Likör selber machen

 

Vor allem Frauen wird nachgesagt, dass sie gerne Liköre trinken. Dies liegt vermutlich daran, dass bei Likören der reine Alkoholgeschmack im Hintergrund bleibt und stattdessen der aromatische und süße Geschmack im Vordergrund steht. Allerdings sind Liköre natürlich kein reines Frauengetränk, sondern werden genauso gerne auch von Männern getrunken und außerdem als Zutat in den unterschiedlichsten Rezepten verwendet. So werden Liköre beispielsweise häufig in Cocktails verarbeitet oder kommen in Desserts zum Einsatz. Dabei ist es gar nicht schwer, Liköre selber zu machen und vor allem im Sommer bietet es sich an, Liköre aus frischen Früchten herzustellen. Dazu werden einfach etwa 500g Früchte mit 250g Zucker vermischt und mit soviel Alkohol aufgegossen, dass die Früchte vollständig abgedeckt sind. Als Alkohol eignen sich beispielsweise Wodka, Korn, Weinbrand oder Rum. Der Likör muss dann gute 6 Wochen lang reifen und kann nach dem Abseihen dann serviert werden.

Ein anderer Likör, der ein echtes Multitalent und gleichzeitig ein wahrer Klassiker ist, ist der Eierlikör. Dieser wird pur oder erwärmt als Punsch genossen, als Sauce für Eisbecher und Cremes verwendet oder in Kuchen und Torten verarbeitet. Zudem eignet sich Eierlikör hervorragend, um in kleinen, schönen Flaschen als selbstgemachtes Geschenk überreicht zu werden. Wer nun auch einmal einen solchen Likör selber machen möchte, findet im Folgenden zwei unterschiedliche Rezepte. Das erste Rezept ergibt einen eher dickflüssigen Eierlikör und hier wird die Eimasse auch erwärmt. Beim zweiten Rezept hingegen handelt es sich um eine schnelle Variante für einen etwas dünnflüssigeren Likör.

 

1. Rezept: Dickflüssiger Eierlikör zum Selbermachen

Für einen guten Liter Eierlikör werden benötigt:

  • 8 Eigelb
  • 250ml Rum oder Weizenkorn
  • 375ml Kondensmilch
  • 250g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Für den Eierlikör werden zunächst die Eigelbe in eine Schüssel gegeben und schaumig geschlagen. Unter ständigem Rühren werden dann in kleinen Mengen erst der Puderzucker, danach der Vanillezucker, anschließend die Kondensmilch und zum Schluss der Rum oder Korn untergerührt. Die Schüssel wird jetzt in einen größeren Topf mit warmem Wasser gestellt und unter Rühren vorsichtig im Wasserbad erhitzt. Dabei bleibt die Mischung solange in dem Wasserbad, bis sie dickflüssig geworden ist. Wichtig ist aber, darauf zu achten, dass die Masse nicht zu warm wird, denn ansonsten flockt das Eigelb aus. Der warme Likör wird nun in Flaschen abgefüllt, die aber nur zu etwa Dreivierteln gefüllt werden. Der Eierlikör dickt nämlich noch etwas nach und damit er später gut aus der Flasche läuft, muss er vor dem Servieren häufig mit etwas Rum oder Milch verdünnt werden. Der fertige Likör kann direkt nach dem Abkühlen getrunken werden, schmeckt aber besser, wenn er ein bis zwei Tage lang im Kühlschrank reifen kann.

 

2. Rezept: Schnellen Eierlikör selber machen

Für etwa 1,5 Liter von diesem Eierlikör werden verarbeitet:

  • 8 Eigelb
  • 400g frische Schlagsahne
  • 400g Puderzucker
  • 700ml Weinbrand

Zuerst wird die Sahne in einen Topf gegeben und einmal aufgekocht. Während die Sahne abkühlt, werden die Eigelbe mit dem Puderzucker vermischt und schaumig geschlagen. Dann werden in kleinen Portionen erst die abgekühlte Sahne und danach der Weinbrand in die Ei-Zucker-Mischung eingerührt. Der fertige Eierlikör wird nun in Flaschen gefüllt und kann nach einem bis zwei Tagen im Kühlschrank serviert werden.

Und wer einen leckeren Cocktail mit dem selbstgemachten Eierlikör mixen möchte, findet hier ein Rezept dafür.

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