Nagelmodellage selber machen

Nagelmodellage selber machen

 

Es gilt schon seit jeher, dass Hände viel über einen Menschen aussagen und saubere, gepflegte Hände und Fingernägel ein wichtiger Bestandteil von einem ansprechenden Gesaamtbild sind. Nun hat aber nicht jeder von Natur aus formschöne und kräftige Fingernägel, die den alltäglichen Belastungen problemlos standhalten. Abhilfe können künstliche Fingernägel schaffen, die vor allem in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt haben. Mittlerweile dürfte es kaum noch einen größeren Ort geben, in dem es nicht mindestens auch ein Nagelstudio gibt. Aber es ist nicht unbedingt notwendig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Kosmetik- und Beautyindustrie hat nämlich ebenfalls auf den Trend reagiert, so dass mittlerweile alle die Materialien, Utensilien und Gerätschaften, die für eine Nagelmodellage benötigt werden, auch für den Hausgebrauch erhältlich sind. Eine Nagelmodellage selber zu machen, erfordert zwar etwas Übung und Geschick, ist aber im Grunde genommen nicht allzu schwer. Wie es konkret geht, erklärt die folgende Anleitung Schritt für Schritt.

Und hier noch ein Video zur Nagelmodellage:

 

Nagelmodellage selber machen – die benötigten Utensilien

Im Handel gibt es Komplettsets für die Nagelmodellage, die eigentlich alle Utensilien enthalten, die benötigt werden. Einige Set umfassen dabei auch eine UV-Lampe, bei anderen Sets muss diese separat hinzugekauft werden. Wer sich seine Materialien und Utensilien selbst zusammenstellen möchte, braucht Folgendes für eine Nagelmodellage:

  • Tips
  • Kleber
  • Cleaner
  • Feilen
  • Buffer, am besten mit einer 240/240 Körnung
  • Staubpinsel
  • Tip-Cutter
  • Haftmittler
  • Grundier-, Aufbau- und Versiegelungs-Gel
  • Rosenholzstäbchen
  • Nagelöl
  • Papiertücher oder Küchenrolle
  • evt. Nagellack, Top Coat oder anderes Zubehör für Nailart
  • UV-Lampe

 

Nagelmodellage selber machen – so wird‘s gemacht

 

1.) Zunächst werden die Hände und die Nägel gründlich gewaschen und am besten desinfiziert. Zudem wird die Nagelhaut mit dem Rosenholzstäbchen zurückgeschoben und sofern notwendig, werden die Nägel etwas gekürzt und in Form gefeilt. Anschließend geht es mit dem Buffer weiter. Dieser wird verwendet, um die Nägel anzurauen und Fettrückstände zu entfernen. Wichtig dabei ist, die Nägel nicht abzuschleifen, sondern tatsächlich nur vorsichtig anzurauen. Dies ist dann erreicht, wenn der Nagel durchgehend matt ist, also keine glänzenden Stellen mehr vorhanden sind. Der Staub, der beim Anrauen entsteht, wird dann mit dem Staubpinsel entfernt. Mit dem Cleaner werden die Nägel nun desinfiziert, wobei gleichzeitig auch die letzten Fettrückstände beseitigt werden. Ab jetzt sollten die Nägel auch nicht mehr mit den Finger berührt werden.

2.) Als nächstes werden die Tips angepasst. Tips gibt es in zehn unterschiedlichen Größen und sie bilden die Grundlage für die Nagelmodellage. Ein Tip hat dann die richtige Größe, wenn er bündig an den Seiten des Nagels anliegt. Passt kein Tip richtig, wird immer ein etwas größerer Tip verwendet und mithilfe der Feile in die richtige Größe gebracht.

3.) Nun werden die Tips auf die Naturnägel geklebt. Dafür wird sehr wenig Kleber auf die Auflagefläche der Tips gegeben und am besten mit einem Pinsel verteilt, so dass eine nur sehr dünne Klebeschicht vorhanden ist. Auf diese Weise ist außerdem sichergestellt, dass wirklich nur die Fläche, die auf dem Nagel aufliegt, eingeklebt wird. Die Tips sind mit einer Markierungslinie auf der Unterseite ausgestattet und werden nun so angebracht, dass diese Stoßkante am äußeren Rand des Naturnagels anliegt. Der Tip wird dann langsam und vorsichtig von vorne nach hinten an den Naturnagel angedrückt und einige Sekunden lang festgedrückt.

4.) Wenn der Kleber trocken ist, werden die Tips mit dem Cutter auf die gewünschte Länge gekürzt. Zudem werden die Tips in Form gefeilt. Um die Übergänge zwischen den Natur- und den Kunstnägeln zu ebnen, kommt dann wieder der Buffer zum Einsatz.

5.) Nachdem die Nägel mit dem Staubpinsel und dem Cleaner gereinigt sind, wird sehr sparsam etwas Haftmittler auf den Naturnagel aufgetragen. Anschließend wird der gesamte Nagel inklusive Nagelspitze mit einer Schicht Grundier-Gel bedeckt. Unter UV-Licht muss diese Gelschicht nun zwei Minuten lang aushärten.

6.) Als nächstes ist das Aufbau-Gel an der Reihe. Dieses wird in einer etwas dickeren Schicht aufgetragen, die zu den Rändern hin dünner ausläuft. Nach Möglichkeit sollte das Gel dabei nicht mit der Nagelhaut in Berührung kommen. Falls dies doch geschieht, wird das Gel umgehend mit dem Rosenholzstäbchen entfernt. Nachdem alle Nägel mit einer Schicht Aufbau-Gel bedeckt sind, muss das Gel wieder aushärten.

7.) Nun werden die Nägel überprüft. Sofern Unebenheiten oder Kratzer vorhanden sind, werden diese nun mit dem Buffer beseitigt. Anschließend wird eine zweite Schicht Aufbau-Gel aufgetragen und ein weiteres Mal ausgehärtet. Nach dem zweiten Aushärten wird die Schwitzschicht, die entstanden ist, entfernt.

8.) Die letzte Schicht bildet das Versiegelungs-Gel. Dieses wird auf die Nägel aufgetragen und dann werden die Nägel ein letztes Mal unter UV-Licht ausgehärtet. Zur Pflege der Nagelhaut wird etwas Nagelöl einmassiert und im Grunde genommen ist die Nagelmodellage damit abgeschlossen. Wer möchte, kann nun noch einen transparenten Nagellack als Top Coat aufgetragen, genauso ist es aber natürlich auch möglich, die Nägel mittels Nailart zu verzieren.