Knetmasse selber machen für Kinder

Knetmasse selber machen für Kinder

 

Die meisten Kinder können sich stundenlang voller Begeisterung mit Knetmasse beschäftigen. Die Knetmasse wird geformt, gerollt, gezogen, geknetet, platt gedrückt, zusammengesetzt und manchmal auch mit unterschiedlichen Hilfsmitteln bearbeitet. Innerhalb kurzer Zeit entstehen so die unterschiedlichsten kleinen und großen Kunstwerke, die aber genauso schnell wieder zusammengedrückt werden können, um dann in anderer Form wieder aufgebaut zu werden.

Das Arbeiten mit Knetmasse macht Kindern aber nicht nur viel Spaß, sondern ist auch aus pädagogischer Sicht sehr sinnvoll. So fördert das Kneten die Kreativität und trainiert gleichzeitig die Geschicklichkeit und die Feinmotorik. Knete gibt es meist als Set, das Knete in mehreren Farben enthält, fertig zu kaufen. Allerdings ist Knete nicht unbegrenzt haltbar, sondern kann nach einiger Zeit trocken und brüchig werden. Hinzu kommt, dass Kinder Figuren gerne in mehreren Farben formen und wenn die Figuren dann wieder zusammengedrückt werden, haben sich die einzelnen Stränge der Knete früher oder später zu einem großen, bunten Klumpen vermischt. Aus Sicht der Eltern gibt es aber noch zwei weitere Faktoren, die eine Rolle spielen. Zum einen kann fertig gekaufte Knete unterschiedliche chemische Inhaltsstoffe enthalten, die zwar für Geschmeidigkeit und eine schöne Farbe sorgen, die Eltern aber nicht unbedingt in Kinderhänden wissen möchten. Zum anderen kann es auf Dauer ganz schön teuer werden, ständig Knete nachzukaufen. Eine gute Lösung kann daher sein, die Knetmasse für seine Kinder einfach selber zu machen. Dies ist nicht nur günstiger, sondern die Eltern wissen ganz genau, womit ihr Kind eigentlich spielt.

Im Folgenden werden zwei unterschiedliche Varianten für Knetmasse zum Selbermachen vorgestellt. Bei der ersten Variante handelt es sich um gewöhnliche Knete, die allerdings Alaun enthält. Alaun ist für die Geschmeidigkeit der Knete zuständig und in dieser geringen Menge prinzipiell unbedenklich. Dennoch sollten die Eltern darauf achten, dass die Kinder die Knete nicht in den Mund nehmen und keinesfalls essen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, findet vielleicht mit der zweiten Variante eine passende Idee. Hier dient nämlich ein klassischer Salzteig als Knetmasse.

 

Knetmasse selber machen für Kinder – 1. Rezept

Für die selbstgemachte Knete werden benötigt:

  • 1 Tasse Mehl
  • 1 Tasse Wasser
  • ½ Tasse Salz
  • 2 Esslöffel Öl
  • 1 Teelöffel Alaunpulver aus der Apotheke
  • Lebensmittelfarbe nach Wunsch

Zuerst werden das Mehl, das Salz, das Wasser, das Öl und das Alaunpulver in einen Topf gegeben und miteinander verrührt. Anschließend wird die Masse mit Lebensmittelfarbe im gewünschten Farbton eingefärbt. Bei mittlerer Temperatur wird die Masse nun langsam erwärmt und dabei ständig gerührt, bis sich die Zutaten zu einer homogenen, knetbaren Masse verbunden haben. Dann wird der Topf vom Herd genommen und die Masse muss nun etwas auskühlen. Nach wenigen Minuten ist die Masse soweit abgekühlt, dass sie problemlos mit den Händen angefasst werden kann. Dann wird die Masse mit den Händen noch einmal kräftig geknetet und nach dem Erkalten ist die Knete einsatzbereit. Um die Knete aufzubewahren, wird sie in eine Plastikdose oder einen Gefrierbeutel gegeben. Luftdicht verpackt ist die Knete im Kühlschrank mehrere Monate lang haltbar.

 

Knetmasse selber machen für Kinder – 2. Rezept

Wer vollständig auf bedenkliche Chemikalien verzichten möchte, kann anstelle von Knete auch einen Salzteig herstellen. In der Handhabung gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Allerdings kann Salzteig gebrannt und bemalt werden, so dass auch bleibende Kunstwerke entstehen können. Zudem muss nicht für jede Farbe ein separater Salzteig hergestellt werden, sondern es wird nur ein Salzteig hergestellt, der dann in mehrere Portionen aufgeteilt und eingefärbt werden kann. Für den Salzteig als Knetmasse werden benötigt:

  • Salz
  • Mehl
  • Wasser
  • Öl
  • Lebensmittelfarben nach Wunsch

Das Grundrezept für einen Salzteig besteht immer aus einem Teil Salz und zwei Teilen Mehl. Wie viel Salzteig hergestellt wird, hängt natürlich von der Anzahl der Kinder und den geplanten Bastelarbeiten ab. Für die ersten Versuche sollten jedoch eine Tasse Salz und zwei Tassen Mehl ausreichen. Diese beiden Zutaten werden in einer Schüssel miteinander vermischt. Dann wird soviel Wasser hinzugefügt und eingearbeitet, bis eine knetbare Masse entstanden ist. Als grobe Richtlinie wird ungefähr eine Tasse Wasser benötigt, allerdings hängt dies immer vom verwendeten Mehl ab. Damit der Teig nicht zu weich wird, ist daher besser, erst wenig Wasser einzukneten und bei Bedarf Wasser hinzuzufügen. Damit der Teig geschmeidiger wird, können außerdem ein paar Tropfen Speiseöl eingearbeitet werden. Wer den Salzteig nun noch einfärben möchte, nimmt eine kleine Portion ab, tropft etwas Lebensmittelfarbe auf den Teig und knetet den Teig solange, bis sich die Farbe gleichmäßig verteilt hat. Damit ist der Salzteig fertig und kann wie normale Knete verwendet werden.

Bleiben die fertigen Salzteigkunstwerke an der Luft liegen, sind sie nach einigen Tagen durchgetrocknet. Wer möchte, kann die Arbeiten aber auch im Backofen brennen. Dazu werden sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gegeben und bei 150 Grad etwa 45 Minuten lang getrocknet. Bei sehr großen Kunstwerken kann es allerdings auch etwas länger dauern. Nach dem Abkühlen können die Kunstwerke dann noch ganz nach Lust und Laune bemalt, beklebt und dekoriert werden.