Steinguss wird auch als Zementguss, Betonguss oder Kunststein bezeichnet und dahinter verbirgt sich eine Gießmasse, die aus Zement, Sand, Wasser und eventuell Kies und Farbpigmenten besteht. In erster Linie wird Steinguss verwendet, um Dekorationen für die Terrasse und den Garten anzufertigen, beispielsweise in Form von Figuren, Skulpturen, Blumenkübeln, Trögen oder auch dekorativen, hübsch verzierten Steinen. Grundsätzlich wird im Zusammenhang mit Steinguss zwischen dem Vollguss und dem Hohlguss unterschieden.

Bei einem Vollguss besteht das Werkstück vollständig aus Steinguss, bei einem Hohlguss hingegen ist nur die Außenhaut aus Steinguss gearbeitet. Daher ist ein Hohlguss wesentlich leichter als ein Vollguss und auch die Festigkeit ist höher. Nun gibt es natürlich unterschiedlichste Figuren, Skulpturen und Dekorationen für die Terrasse und den Garten in den verschiedensten Formen, Größen und Preisklassen fertig zu kaufen. Wer seine Terrasse, seinen Garten oder auch seine Wohnung jedoch mit einzigartigen, individuellen Dekorationen schmücken möchte, kann den Steinguss durchaus auch selber machen. Dies macht nicht nur viel Spaß, sondern schont ganz nebenbei auch den Geldbeutel.

Steinguss selber machen – die benötigten Materialien:

  • Zement, Wasser und Sand
  • Farbpigmente nach Wunsch
  • Gießform
  • Zement und Sand sind in jedem Baumarkt erhältlich. Soll die Gießmasse mit Farbpigmenten vermischt oder die Figur später bunt bemalt werden, sollte weißer Zement verwendet werden. Ansonsten eignet sich der kostengünstige graue Zement genauso gut. Soll eine große Figur angefertigt werden, kann zudem etwas Tongranulat unter die Masse gemischt werden. Dadurch wird die Figur später nicht ganz so schwer. Gießformen für Steinguss bestehen meist aus Latex und sind in unterschiedlichen Formen und Größen im Fachhandel erhältlich. Als Alternative und für die ersten Versuche erfüllen Silikonbackformen oder einfache Plastikschüsseln aber die gleiche Funktion.

 

Steinguss selber machen – so geht‘s:

1.) Zuerst wird die Gießmasse angerührt. Dazu werden Zement, Sand und Wasser zu Beton miteinander vermischt. Wer möchte, kann zudem Kies in unterschiedlichen Körnungen hinzufügen, wodurch die Figur eine interessant strukturierte Oberfläche erhält. Um die Figur nicht ganz so schwer werden zu lassen, kann der Beton außerdem mit Tongranulat angereichert werden. Sollen farbige Figuren entstehen, werden Farbpigmente in den Beton eingerührt. Wichtig bei den Farbpigmenten ist aber, dass es sich um alkalibeständige Farbpigmente handelt.

2.) Die Masse wird nun in die Gießform gefüllt. Als Gießformen eignen sich Backformen aus Silikonkautschuk hervorragend, genauso können aber auch einfache Plastikgefäße verwendet werden. Wer bestimmte Abdrücke gestalten möchte, kann die Gießformen zuvor auslegen. So können unterschiedliche Muster in eine Holzplatte gearbeitet werden, die auf den Boden des Gefäßes gelegt wird. Daneben ist möglich, Hand- und Fußabdrücke, Namen, Sprüche oder andere Motive in eine Modelliermasse zu drücken. Außerdem kann auf dem Boden des Gefäßes ein Muster aus bunten Mosaiksteinchen oder Fliesenresten ausgelegt werden, die später dann als Zierelemente zu sehen sind.

3.) Ist die Gießform befüllt, wird sie vorsichtig geschüttelt. Durch das Hin- und Herbewegen verteilt sich die Masse optimal in der Gießform und Luftbläschen können entweichen. Nun muss der Steinguss mehrere Tage lang aushärten. Dabei ist wichtig, dass die Gießform auf einer ebenen, geraden Fläche steht, damit die fertige Figur später eine waagerechte Standfläche hat.

4.) Nach dem Aushärten wird die Figur aus der Form gelöst und kann weiterbearbeitet werden. Sofern notwendig, können Kanten und Gussnähte abgeschliffen oder kleinere Löcher oder unschöne Abplatzungen verspachtelt werden. Wer möchte, kann die Figur außerdem auch bemalen und die Bemalung mit einer Schicht Klarlack versiegeln.

Und wie eine selbstgemachte Dekoration aus Steinguss dann aussehen kann, zeigt dieses Video.

Thema: Steinguss selber machen