Kochsalzlösung selber machen

Kochsalzlösung kommt in unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz. Im Krankenhaus beispielsweise wird Kochsalzlösung häufig als Infusion verwendet, um auf diese Weise bei hohem Blutverlust das verringerte Volumen im Gefäßsystem zumindest kurzfristig auszugleichen. Die dabei verwendeten Kochsalzlösungen haben einen Salzgehalt von 0,9 Prozent, was dem Salzgehalt des Blutes entspricht. Daneben kennen auch Kontaktlinsenträger Kochsalzlösung, denn sie verwenden die Kochsalzlösung zum Abspülen und teils als Aufbewahrungsflüssigkeit für die Kontaktlinsen.

Den meisten ist Kochsalzlösung aber als Hausmittel bei Erkältungen ein Begriff. Dabei wird die Kochsalzlösung inhaliert, als Nasenspülung oder als Nasenspray verwendet oder es wird mit der Kochsalzlösung gegurgelt. Der große Pluspunkt von Kochsalzlösung als Hausmittel bei einer Erkältung ist, dass sie nicht nur effektiv hilft, sondern auch einfach und schnell selbst hergestellt werden kann.

 

Kochsalzlösung selber machen – so geht’s

Anders als bei Kochsalzlösungen für Infusionen muss bei einer Kochsalzlösung als Erkältungsmittel nicht auf eine hundertprozentig exakte Dosierung geachtet werden. Wichtig ist lediglich, dass der Salzgehalt nicht zu hoch ist, denn Salz in zu hoher Dosierung entzieht dem Körper Flüssigkeit, was dann wiederum den Flüssigkeitshaushalt deutlich belastet.

Wer Kochsalzlösung als Erkältungsmittel selber machen möchte, benötigt hierfür eigentlich nur zwei Zutaten, nämlich zum einen Wasser und zum anderen Salz. Am besten geeignet ist dabei Meersalz, denn hierbei handelt es sich um reines Natriumchlorid. Normales Haushaltssalz, das Jod oder Fluorid enthält, geht zur Not zwar auch, wenn möglich sollte aber Meersalz verwendet werden. Die Herstellung der Kochsalzlösung besteht dann im Wesentlichen aus zwei Schritten:

1.) Zuerst wird das Wasser abgekocht. Dies ist notwendig, um die Zusatzstoffe, Bakterien und Keime, die im Wasser enthalten sind, abzutöten. Das Wasser wird dazu aufgekocht und sollte dann etwa fünf Minuten lang kochen.

2.) Als nächstes wird das abgekochte Wasser mit Salz angereichert. Dazu wird der Topf vom Herd genommen und das Salz wird hinzugefügt. Auf einen Liter Wasser werden dabei zwei Teelöffel Salz verwendet, bei einem halben Liter Wasser reduziert sich die Salzmenge entsprechend auf einen Teelöffel. Das Salz löst sich sehr schnell im Wasser und sobald dies geschehen ist, ist die selbstgemachte Kochsalzlösung auch schon fertig.

3.) Wie es nun weitergeht, hängt davon ab, wie die Kochsalzlösung angewendet werden soll. Zum Inhalieren wird meist ein Inhalator verwendet, ist dieser nicht vorhanden, kann die Kochsalzlösung aber auch einfach in dem Topf verbleiben. Der Erkältete beugt sein Gesicht über den Topf und atmet den Dampf ein. Um die Wirkung zu erhöhen, wird dabei ein Handtuch über den Kopf und die Schultern gelegt.

4.) Um die Kochsalzlösung als Nasenspray oder Gurgelflüssigkeit verwenden zu können, muss abgewartet werden, bis die Kochsalzlösung abgekühlt ist. Anschließend kann sie in einen entsprechenden Behälter umgefüllt werden. Kleine Pipettenfläschchen gibt es in der Apotheke, für Kochsalzlösung als Flüssigkeit zum Gurgeln reicht eine gewöhnliche leere Flasche. Wichtig ist aber, dass die Behälter absolut sauber und keimfrei sind. Vor dem Befüllen sollten sie daher auf jeden Fall desinfiziert werden, indem sie beispielsweise einige Minuten lang in Wasser abgekocht werden.

5.) Da sich selbstgemachte Kochsalzlösung nicht allzu lange hält, sollten besser keine großen Mengen auf Vorrat hergestellt werden. Die Herstellung ist in wenigen Minuten erledigt, so dass die Kochsalzlösung bei Bedarf lieber frisch gemacht werden sollte.

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