In sehr vielen Gärten finden sich Gartenteiche, die je nach Größe des Gartens vom kleinen Miniteich über den mittelgroßen Teich mit Fischen bis hin zum großen Schwimmteich reichen können. Neben der schönen Optik ist für viele das sanfte Plätschern einer der Hauptgründe für einen Gartenteich, denn das sanfte Plätschern des Wassers hat eine wunderbar entspannende und beruhigende Wirkung. Ein Gestaltungselement mit einer ähnlichen Wirkung ist ein Bachlauf.

Dieser kann einen Gartenteich ergänzen oder auch ein eigenständiges Element zur Gestaltung des Gartens sein. Dabei ist es gar nicht sehr schwer oder sonderlich aufwändig, einen Bachlauf anzulegen. Für diejenigen, die ihren Bauchlauf selber machen möchten, erklärt die folgende Anleitung, wie es geht.

Einen Bachlauf selber machen – die benötigten Materialien:

1.) Wer einen Bauchlauf anlegen möchte, kann entweder Teichfolie oder Bachlaufschalen verwenden. Bachlaufschalen sind vorgefertigte Schalen aus Kunststoff oder Beton, die vom Prinzip her mit Becken für Gartenteiche vergleichbar sind. Die Schalen gibt es als Einzelelemente oder als Sets und beim Bau des Bachlaufs werden die Schalen einfach in den Graben gesetzt und ineinander gesteckt. Der Nachteil an Bachlaufschalen ist aber, dass diese die Form des Bachlaufs vorgeben.

2.) Die Alternative zu Bachlaufschalen ist Teichfolie. Diese ist nicht nur kostengünstiger, sondern ermöglicht zudem, den Bachlauf nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen anzulegen, also beispielsweise mit Kurven, Windungen oder Absätzen. Daneben werden für den Bachlauf Sand und Teichvlies benötigt. Die Sandschicht gleicht Unebenheiten im Boden aus und schützt die Teichfolie zusammen mit dem Teichvlies vor beispielsweise spitzen Steinen.

3.) Der Bachlauf mündet entweder in einen Gartenteich oder in einen Auffangbehälter. Letzterer wird meist in den Boden eingelassen und verfügt über eine Pumpe im Deckel, die das Wasser zum Ausgangspunkt zurückpumpt.

4.) Als weitere Materialien werden Gestaltungselemente benötigt. Für die Ränder und das Bachbett bieten sich dekorative Steine in unterschiedlichen Größen an, die für die Optik des Bachlaufs zuständig sind und gleichzeitig auch die Teichfolie fixieren und verdecken. Die Ränder können außerdem mit Pflanzen wie beispielsweise Farnen, Gräsern, Sumpfschwertlinien oder Sumpfdotterblumen bepflanzt und mit Dekorationsgegenständen wie Tonkrügen oder Glaskugeln verziert werden.

 

Einen Bachlauf selber machen – so geht’s:

1. Den Bachlauf anlegen

In den meisten Fällen ist ein Bachlauf zwischen 20 und 30cm tief und zwischen 30 und 60cm breit. Allerdings kann der Gartenbesitzer natürlich selbst entscheiden, wie breit und tief sein Bachlauf werden soll. Der erste Arbeitsschritt besteht nun darin, den Verlauf des Bachlaufes zu bestimmen und einen entsprechenden Graben auszuheben. Da ein Bachlauf immer zumindest ein leichtes Gefälle haben sollte, muss der Aushub jedoch nicht entsorgt werden, sondern kann zum Einsatz kommen, um einen Hügel aufzuschütten. In einem Garten, bei dem bereits eine Hanglage vorhanden ist, ist aber kein zusätzliches, künstlich angelegtes Gefälle mehr notwendig.

 

2. Die Folie auslegen

Ist der Graben fertig, wird dieser mit einer etwa 5cm dicken Sandschicht aufgefüllt, auf der dann Teichvlies ausgelegt wird. Als nächste Schicht wird die Teichfolie verlegt. Die benötigte Länge der Teichfolie lässt sich dabei recht einfach mit einer ganz normalen Schnur ermitteln. Diese wird am Anfangspunkt in den Graben gelegt und dem Bachverlauf folgend bis zum Endpunkt ausgelegt. Dadurch werden automatisch auch Kurven, Windungen und Absätze richtig ausgemessen. Für die Breite der Folie gilt, dass diese mindestens 50cm breiter sein sollte als der Bachlauf. Ist der Bachlauf beispielsweise 40cm breit und 30cm tief, sollte die Folie also etwa 1,5m breit sein, so dass sie auf beiden Seiten 25cm breit über den Bachlauf hinausragt. Die Folie wird dann gerade und möglichst ohne Falten verlegt. Wird mit Bachlaufschalen gearbeitet, werden diese im Graben positioniert und zusammengesteckt.

 

Bachlauf selber machen

 

3. Der Feinschliff

Damit die Teichfolie an den Seiten nicht in den Bachlauf rutschen kann, können hier einige größere Steine verteilt werden. Die Steine fixieren die Folie und verdecken sie gleichzeitig. Ist die Folie befestigt, kann die Ausgestaltung des Bachlaufs beginnen. Dazu können weitere Steine dekorativ angeordnet, Pflanzen gesetzt und weitere Dekorationselemente verteilt werden. Zum Schluss wird dann noch die Pumpe angeschlossen und schon kann das Wasser im selbstgebauten Bach fließen.

Und so kann das Ganze dann aussehen.

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