DIY Badebomben: Rezept und Anleitung

Rezept und Anleitung für DIY Badebombe
DIY Badebomben eignen sich auch prima als Geschenk!

Was gibt es Schöneres, als nach einem langen, anstrengenden Tag in der Badewanne zu entspannen? Und wenn dann der Badezusatz auch noch für einen tollen Duft sorgt, die Haut pflegt und das Wasser sanft sprudeln lässt, ist das Wohlfühl-Ambiente perfekt. Möglich wird das alles durch Badekugeln, auch Badebomben genannt. Nur sind die Kugeln mitunter ganz schön teuer. Dabei lassen sie sich problemlos selber machen. Und das mit den Duft- und Pflegestoffen, die Du drin haben möchtest. Wie es geht? Hier sind ein Rezept und die Anleitung für DIY Badebomben!

Badebomben lassen das Wasser sprudeln. Gleichzeitig enthalten sie Pflegestoffe und verströmen einen zarten Duft. Im Handel gibt es die bunten Badekugeln in vielen verschiedenen Varianten. Allerdings sind die Preise mitunter ganz schön hoch. Deutlich günstiger wird es, wenn Du Dir Deine Badekugeln einfach selbst herstellst.

So sparst Du nicht nur Geld, sondern kannst die Badebomben ganz nach Deinem persönlichen Geschmack herstellen. Du kannst Deine persönliche Duft- und Farbmischung anfertigen, die es so garantiert nirgends zu kaufen gibt. Außerdem weißt Du dann genau, was Deine Badebälle enthalten. Und wenn Du gleich ein paar Kugeln mehr herstellst, hast Du ein tolles Mitbringsel für Freunde.

Das Rezept für DIY Badebomben

Natron und Zitronensäure sind die beiden Hauptzutaten für DIY Badebomben. Sie sind auch diejenigen, die für den Sprudeleffekt sorgen. Denn wenn Natron und Zitronensäure mit Wasser in Kontakt kommen, entsteht eine chemische Reaktion. Aber keine Angst: Diese Reaktion ist völlig unbedenklich!

Ergänzt werden die beiden Hauptzutaten mit Stärke und Fett. Sie sorgen für die notwendige Bindung. Das Grundrezept für DIY Badebomben lautet so:

 

  • 200 g Natron
  • 100 g Zitronensäure (als Pulver)
  • 50 g Speisestärke aus Kartoffeln oder Mais
  • 65 g Kokosfett, Kakaobutter oder Sheabutter

Diese Menge reicht für drei bis vier große oder bis zu acht kleine Badekugeln aus. Möchtest Du mehr Badebomben herstellen, kannst Du die Mengen einfach entsprechend hochrechnen.

Speisestärke, Natron und Zitronensäure bekommst Du im Supermarkt. Während das Natron meist in der Backabteilung steht, ist die Zitronensäure bei den Reinigungsmitteln unterbracht. Je nach Hersteller heißt sie auch Ascorbinsäure.

Was das Fett angeht, ist Kokosfett die kostengünstigste Variante. Kakao- und Sheabutter sind etwas teurer, riechen aber besser.

Statt festem Fett kannst Du auch Pflanzenöl für Deine Badekugeln verwenden. In diesem Fall nimmst Du ungefähr 30 ml Öl Deiner Wahl, also zum Beispiel Oliven- oder Rapsöl. Ungefähr deshalb, weil Du ein wenig ausprobieren musst, wie viel Öl Du brauchst. Je nach Öl kann das nämlich oder weniger sein. Nimmst Du zu viel Öl, werden Deine Badekugeln nicht fest. Nimmst Du zu wenig, hält die Masse nicht richtig zusammen. Hast Du keine Lust auf Experimente, dann verarbeite lieber festes Fett.

Weitere Zutaten für DIY Badebomben

Mit den vier Grundzutaten entsteht eine Masse, die sich zu Badekugeln formen lässt. Allerdings wären die Badebomben so ziemlich langweilig. Deshalb kommen die Zutaten dazu, die für den schönen Duft, die Farbe und die Pflege sorgen. Dabei wiederum kannst Du Dich kreativ austoben. So kannst Du zum Beispiel hinzufügen:

 

  • ein paar Tropfen ätherisches Öl oder Massageöl
  • etwas Seife oder Badeschaum
  • ein Spritzer von Deinem Lieblingsparfum
  • getrocknete Blütenblätter, Kräuter oder Früchte
  • Grüner Tee, Kräuter- oder Früchtetee (trocken!)
  • Fichtennadeln
  • Gewürze wie Zimt und Sternanis
  • Milchpulver
  • Honig
  • Kakaopulver, Kokosraspeln oder Schokolade
  • Seifen- oder Lebensmittelfarbe in Pulverform
  • Lidschattenpulver, wenn Du Badekugeln in zarten Pastellfarben haben möchtest
  • Badesalz

Wichtig ist nur, dass Deine Zutaten kein Wasser enthalten. Sonst kann es passieren, dass das Natron und die Zitronensäure vorzeitig reagieren und Deine Masse aufschäumt. Diesen Effekt möchtest Du ja aber erst in der Badewanne haben!

Ein Wort noch zu Ölen und Blütenblättern

Wenn Du Deine Badekugeln mit ätherischen Ölen anreicherst, dann achte darauf, dass es sich um naturreine, ätherische Öle handelt. Am besten verwendest Du Öle in Bio-Qualität, die für den Verzehr zugelassen sind. Solche Öle sind auch hautverträglich.

Möchtest Du Blüten wie zum Beispiel Rosenblätter, Lavendel, Kamille oder Lavendel verwenden, kannst Du sowohl frische als auch getrocknete Blumen nehmen. Allerdings dürfen die Blumen weder gespritzt noch sonst wie chemisch behandelt sein. Schließlich sollen Deine DIY Badebomben keine allergischen Reaktionen verursachen. Blumen aus dem Supermarkt oder Gartencenter eignen sich deshalb nicht.

Erkundige Dich im örtlichen Blumenladen, ob Du dort Blumen in Bio-Qualität bekommst. Ansonsten kannst Du in Bioläden, Reformhäusern oder der Apotheke nachfragen. Dort sind getrocknete Blüten für Kosmetikzwecke erhältlich. Daneben wirst Du in Online-Shops fündig.

Die Werkzeuge und Hilfsmittel für Deine DIY Badebomben

Neben den Zutaten brauchst Du noch ein paar Hilfsmittel. Das sind zunächst einmal

 

  • die Küchenwaage,
  • eine Schüssel,
  • ein Topf und eine Schale für das Fett,
  • Handschuhe und
  • Backpapier.

Die Badebomben kannst Du mit den Händen formen. Oder Du greifst auf Förmchen zurück. Im Fachhandel gibt es spezielle Formen für Badekugeln. Das sind Halbkugeln aus Metall oder Acryl, die gefüllt und anschließend zusammengesetzt werden. Genauso gut funktionieren aber auch andere Hilfsmittel. Zumal Badekugeln nicht unbedingt rund sein müssen, auch wenn sie Kugeln heißen. Um die Badebomben zu formen, kannst Du zum Beispiel verwenden:

 

  • den Eisportionierer
  • Eiswürfelformen
  • Backförmchen aus Silikon
  • Ausstechformen für Plätzchen
  • Backbleche für Muffins
  • die Plastikeinlage von einer leeren Pralinenschachtel

Und als letztes brauchst Du dann noch eine Verpackung für Deine DIY Badebomben. Dabei kannst Du die Badekugeln einzeln in Folie verpacken oder in Muffinförmchen aus Papier setzen. Oder Du gibst die Kugeln in ein schönes Schraubglas oder eine Geschenkschachtel.

Die Anleitung für DIY Badebomben

Hast Du alle benötigten Zutaten und Werkzeuge beisammen, stellst Du die Badekugeln wie folgt her:

Die Grundmasse herstellen

Zuerst wiegst Du das Natron, die Zitronensäure und die Speisestärke ab. Dann gibst Du die drei Zutaten in eine Schüssel und vermischst sie miteinander.

Anschließend gibst Du das Fett in eine Schale und stellst sie in einen Topf mit Wasser. In diesem Wasserbad erwärmst Du das Fett nun langsam und bei kleiner Temperatur, bis es flüssig ist.

Das flüssige Fett gibst Du zu den trockenen Zutaten in die Schüssel und vermischt alles gut miteinander.

Die Masse wie gewünscht anreichern

Jetzt gibst Du zu der Grundmasse die Zutaten dazu, die Du gerne in Deinen Badekugeln haben möchtest. So kannst Du die Masse zum Beispiel mit Seifen- oder Lebensmittelfarbe oder etwas Lidschattenpulver einfärben.

Für einen angenehmen Duft kannst Du ätherisches Öl, Seife oder Badeschaum hinzufügen. Oder Du würzt Deine Badekugeln mit aromatischen Gewürzen, Orangenschalen, Kräutern oder zerkleinerten Blütenblättern. Blüten und Kräuter sorgen natürlich auch für eine schöne Optik.

Damit Deine Badebomben Deine Haut pflegen, kannst Du Milchpulver oder etwas Honig beimischen. Beim Honig solltest Du aber eher sparsam sein. Sonst kann es passieren, dass Deine Masse verklumpt und die Badebomben nicht mehr sprudeln.

Natürlich kannst Du Deine Masse auch in mehrere Portionen aufteilen und zum Beispiel unterschiedlich einfärben. So kannst Du bunte Badekugeln kreieren.

Die Badebomben formen

Hast Du alle gewünschten Zutaten in Deiner Masse, knetest Du sie mit der Hand solange gut durch, bis ein homogener Teig entstanden ist. Am besten ziehst Du Dir dafür die Handschuhe über.

Sollte Deine Masse zu trocken und bröselig sein, kannst Du etwas Fett hinzufügen. Ist Deine Masse zu flüssig, hilft etwas mehr Stärke.

Haben sich alle Zutaten zu einer geschmeidigen Masse verbunden, kannst Du Deine DIY Badebomben formen. Dafür nimmst Du eine kleine Portion ab, entweder mit der Hand oder mit dem Eisportionierer. Diese kannst Du dann mit den Händen zu einer Kugel formen. Oder Du drückst die Masse in ein Förmchen. Für bunte Badekugeln schichtest Du einfach Massen in verschiedenen Farben übereinander. So verarbeitest Du nach und nach die ganze Masse.

Wichtig beim Formen ist aber, dass Du die Masse fest zusammendrückst. Sonst kann es passieren, dass die Badebomben beim oder nach dem Trocknen auseinanderfallen.

Die Badekugeln trocknen

Hast Du die Badekugeln von Hand geformt, legst Du sie nebeneinander auf Backpapier. Gleiches gilt, wenn Du spezielle Kugelformen verwendet hast. Stecken Deine Badebomben in Eiswürfelbehältern, Silikonformen oder ähnlichen, biegsamen Förmchen, lässt sie für 24 Stunden darin. Danach setzt Du die DIY Badebomben dann vorsichtig auf Backpapier um.

Bei Zimmertemperatur müssen die Badekugeln nun mehrere Tage lang durchtrocknen. Zwei bis drei Tage sollten es schon sein. Wenn Du nicht so viel Geduld hast oder es schneller gehen muss, kannst Du die Badekugeln für etwa sechs Stunden in den Kühlschrank geben. So härten sie schneller aus. Besser ist aber, wenn Du die Kugeln langsam aushärten lässt.

Den DIY Badezusatz verpacken

Sind die Badekugeln gut durchgetrocknet, kannst Du sie verpacken. Dafür kannst Du sie zum Beispiel in ein schönes Glas geben oder in eine hübsche Schachtel füllen. Luftdicht verpackt und trocken gelagert, gehen die Badekugeln nicht kaputt. Deshalb kannst Du sie ruhig auf Vorrat anfertigen.

Setzt Du die Badebomben in Muffinförmchen aus Papier, verpackst Du sie in Folienbeutel oder gibst Du sie in kleine Schachteln, entsteht im Handumdrehen ein tolles Geschenk. Dekoriert mit einer Schleife, vielleicht noch ein paar Blüten und einer Karte mit einer kleinen Botschaft wird das Geschenk noch persönlicher.

Und noch ein kleiner Tipp: Nicht jeder hat in seinem Badezimmer eine Badewanne. Doch ein herrlich duftendes, wohltuendes und sprudelndes Erholungsbad ist auch ohne Badewanne möglich. Denn wenn Du die Badekugeln etwas kleiner formst, kannst Du sie prima für ein Fußbad verwenden.
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Autor: Ömer Bekar