Weiße Schokolade selber machen
Schokolade gehört zu den beliebtesten Leckereien. Dies mag daran liegen, dass Schokolade nachgesagt wird, dass sie für gute Laune sorgt und glücklich macht, weil sie die Ausschüttung von Endorphinen fördert. Es kann aber einfach auch daran liegen, dass Schokolade in so vielen unterschiedlichen Sorten und Geschmacksrichtungen angeboten wird, dass vermutlich jeder eine Schokolade findet, die ihm richtig gut schmeckt. Hinzu kommt, dass Schokolade äußerst vielseitig verwendet werden kann. So kann sie natürlich einfach nur pur genossen werden, aber auch als Bestandteil von Eiscreme, Kuchen und Torten, als eisgekühlte oder heiße Schokolade zum Trinken oder als Zutat, die herzhaften Saucen und Fleischspeisen den letzten Pfiff gibt, macht sie eine gute Figur.
Trotz des riesengroßen und vielfältigen Angebots könnte aber der Gedanke aufkommen, ob es nicht auch möglich ist, seine eigene Schokolade herzustellen. Grundsätzlich ist es natürlich möglich, Schokolade selber zu machen, und zwar sowohl dunkle Schokolade und Vollmilchschokolade als auch weiße Schokolade. Grundsätzlich ist die Herstellung von Schokolade auch gar nicht so kompliziert und auch die benötigten Zutaten sollten in nahezu jedem größeren Supermarkt zu bekommen sein. Dass selbstgemachte Schokolade trotz ähnlicher Zutaten und Rezepturen dennoch oft nicht mit fertig gekaufter Schokolade mithalten kann, liegt daran, dass in der heimischen Küche in aller Regel keine professionellen Gerätschaften für die Schokoladenherstellung vorhanden sind.
Ein Geheimnis vom zarten Schmelz einer Schokolade liegt nämlich darin, wie lange und wie gleichmäßig die Schokoladenmasse gerührt wurde. Je länger die Rührzeit ist, desto zarter ist auch die Schokolade, wobei in der industriellen Herstellung spezielle Geräte diese Arbeit übernehmen. Ein weiteres Geheimnis liegt darin, wie fein die Kakaobohnen gemahlen sind. Auch hier gilt wieder, dass die Schokolade umso besser ist, je feiner die Kakaobohnen gemahlen sind. Bei weißer Schokolade spielt letzteres aber weniger eine Rolle, denn weiße Schokolade wird ohne Kakaobohnen zubereitet. Aus diesem Grund zählen Experten weiße Schokolade teilweise auch gar nicht zur Schokolade. Was weiße Schokolade überhaupt ist, erklärt dieses Video:
Und wer einmal weiße Schokolade selber machen möchte, kann das folgende Rezept ausprobieren.
Weiße Schokolade selber machen – die Zutaten
- 200 Gramm Kakaobutter, alternativ kann auch Palmfett verwendet werden
- 200 Gramm Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Esslöffel Speisestärke
- 1 Teelöffel Rum nach Wunsch
Als Arbeitmittel und Werkzeuge kommen ein Topf, eine Schüssel, ein Schneebesen und Formen zum Einsatz. Im Handel sind spezielle Formen für Schokoladentafeln erhältlich, flache Gefäße oder leere Pralinenverpackungen erfüllen jedoch den gleichen Zweck.
Weiße Schokolade selber machen – so geht‘s
1. Die Kakaobutter schmelzen.
Zunächst wird die Kakaobutter geschmolzen. Dazu wird sie in grobe Stücke gehackt, damit der Schmelzvorgang schneller geht. Die Kakaobutter wird dann in die Schüssel gefüllt, die wiederum in einen mit warmem Wasser gefüllten Topf gestellt wird. Unter Rühren wird die Kakaobutter nun solange erwärmt, bis sie vollständig geschmolzen ist.
2. Die restlichen Zutaten untermischen und rühren.
In die geschmolzene Kakaobutter werden nun der Puderzucker, der Vanillezucker und die Speisestärke gegeben und zu einer glatten Masse verrührt. Wer möchte, kann nun noch den Rum hinzufügen, der den Geschmack interessanter macht. Anschließend wird die Schokoladenmasse einige Minuten lang gleichmäßig weitergerührt. Wichtig dabei ist aber, dass das Wasserbad nicht zu heiß wird, denn die Schokoladenmasse darf nicht aufkochen. Wird die Masse zu sehr erhitzt, kann es passieren, dass der Puderzucker Klumpen bildet.
3. Die Formen füllen.
Die Schokoladenmasse wird nun in Formen gefüllt und muss auskühlen. Dazu kann sie in den Kühlschrank gestellt werden und nachdem die Schokolade hart geworden ist, kann sie problemlos aus den Formen gelöst und probiert werden.
Übrigens kann die Schokolade natürlich beliebig verfeinert werden. So können beispielsweise Nüsse, Beeren oder Cornflakes auf die Schokoladenmasse gestreut werden, nachdem sie in die Formen gegossen wurde. Und wer doch lieber dunkle Schokolade selber machen möchte, kann das gleiche Rezept verwenden, nur wird die Speisestärke dann durch 100 Gramm Kakao ersetzt.