Schokolade zum selber machen
Es gibt vermutlich kaum jemanden, der nicht zumindest ab und zu gerne ein Stück Schokolade ist. Dabei gibt es Schokolade in unzähligen Varianten, beispielsweise als helle, dunkle oder weiße Schokolade und pur, gefüllt oder verfeinert mit Zutaten wie Nüssen und Rosinen. Neben den klassischen Geschmacksrichtungen kommen außerdem immer wieder auch neue und eher ungewöhnliche Kreationen auf den Markt, so zum Beispiel Schokolade, die mit Chili oder weißem Pfeffer abgeschmeckt ist. Die Schokoladenherstellung ist ein verhältnismäßig aufwändiges Verfahren, das neben den Gerätschaften vor allem auch Wissen, Können und Zeit erfordert. Aus diesem Grund wird es kaum möglich sein, selbst eine Schokolade herzustellen, die im Hinblick auf Qualität und Geschmack mit der Schokolade vergleichbar ist, die es fertig zu kaufen gibt. Allerdings sind die Geschmäcker bekanntermaßen verschieden und auch wer beispielsweise unter einer Nussallergie leidet, kann seine Schokolade selber machen und so auf eine Schokolade zurückgreifen, die garantiert keine Spuren von Nüssen enthält. Wer es also ausprobieren und seine eigene Vollmilchschokolade herstellen möchte, findet im Folgenden ein Rezept für Schokolade zum Selbermachen.
Schokolade zum Selbermachen – die Zutaten
Für etwa 500g selbstgemachte Vollmilchschokolade werden benötigt:
- 150g Kakaobohnen, getrocknet und gereinigt
- 75g Kakaobutter
- 100g Milchpulver
- 175g Puderzucker
Schokolade zum Selbermachen – so geht‘s:
1. Schritt: die Kakaobohnen rösten, schälen und mahlen
Zuerst müssen die gereinigten, von Jute- und Holzfasern befreiten Kakaobohnen geröstet werden. Dazu werden sie in eine flache Bratpfanne gegeben und solange erhitzt, bis die Schale spröde wird und sich allmählich ablöst. Um sicherzustellen, dass die Bohnen gleichmäßig erhitzt werden, sollte die Pfanne dabei hin und wieder kräftig durchgeschüttelt werden. Wenn die Kakaobohnen anfangen zu knacken, ist die Außenhaut so weit erhitzt, dass die aufspringt. Dann werden die Kakaobohnen geschält, wobei hier vorsichtig gearbeitet werden muss, denn die Bohnen sind sehr heiß! Nun werden die Kerne der Kakaobohnen möglichst fein gemahlen, beispielsweise mit einer elektrischen Kaffeemühle. Insgesamt sollte das Pulver dabei so fein wie möglich sein, denn je feiner das Pulver ist, desto besser ist später die Schokolade.
2. Schritt: die Schokoladenmasse herstellen
Nachdem die Kakaobohnen geröstet, geschält und gemahlen sind, kann die eigentliche Schokoladenmasse hergestellt werden. Dazu werden die gemahlenen Kakaobohnen, die Kakaobutter, das Milchpulver und der Puderzucker in die Bratpfanne oder in einen Topf gegeben. Unter ständigem Rühren werden die Zutaten nun langsam und vorsichtig erwärmt, bis eine homogene Masse mit pastenartiger Konsistenz entstanden ist. Falls die Masse zu dickflüssig geworden sein sollte, kann noch etwas Kakaobutter hinzugefügt werden. Dadurch wird die Masse etwas flüssiger. Wichtig bei der Schokoladenherstellung ist aber, dass die Masse permanent gerührt und nur auf maximal 50 Grad erhitzt wird. Ansonsten kann es passieren, dass der Puderzucker verklumpt.
3. Schritt: die Masse in Formen gießen und aushärten lassen
Die fertige Schokoladenmasse muss nun etwas abkühlen. Dazu wird sie bei Raumtemperatur einfach beiseite gestellt, sollte aber hin und wieder umgerührt werden. Wenn es sehr schnell gehen muss, kann die Masse aber auch unter Rühren im kalten Wasserbad heruntergekühlt werden. Wenn die Masse auf etwa 30 Grad abgekühlt ist, wird sie in Formen gegossen. Als Formen eignen sich beispielsweise kleine Auflauf- und flache Backformen. Möglich ist daneben auch ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, sofern dieses in den Kühlschrank passt. Die Schokolade wird nun nämlich in den Kühlschrank gestellt, wo sie vollständig abkühlt und aushärtet. Nach etwa einer halben Stunde ist die Schokolade dann fertig und kann nach dem Lösen aus den Formen probiert werden.
Und hier noch ein anderes Rezept für Schokolade zum Selbermachen.