Hochsteckfrisur zum selber machen mit Locken
Lange Haare, die in sanften Locken fallen, sind nach Meinung vieler der Inbegriff von Schönheit und Weiblichkeit. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass vor allem bei besonderen und festlichen Anlässen wie Hochzeiten oder Bällen Hochsteckfrisuren mit Locken überaus beliebt sind. Dabei sind Lockenfrisuren aber keineswegs ein neuzeitlicher Trend. Schon in längst vergangenen Zeiten griffen Frauen auf unterschiedlichste Methoden zurück, um die ersehnte Lockenpracht zu erhalten. So verteilten die alten Ägypterinnen beispielsweise Schlamm in ihren Haaren und drehten diese auf Holzstäbe auf, um ihre Haare mithilfe der Sonnenwärme dann in Locken zu legen. Im Mittelalter hingegen wurde mit Brennscheren gearbeitet und die Lockenmähnen wurden anschließend kunstvoll nach oben gesteckt. Heute haben es diejenigen, die glatte Haare haben, etwas einfacher, eine Lockenmähne zu zaubern. So können sie auf einfache Methoden wie das Einflechten der Haare über Nacht oder auf Hilfsmittel wie Lockenwickler, Lockenstab oder Glätteisen zurückgreifen. Für dauerhafte Lösungen gibt es außerdem die Dauerwelle.
Nun gibt es aber natürlich auch diejenigen, die von Natur aus gewellte oder gelockte Haare haben. Während sie von denjenigen mit glatten Haaren oft beneidet werden, würden sie ihre Locken mitunter gerne gegen glatte Haare eintauschen. Die Pflege von Naturlocken ist nämlich vielfach gar nicht so einfach, denn lockige Haare lassen sich teils nur schwer kämmen und neigen dazu, sehr trocken zu sein. Zudem sind die Haare oft recht dick und schwer, was sich vor allem dann negativ bemerkbar macht, wenn es um Hochsteckfrisuren geht. Trotz unzähliger Haarnadeln, Klemmen und Spangen halten die Haare oft nur bedingt und die Frisur fällt schon nach recht kurzer Zeit in sich zusammen.
Dennoch gibt es aber natürlich Hochsteckfrisuren für Locken, die sich durchaus auch zum Selbermachen eignen. Zu den Klassikern unter den Hochsteckfrisuren für Locken gehört eine Hochsteckfrisur, bei der die Haaren strähnenweise am Hinterkopf befestigt werden. Die Haare werden dazu in einzelne Partien aufgeteilt, in Richtung Hinterkopf geführt und dort festgesteckt. Eine solche Hochsteckfrisur sieht dann so aus:
In der folgenden Anleitung wird eine andere Hochsteckfrisur für Locken zum Selbermachen vorgestellt. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um eine Art klassische Banane, die durch einen verdeckten Pferdeschwanz stabilisiert wird und sich dadurch auch bei sehr dicken und schweren Haaren eignet.
So wird die Hochsteckfrisur für Locken gemacht
1. Schritt: einen Pferdeschwanz binden
Damit die Frisur gut hält, werden die Haare zunächst strähnenweise leicht mit Haarspray eingesprüht. Dann werden die Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, wobei der Pferdeschwanz etwa in der Mitte des Hinterkopfes platziert wird. In den Pferdeschwanz werden aber nicht alle Haare aufgenommen, sondern nur die Haare in der Kopfmitte. Um den Pferdeschwanz herum werden also Haare der Stirnpartie, des Nackens und der Seiten ausgelassen. Der Abstand zwischen dem Pferdeschwanz und den Haaransätzen sollte gute 5cm groß sein, allerdings muss hier nicht unbedingt exakt gearbeitet werden. Es reicht also aus, die Haare am Hinterkopf mit den Händen zusammenzufassen, ohne vorher die Partien exakt abzuteilen. Der Pferdeschwanz wird dann mit einem Haargummi zusammengebunden, am besten eignet sich dafür ein Haargummi aus Stoff, das sich verschieben lässt.
2. Schritt: die Haare eindrehen und feststecken
Um die Haare nun eindrehen zu können, wird das Haargummi einige Zentimeter weit vom Haaransatz weg nach hinten gezogen, so dass der Pferdeschwanz nun locker nach unten hängt. Dann wird der Pferdeschwanz so in die Hand genommen, dass er waagerecht vom Kopf wegzeigt. Gleichzeitig werden jetzt die Haare, die zuvor ausgelassen wurden, eingesammelt. Dabei werden die Haare nun alle so platziert, dass sie um den Pferdeschwanz herumliegen, also so, als sollte ein normaler Pferdeschwanz mit allen Haaren gebunden werden.
Wenn alle Haare in der Hand liegen, werden die Haare gegen den Uhrzeigersinn um die eigene Achse eingedreht und der Zopf gleichzeitig nach oben in Richtung Kopf geklappt. Dann wird die Banane am Hinterkopf festgesteckt. Am sichersten und besten hält die Banane dabei, wenn die Haare mit jeweils zwei Klammern oder Nadeln festgesteckt werden, die in Form eines X eingeschoben werden. Durch den innen liegenden Pferdeschwanz erhält die Frisur mehr Stabilität und auch bei sehr dicken Haaren werden deutlich weniger Haarnadeln benötigt.
3. Schritt: das Finish
Die Ausgestaltung der Hochsteckfrisur bliebt nun dem eigenen Geschmack überlassen. So können die Haarspitzen in die Banane gesteckt und dort unsichtbar fixiert werden, genauso können die Locken aber auch locker heraushängen. Bei sehr langen Haaren ist es außerdem möglich, die Haare wieder nach unten zu klappen und rechts und links von der Banane mit Zierspangen festzustecken. Zum Schluss wird die Frisur dann noch mit reichlich Haarspray fixiert.
