Strähnchen selber machen

Strähnchen selber machen

 

Wer seine Haarfarbe beleben oder schöne farbliche Akzente setzen, aber nicht die ganzen Haare färben möchte, findet mit Strähnchen die ideale Lösung. Dabei können die Strähnchen ganz nach Geschmack und den eigenen Vorstellungen gestaltet werden. Wenige, dünne Strähnen, die zwei bis drei Nuancen heller sind, lassen die Haare lebendig und interessant schimmern, wobei solche Strähnchen sehr natürlich aussehen. Breite Strähnchen in auffälligen, kontrastreichen Farben hingegen setzen gezielt individuelle Akzente. Nun ist es aber nicht unbedingt notwendig, einen Friseursalon aufzusuchen, denn mit den richtigen Produkten und etwas Geschick lassen sich die Strähnchen auch selber machen. Wie dies geht und worauf es zu achten gilt, erklärt die folgende Anleitung.

 

Die verschiedenen Methoden, um Strähnchen zu ziehen

Im Wesentlichen gibt es drei unterschiedliche Methoden, die in Frage kommen, wenn jemand Strähnchen selber machen möchte.

Die erste Methode besteht darin, die Farbe direkt auf die jeweiligen Haarsträhnen aufzutragen. In aller Regel ist bei den Strähnchenfarben, die für diese Technik vorgesehen sind, eine kleine Bürste enthalten, mit der die Farbe aufgebracht wird. Angewandt sieht diese Technik so aus:

Allerdings eignet sich diese Methode in erster Linie bei kurzen Haaren und zum Nachfärben. Bei längeren Haaren ist diese Technik eher weniger geeignet, denn das Ergebnis könnte schnell ungleichmäßig und fleckig werden.

Bei der zweiten Methode wird mit Strähnchenhauben gearbeitet. Strähnchenhauben sind Hauben aus Kunststoff, die auf den Kopf aufgesetzt werden. Mithilfe einer Art Haken werden die jeweiligen Strähnen dann durch die Haube herausgezogen. Damit das Ergebnis gleichmäßig wird, sind die Hauben mit Markierungen versehen. Diese Technik eignet sich gut bei mittellangen Haaren und immer dann, wenn die Strähnchen vollständig selbst gemacht werden. Ein großer Vorteil dieser Methode liegt übrigens darin, dass die Farbe erst dann aufgetragen wird, wenn alle Strähnchen herausgezogen wurden. Dadurch besteht nicht die Gefahr, dass die Strähnchen, auf die die Farbe zuerst aufgetragen wurde, deutlich heller oder intensiver ausfallen als die Strähnchen, die zuletzt bearbeitet wurden.

Die dritte und professionellste Technik für Strähnchen ist die Folientechnik. Diese erfordert zwar etwas Übung und wird am besten zu Zweit gemacht, liefert aber die schönsten und gleichmäßigsten Ergebnisse. Wie Foliensträhnchen gemacht werden, wird nun im Folgenden Schritt für Schritt erklärt:

 

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Diese Utensilien werden für Foliensträhnchen benötigt:

  • Aluminiumfolie, in 5 bis 10cm breite Streifen geschnitten
  • 1 Stielkamm, um die Haarpartien und die Strähnchen abzuteilen
  • einige Haarklammern, um die Haare festklemmen zu können
  • Pinsel zum Auftragen der Haarfarbe
  • Haarfarbe und Handschuhe

 

So werden Foliensträhnchen gemacht

 

1. Die Haare abteilen

Zuerst werden die Haare sorgfältig gekämmt. Damit die Strähnchen später optimal zur Geltung kommen und natürlich wirken, ist die Position des Scheitels wichtig. Wer normalerweise einen Seitenscheitel trägt, sollte die Haare beim Färben in der Mitte scheiteln. Wer hingegen normalerweise einen Mittelscheitel trägt, sollte den Scheitel seitlich versetzen. Dann werden die Haare in vier große Partien aufgeteilt. Dazu wird mit dem Kamm eine waagerechte Linie von einem Ohr zum anderen Ohr gezogen. Anschließend werden diese beiden Hälften durch senkrechte Linien in jeweils zwei gleichmäßige Bereiche unterteilt und die Haare werden festgesteckt.

 

2. Die Strähnchen ziehen

a.) Begonnen wird nun am Hinterkopf. Dies hat den Grund, dass die Haare am Oberkopf meist etwas heller und durch diverse Umwelteinflüsse wie beispielsweise die Sonnenstrahlung etwas strapazierter sind. Dadurch nehmen die Haare die Farbe hier schneller auf.

b.) Nun wird eine der beiden unteren abgeteilten Haarpartien geöffnet. Mit dem Kamm wird nun waagerecht eine 0,5 bis 1cm hohe Haarpartie abgeteilt. Die anderen Haare werden wieder festgesteckt. Die abgeteilte Haarpartie wird nun noch einmal waagerecht in zwei gleichgroße Partien aufgeteilt. Die untere Haarpartie bleibt einfach hängen, in die obere Haarpartie werden die Strähnchen eingearbeitet. Dazu wird der Stielkamm durch die Haare gefädelt, immer im Wechsel über und unter den Haaren.

 

Strähnchen selber machen

 

c.) Nun wird ein Streifen Alufolie an einem Ende um den Stiel des Kamms gelegt und direkt unter dem Ansatz der herausgezogenen Strähnchen platziert. Mit dem Pinsel werden die Haare dann sorgfältig mit Farbe bestrichen. Wichtig dabei ist aber, einen kleinen Spalt zum Haaransatz zu lassen. Wird die Farbe bis an den Ansatz aufgetragen, könnte dies dazu führen, dass die Farbe verschmiert und das Ergebnis fleckig wird.

d.) Wenn die Haare mit Farbe benetzt sind, wird die Folie verschlossen. Dazu wird der Streifen zuerst in der Mitte nach oben gefaltet, anschließend werden die Seiten zur Mitte hin geklappt. Das erste Folienpaket ist damit fertig. Auf diese Weise wird nun die gesamte Haarpartie weiterbearbeitet, dann folgt die zweite untere Haarpartie und danach die beiden oberen Haarpartien.

e.) Nun heißt es abwarten. Nach der vorgegebenen Einwirkzeit werden die Folienpakete geöffnet und die Haarfarbe wird sorgfältig ausgewaschen. Zum Schluss wird ein Pflegeprodukt aufgetragen, das die Haare und die Farbe schützt. Vor allem bei blonden Strähnchen kann es übrigens passieren, dass die Haare einen Orange- oder Rotstich haben. Abhilfe in diesem Fall schaffen Shampoos für weiße Haare. Diese haben zwar meist einen lila Farbton, sind aber sehr effektiv, wenn es darum geht, blonde Strähnchen tatsächlich blond aussehen zu lassen.

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