Seife zum selber machen Set

Seife zum selber machen Set

 

Nachdem der Handel Seifen in unzähligen Varianten anbietet, ist es sicherlich nicht unbedingt notwendig, seine eigene Seife herzustellen. Allerdings bietet selbstgemachte Seife einige Vorteile. So enthält selbstgemachte Seife beispielsweise keine unerwünschten Inhaltsstoffe oder Zusatzstoffe, die schlimmstenfalls zu Hautreizungen oder allergischen Reaktionen führen können. Außerdem kann die eigene Seife ganz nach den individuellen Wünschen und Bedürfnissen kreiert werden, sowohl was die Wirkstoffe angeht als auch im Hinblick auf Aussehen und Duft. Nicht zu vergessen ist außerdem, dass es einfach Spaß macht und ein schönes, kreatives Hobby ist, Seifen selber zu machen. Da sich selbstgemachte Seifen sehr lange halten und daher problemlos auch in größeren Mengen hergestellt werden können, ist ganz nebenbei zudem immer auch ein schönes, persönliches Mitbringsel zur Hand.

Im Grunde genommen ist es auch gar nicht schwer, Seifen selber zu machen. Da mit Natronlauge gearbeitet wird, ist allerdings sehr wichtig, sich entsprechend zu schützen und sehr umsichtig und vorsichtig zu arbeiten. Im Handel werden spezielle Sets zum Seifemachen angeboten. Diese Sets beinhalten neben den benötigten Zutaten auch eine detaillierte Anleitung sowie teilweise Arbeitsmittel wie Rührstäbe, Messbecher und Formen. Allerdings ist es auch ohne ein solches Set möglich, Seife selber zu machen. Was dafür benötigt wird und wie es geht, wird im Folgenden erklärt.

 

Die benötigten Zutaten und Utensilien für selbstgemachte Seife

  • 500g Kokosfett
  • 500g Olivenöl
  • 158g Ätznatron (Natriumhydroxid/NaOH)
  • 500ml destilliertes Wasser
  • 10g Zucker
  • ätherisches Duftöl, Farbpigmente, Blüten und Kräuter nach Wunsch
  • 1 großer Topf aus Edelstahl oder Emaille
  • 1 Gefäß für die Natronlauge
  • Kochlöffel und Stabmixer
  • Thermometer
  • Waage
  • Formen für die Seife, beispielsweise kleine Kistchen aus Holz, Kunststoffverpackungen, Eiswürfel- oder Muffinformen aus Kunststoff oder Silikon; Metallformen eignen sich grundsätzlich auch, müssen aber mit Plastikfolie ausgelegt werden
  • Schutzausrüstung bestehend aus Handschuhen, Schutzbrille, Atemschutz und Kittel oder altem Kleidungsstück

 

So wird die Seife gemacht

 

1.) Zuerst wird die Natronlauge hergestellt. Dazu wird das destillierte Wasser in ein Gefäß gegeben und anschließend das Ätznatron vorsichtig eingerührt. Dabei muss diese Reihenfolge immer und unbedingt eingehalten werden. Andersherum, also erst Natron und dann Wasser, würde es zu einer Explosion kommen und schwerste Verätzungen wären die Folge. Wenn das Natron in das Wasser eingerührt wird, entstehen infolge der chemischen Reaktion Dämpfe und das Wasser beginnt zu kochen. Sehr wichtig sind daher ein Atemschutz, eine Schutzbrille und Handschuhe. Ist die Natronlauge fertig, wird sie zunächst beiseite gestellt. Dabei muss natürlich sichergestellt sein, dass niemand die Lauge umschütten, hineingreifen oder sie gar trinken kann! Die angegebene Menge bezieht sich dabei ausschließlich auf dieses Rezept. Jedes Öl und jedes Fett benötigt eine andere Menge an Lauge, um zu verseifen. In diesem Zusammenhang wird von der Verseifungszahl gesprochen, die in entsprechenden Tabellen nachgelesen werden kann. Anstelle von Wasser kann die Lauge aber auch mit beispielsweise Milch oder Kaffee angesetzt werden.

2.) Als nächstes wird das Kokosfett in den Topf gegeben und unter Rühren langsam und vorsichtig erhitzt, bis es vollständig geschmolzen ist. Dann wird das Olivenöl eingerührt.

3.) Wenn die Natronlauge auf etwa 40 Grad abgekühlt ist, wird sie vorsichtig in die Fett-Öl-Mischung eingearbeitet. Dies erfolgt unter ständigem Rühren und wirklich langsam und vorsichtig.

4.) Nun wird noch der Zucker hineingegeben. Der Zucker sorgt dafür, dass die Seife später schön schäumt.

5.) Jetzt heißt es rühren. Dabei wird mit dem Stabmixer gearbeitet und die Seifenmasse wird solange gerührt, bis sie beginnt, etwas anzudicken und etwa die Konsistenz von Pudding hat.

6.) Wer möchte, kann nun noch weitere Inhaltsstoffe einarbeiten. Ätherische Duftöle beispielsweise sorgen für einen angenehmen Duft, Farbpigmente können der Seife die gewünschte Farbe geben und Blüten oder Kräuter sind für die wohltuende Wirkung und die hübsche Optik zuständig.

7.) Die fertige Seifenmasse wird nun in die Formen gegossen und muss dann 24 Stunden lang aushärten.

8.) Nach 24 Stunden wird die Seife aus den Formen gelöst. Jetzt muss sie noch mindestens einen Monat lang reifen, danach ist sie fertig.

Und hier noch ein anderes Rezept für Seife zum Selbermachen.