Fingernägel zum selber machen American Style
In den letzten Jahren haben künstliche Fingernägel einen regelrechten Boom erlebt und mittlerweile gibt es in jedem größeren Ort mindestens ein Nagelstudio. Gleichzeitig hat auch die Kosmetik- und Beautyindustrie reagiert und allerlei Produkte und Hilfsmittel auf den Markt gebracht, mit deren Hilfe es möglich ist, seine Fingernägel zu Hause auch selber zu machen. Dass gepflegte Hände und Fingernägel zu einem ordentlichen Gesamtbild dazugehören, ist allerdings keine neue Idee, denn schon seit jeher spielen die Hände eine wichtige Rolle. So sagen die Hände viel über einen Menschen aus und letztlich möchte sicher niemand einer Person die Hand geben, wenn deren Hände schmutzig und ungepflegt sind. Aber auch das Styling der Fingernägel unterliegt der Mode. So sind mal kurze, natürlich aussehende Fingernägel angesagt, mal lange, bunt lackierte Fingernägel mit kunstvollen Ornamenten. Ungeachtet der Mode und der Trends spielt dann aber natürlich immer auch der eigene Geschmack eine entscheidende Rolle.
Eine sehr beliebte Stylingvariante für Fingernägel ist der sogenannte French Style. Dieser kennzeichnet sich durch seinen natürlichen Look mit eher kurzen Fingernägeln, die meist in einem transparenten Rosé-Ton lackiert sind und eine weiße Nagelspitze aufweisen. Ein anderer Look, der im Grunde genommen das Gegenstück zum French Style bildet, ist der sogenannte American Style. Hierbei sind die Fingernägel extrem lang, meist eckig gefeilt und üblicherweise in bunten, auffälligen Farben lackiert. Wer seine Fingernägel nun auch einmal im American Style tragen möchte, aber kein Nagelstudio besuchen, sondern seine Nägel selber machen will, kann auf Fingernägel zum Ankleben zurückgreifen. Dies ist eine verhältnismäßig einfache und schnelle Technik und wie es funktioniert, wird im Folgenden erklärt.
Fingernägel zum Selbermachen im American style – die benötigten Utensilien
- Set mit langen Fingernägeln zum Ankleben und Spezialkleber in guter Qualität
- Rosenholzstäbchen oder Pferdefüßchen
- Sandblattfeile
- Buffer
- Pinsel
- Rillenfüller
- Nagellack nach Wunsch
Fingernägel zum Selbermachen im American style – so geht‘s
1. Die Nägel vorbereiten
Grundvoraussetzung für künstliche Fingernägel sind zunächst einmal gesunde Naturnägel. Liegt beispielsweise ein Nagelpilz vor, muss dieser zunächst medizinisch behandelt werden. Gleiches gilt bei sehr dünnen, brüchigen oder anderweitig angegriffenen Fingernägeln. Hier sollte besser auf professionelle Hilfe zurückgegriffen werden, denn der teils recht aggressive Kleber könnte die Naturnägel nur noch zusätzlich angreifen und beschädigen.
Vor dem Anbringen der künstlichen Fingernägel müssen die Naturnägel vorbereitet werden. Dazu werden die Hände und Nägel gründlich mit Seife gewaschen und die Nagelhäute vorsichtig mit einem Rosenholzstäbchen oder einem Pferdefüßchen zurückgeschoben. Außerdem werden die Naturnägel gekürzt, entfettet, leicht angeraut und der feine Staub wird mit einem Pinsel entfernt.
2. Die Kunstnägel anbringen
Sind die Naturnägel vorbereitet, können die Kunstnägel auch schon angeklebt werden. Dazu wird ein Kunstnagel mit dem Spezialkleber bestrichen und auf den Naturnagel gedrückt. Wichtig ist, dass nicht zu viel und nicht zu wenig Kleber verwendet wird. Zu viel Kleber würde unschön herausquellen, zu wenig Kleber führt zu Luftbläschen. Zudem müssen die Kunstnägel möglichst gerade angebracht werden, damit sich ein gleichmäßiges Gesamtbild ergibt. In der Praxis sind die richtige Klebermenge und das Vorgehen für ein gerades Ansetzen aber meist recht schnell ermittelt. Die Kunstnägel gibt es bereits fertig gestaltet, so dass sie lediglich aufgeklebt werden müssen. Es werden aber auch transparente und weiße Kunstnägel angeboten, die nach dem Ankleben dann ganz nach Lust und Laune lackiert und gestylt werden können.
3. Die Kunstnägel pflegen
Da die Naturnägel weiterwachsen, halten Kunstnägel nicht ewig. Im aller Regel müssen die Kunstnägel nach sechs bis acht Wochen entfernt und durch neue Kunstnägel ersetzt werden. Zum Entfernen wird ein spezielles Lösungsmittel verwendet, das den Sets vielfach beiliegt.
Während der Zeit, in der die Kunstnägel getragen werden, sollten sie aber regelmäßig nachgefeilt werden, damit die Form trotz der nachgewachsenen Naturnägel erhalten bleibt. Dazu werden die Kunstnägel mithilfe einer Sandblattfeile gekürzt und in Form gebracht. Außerdem sollten auch die Ansätze behandelt werden, je nach Nagelwachstum etwa alle zehn Tage. Dabei werden die Übergänge zwischen den Kunst- und den Naturnägeln vorsichtig geglättet. Anschließend werden zwei bis drei dünne Schichten Rillenfüller aufgetragen, wodurch der Naturnagel aufgefüllt wird und eine ebene Nagelfläche entsteht.
Wer aber doch lieber auf die Geltechnik zurückgreifen möchte, findet hier eine Videoanleitung dazu.