wichtig ist dann aber, dass der Fotoapparat entsprechend lange ruhig gehalten wird, denn ansonsten ist das Foto verwackelt.

5.) Ein wesentlicher Faktor für gelungene Fotos ist der richtige Bildaufbau. Werden Motive fotografiert, die wie beispielsweise Gebäude klare, gerade Linien haben, sollten die Linien parallel zum waagerechten oder senkrechten Bildrand verlaufen, weil das Foto ansonsten schief wird. Soll ein Motiv zentriert fotografiert werden, sollte sich das Motiv in der Bildmitte befinden. Gleichzeitig sollte der Horizont aber im unteren Drittel des Fotos verlaufen. Oft ist es nicht möglich, ein Motiv vollständig zu erfassen, beispielsweise wenn eine weitläufige Landschaft fotografiert werden soll. Um den Eindruck dennoch ausdrucksstark festzuhalten, ist es in diesem Fall sinnvoll, einen Ausschnitt im Hochformat zu fotografieren. Dabei ist das Hochformat für ausdrucksstarke Bilder generell besser geeignet und durch den gezielt ausgewählten Ausschnitt wird der Eindruck konzentrierter eingefangen.

Und hier noch ein paar weitere Tipps rund ums Fotografieren.

Thema: Fotos selber machen