Tischkarten sind nicht nur dekorativ und werten einen festlich gedeckten Tisch optisch auf, sondern erweisen sich auch als recht praktisch. So erübrigt sich für die Gäste die Frage, wer sich wo hinsetzen soll und auch Gäste, die etwas später eintreffen, müssen nicht befürchten, getrennt voneinander zu sitzen, weil nicht mehr ausreichend freie Plätze nebeneinander vorhanden ist. Der Gastgeber kann durch die Tischkarten außerdem auch die Stimmung ein wenig steuern, denn durch die Tischkarten ist sichergestellt, dass Gäste, die sich vielleicht nicht sonderlich mögen oder sich nichts zu sagen haben, ausgerechnet nebeneinander Platz nehmen. Nicht zuletzt sind Tischkarten aber auch als Andenken sehr beliebt und viele Gäste nehmen ihr Tischkärtchen als nette Erinnerung an die Feier gerne mit nach Hause.

Nun gibt es natürlich unzählige Möglichkeiten, wie Tischkarten aussehen können. Die klassische und schlichte Variante sind kleine Kärtchen, die in der Mitte zusammengefaltet, mit dem Namen beschriftet und an den jeweiligen Platz gestellt werden. Um solche Tischkarten etwas aufzuwerten, können kleine Blumen oder andere, zum Anlass passende Motive auf die Karten aufgeklebt werden. Dies kann dann beispielsweise so aussehen:

Allerdings muss es sich bei Tischkarten keineswegs immer nur um Karten aus Papier handeln. So können bei einer Taufe beispielsweise kleine Störche, bei einem Geburtstag zur Volljährigkeit Spielzeugautos oder bei einer Sommerparty Orangen oder Zitronen als Kartenhalter dienen, an denen die Namensschilder befestigt werden. Universell einsetzbar sind daneben auch Steine oder Blätter, auf die der Name mit weißer, silberner oder goldener Schrift geschrieben und die mit kleinen Marienkäfern, Hufeisen oder anderen Glückssymbolen aus Holz, Schokolade oder Marzipan verziert werden können. In der folgenden Anleitung wird noch eine weitere Idee für Tischkarten vorgestellt. Hierbei geht es um Tischkarten in Form von kleinen Tütchen, die mit Süßigkeiten befüllt werden und dadurch Tischkarte und Gastgeschenk in einem sind.

Tischkarten selber machen – die benötigten Materialien:

  • Tonkarton
  • Band oder Kordel
  • Süßigkeiten zum Befüllen
  • Schere, Lineal, Bleistift, Klebstoff, Locher und Stift zum Beschriften

 

Tischkarten selber machen – so wird‘s gemacht:

1.) Zuerst werden die Tütchen aus Tonkarton angefertigt. Dazu werden die Umrisse der Tütchen auf den Tonkarton gezeichnet und anschließend ausgeschnitten. Für einen Umriss werden vier Rechtecke nebeneinander gezeichnet, zwei schmalere für die Seiten und zwei breitere für die Vorder- und die Rückseite. Dabei wechseln sich die Rechtecke jeweils ab. Auf einer Seite wird zudem ein Streifen gezeichnet, der später als Klebefläche dienen wird. An die untere Kante werden nun die Rechtecke für den Boden gesetzt. Diese werden mindestens halb so breit gezeichnet wie die Seitenteile, damit später ein geschlossener Boden entsteht. Damit der Boden aber nicht zu dick wird, können die Rechtecke der Seitenteile in Form von Dreiecken zugeschnitten werden. An die Oberkante der Vorderseite wird zum Schluss noch ein Rechteck gesetzt, das den Deckel ergeben wird. Werden viele Tütchen benötigt, kann es übrigens sinnvoll sein, eine Schablone anzufertigen, die anschließend auf den Tonkarton aufgetragen werden kann und so das Anfertigen etwas beschleunigt.

 

Tischkarten selber machen
2.) Nun werden die Tütchen ausgeschnitten. Damit sich die Tütchen gut zusammenkleben lassen, werden außerdem die Knickkanten vorbereitet. Dazu wird das Lineal an die jeweilige Kante angelegt und die Linie mit der Scherenspitze leicht nachgefahren. Dann werden die Klebeflächen mit Klebstoff versehen und das Tütchen zusammengefaltet. Anstelle von Klebstoff kann auch doppelseitiges Klebeband verwendet werden.

3.) Jetzt wird der Deckel des Tütchens nach hinten geklappt. Mit dem Locher werden dann zwei Löcher in das Tütchen gearbeitet, durch die das Band hindurchgefädelt werden wird. Auf die Vorderseite des Tütchens wird nun der Name des Gastes geschrieben.

4.) Das Tütchen ist damit schon fast fertig. Nun wird es nur noch befüllt, beispielsweise mit Schokolade, Pralinen, Mandeln, Marzipanfigürchen, Gummibärchen oder anderen kleinen Aufmerksamkeiten. Dann wird das Band von der Rückseite aus durch die Löcher gefädelt und auf der Vorderseite zu einer Schleife gebunden.

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