Karten zum selber machen

Karten zum selber machen

 

Es gibt eigentlich das ganze Jahr über Anlässe, zu denen Karten verschickt oder übergeben werden. Hierzu gehören zum einen Geburtstage und Feiertage wie Ostern und Weihnachten. Zum anderen sind Glückwunschkarten zu Ereignissen wie einer Hochzeit, einer Geburt, einer Taufe, einem besonderen Jubiläum oder einer bestandenen Prüfung ein Muss. Aber auch um die guten Wünsche bei einem Umzug in das neue Heim, die Genesungswünsche im Krankheitsfall oder seinen Dank auszudrücken, werden Karten verwendet, ebenso wie auch im Trauerfall, wo die Anteilnahme und das Mitgefühl mittels Karte zum Ausdruck gebracht werden. Hinzu kommen die Karten, die ohne besonderen Grund verschickt werden, beispielsweise weil gerade an eine bestimmte Person gedacht wird oder weil irgendwo ein schöner Spruch oder ein hübsches Motiv entdeckt wurden.

Nun ist es aber kaum möglich, für alle möglichen Anlässe immer auch eine passende Karte im Haus zu haben. Hinzu kommt außerdem, dass gekaufte Karten mitunter recht teuer sein können, vor allem dann, wenn sie etwas aufwändiger gestaltet sind. Die Lösung kann somit sein, die benötigten Karten einfach selbst anzufertigen. Mit ein paar guten Ideen ist dies überhaupt nicht schwer und auch für künstlerisch weniger begabte Menschen kein Problem. Da für die Karten zudem Materialien und Utensilien verwendet werden können, die ohnehin in jedem Haushalt vorhanden sind, fallen die Kosten nur sehr gering aus. Gleichzeitig entstehen jedoch sehr persönliche und individuelle Karten, von denen jede Karte ein echtes Unikat ist. Wer nun künftig seine Karten selber basteln möchte, findet im Folgenden eine Art Grundanleitung mit einigen Ideen, Anregungen und Tipps für Karten zum Selbermachen.

 

Karten zum Selbermachen – das wird benötigt:

Die Basis für die selbstgemachte Karte bildet zunächst einmal eine Blankokarte und hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten. So können leere Karten im Bastel- oder Schreibwarengeschäft gekauft werden. Diese gibt es in unterschiedlichen Formaten und in unterschiedlichen Farbtönen. Genauso kann aber auch Ton- oder Bastelkarton zugeschnitten werden. Dieser wird dann einmal in der Mitte zusammengefaltet und schon ist eine Klappkarte vorhanden. Die Karten aus einem großen Bogen Ton- oder Bastelkarton selbst anzufertigen ist aber nicht nur deutlich kostengünstiger als Blankokarten fertig zu kaufen, sondern bietet auch den Vorteil, dass so das Format selbst festgelegt werden kann. Eine weitere Möglichkeit wäre, eine nicht mehr benötigte Karte oder auch ein Stück dünnen Karton einfach mit buntem Papier zu bekleben.

Neben der eigentlichen Karte, Klebstoff und einer Schere oder einem Messer werden dekorative Elemente zum Gestalten und Verzieren der Karte benötigt. Hier sind der Phantasie und Kreativität keine Grenzen gesetzt und im Grunde genommen kann nahezu alles verwendet werden, was vorhanden ist. So können Fotos, Bilder aus Zeitschriften oder einem Kalender, Zeitungspapier, Alufolie, Backpapier, Stoffreste oder Papierschnipsel genauso verwendet werden wie Bänder, Schnüre, Perlen, Blätter und kleine Äste oder Federn. Die Materialien und Utensilien werden dann auf der Karte arrangiert, eventuell durch einen schönen Spruch ergänzt und schon ist die selbstgemachte Karte fertig.

 

Karten zum Selbermachen – einige Ideen und Anregungen:

1.) Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie eine Karte gestaltet werden kann. Wichtig ist eigentlich nur, dass das Motiv zu dem Empfänger und dem Anlass passt. Generell kommen aber selbstgemachte Karten immer gut an, denn wer eine Karte selber macht, zeigt damit, dass er an den Empfänger gedacht und sich die Mühe gemacht hat, etwas Persönliches und Individuelles für ihn anzufertigen.

2.) Recht schnell und einfach lässt sich eine Karte mithilfe von Fotos oder Bildern gestalten. Bilder können aus Katalogen oder aus Zeitschriften ausgeschnitten und auf die Karte geklebt werden. Dabei müssen aber nicht immer unbedingt ganze Motive verwendet werden. Möglich ist nämlich auch, beliebige Rechtecke oder Quadrate auszuschneiden und diese dann zu einem schönen Muster auf der Karte anzuordnen.

3.) Soll ein schöner Spruch, ein Gedicht oder eine große Zahl die Karte verzieren, kann der Hintergrund etwas dezenter gestaltet werden. In diesem Fall ist es möglich, etwas Zeitungspapier oder Küchenrolle in Farbe zu tauchen und auf die Karte zu tupfen. Auf diese Weise entsteht ein Muster, das an Marmor oder Wolken erinnert. Eine andere Möglichkeit ist, eine ausgemusterte Zahnbürste in Farbe zu tauchen. Wenn nun mit dem Finger über die Borsten gefahren wird, spritzt die Farbe auf die Karte. Mithilfe einer Gabel oder eines Kamms können Linien- oder Karomuster erzeugt werden. Dazu werden die Gabel oder der Kamm in Farbe getaucht und über die Karte gezogen. Werden die Linien dabei einmal senkrecht und einmal waagerecht gestaltet, ergibt sich ein Karomuster.

4.) Eine Karte kann auch sehr persönlich gestaltet werden. So ist es beispielsweise möglich, Lippenstift aufzutragen und einen Kussmund auf die Karte zu setzen. Als Dankeschön oder als Symbol für die helfende Hand kann ein Handabdruck auf der Karte platziert werden und als Sinnbild für einen erfolgreichen Weg bietet sich ein Fußabdruck an. Generell sind einfache Symbole aber eine schöne Idee für Karten. Als Bild für Genesungswünsche oder zur Aufmunterung bei Sorgen kann beispielsweise eine große Sonne auf die Karte gemalt oder geklebt werden, auf die ein Pflaster gesetzt wird. Bei Liebeskummer hingegen bietet sich ein großes Herz mit Pflaster an.

5.) Eine edle Note erhält die Karte, wenn ein weißes Blatt Papier in die Karte gelegt wird, auf dem der Text Platz findet. Um das Papier und die Karte miteinander zu verbinden, wird ein Band in die Knickkante gelegt und auf der Außenseite der Karte zu einer Schleife gebunden.

Und hier noch ein paar Beispiele, wie selbstgemachte Karten aussehen können.