Berliner selber machen

Ob nun von Berlinern, Berliner Ballen, Berliner Pfannkuchen, Krapfen, Kreppel, Puffel oder Fastnachtsküchle die Rede ist, gemeint ist immer das Gleiche. Es geht nämlich um jenes etwa faustgroße Gebäck aus süßem Hefeteig, das in Fett ausgebacken und traditionell zu Silvester und in der Faschingszeit gegessen wird. Neben den verschiedenen regionalen Bezeichnungen unterscheiden sich Berliner auch im Hinblick auf die Füllung. Während Berliner in einigen Regionen nämlich ungefüllt bleiben, werden sie an anderen Orten beispielsweise mit Erdbeermarmelade, Pflaumenmus, Hagebuttenmark, Marillenmarmelade, Schokoladencreme oder Eierlikör gefüllt.

Zudem werden Berliner teils in Kristallzucker gewälzt, teils mit Puderzucker bestreut und teils mit einer Zuckerglasur überzogen. Für diejenigen, die Berliner selber machen möchten, heißt das letztlich nichts anderes, als dass es die eine klassische Zubereitungsart eigentlich nicht gibt und somit der eigene Geschmack darüber entscheidet, ob und wie die Berliner gefüllt und fertig gestellt werden. Die Zubereitung selbst ist nicht allzu schwer und wer es ausprobieren möchte, findet im Folgenden ein Rezept dafür.

Berliner selber machen – die Zutaten:

  • 125ml Milch
  • 100g Butter
  • 500g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenbackhefe
  • 50g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • Fett zum Ausbacken
  • Konfitüre zum Füllen
  • Zucker oder Puderzucker zum Bestreuen

 

Berliner selber machen – so geht‘s :

1. Schritt: den Hefeteig zubereiten

Für den Hefeteig wird zuerst die Milch in einem kleinen Topf erwärmt. In die Milch wird anschließend die Butter gegeben und darin zerlassen. Nun wird das Mehl in eine Schüssel gegeben und mit der Trockenhefe vermischt. In die Schüssel kommen dann der Zucker, der Vanillezucker, die Eier, eine Prise Salz und die Milch-Butter-Mischung. Die Zutaten werden nun zuerst miteinander verrührt und anschließend unter kräftigem Kneten zu einem glatten, geschmeidigen Teig verarbeitet. Der Teig muss nun abgedeckt an einem warmen Ort etwa 20 Minuten lang ruhen. Anschließend wird der Teig noch einmal durchgeknetet, wieder abgedeckt und es folgt eine weitere Ruhezeit von etwa 20 Minuten an einem warmen Ort. Nach der Ruhezeit sollte der Teig sein Volumen deutlich vergrößert haben.

 

2. Schritt: die Berliner formen und backen

a.) Der aufgegangene Teig wird nun noch einmal kurz durchgeknetet und dann zu Berlinern geformt, wobei es hierfür mehrere Möglichkeiten gibt. Eine Möglichkeit ist, den Teig in etwa 16 Portionen aufzuteilen und zu Bällchen zu formen. Wichtig dabei ist aber, dass die Bällchen keine Risse aufweisen. Eine andere Möglichkeit ist, den Teig etwa 2cm dick auszurollen und die Berliner mit einem Glas oder einer anderen runden Form auszustechen. Daneben kann der Teig auch zu einer dicken Rolle geformt werden, die dann die Scheiben geschnitten wird. Die geformten Teigstücke werden nun auf ein mit etwas Mehl bestäubtes Tuch oder Backpapier gesetzt, abgedeckt und müssen dann ein weiteres Mal gehen, bis sie deutlich größer geworden sind. Die Ruhezeiten sind sehr wichtig, denn dadurch wird der Teig luftig und locker und schwimmt beim späteren Ausbacken auf der Oberfläche. Werden die Ruhezeiten nicht eingehalten, bleibt der Teig eher fest und sinkt beim Ausbacken ab. Geschmacklich macht dies zwar keinen großen Unterschied, allerdings haben die Berliner dann den typischen hellen Rand in der Mitte nicht.

b.) Während die Berliner ein letztes Mal ruhen, wird das Ausbackfett erhitzt. Die Berliner können in einer Friteuse ausgebacken werden, ein Topf ist aber genauso geeignet. Dabei reicht es aus, wenn das Fett in dem Topf nur etwa 2cm hoch ist. Das Fett wird nun auf etwa 160 bis 180 Grad erhitzt. Um zu überprüfen, ob die richtige Temperatur erreicht ist, wird ein Holzlöffel in das Fett gehalten. Bilden sich kleine Bläschen um den Holzlöffel, ist das Fett heiß genug. Damit das Fett nicht zu heiß wird, kann der Herd nun auf mittlere oder sogar schwache Hitze eingestellt werden. Jetzt werden die Berliner nach und nach ausgebacken. Dazu werden sie in das Fett gegeben, etwa zwei bis drei Minuten lang auf einer Seite gebacken, dann gewendet und auch von der anderen Seite zwei bis drei Minuten lang goldbraun gebacken. Mit einer Schaumkelle werden die fertigen Berliner aus dem Fett genommen und zum Abtropfen auf Küchenpapier gesetzt. Noch heiß können die Berliner dann in Zucker gewälzt werden, anschließend müssen sie auskühlen.

 

3. Schritt: die Berliner füllen

Um die Berliner zu füllen, wird die Konfitüre oder Marmelade in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle gefüllt. Anschließend wird die Füllung seitlich an einer Stelle in dem hellen Rand in die Berliner gespritzt.

Und hier noch eine Videoanleitung für Berliner zum Selbermachen.

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